ID.3-Facelift bekommt den Namen ID.3 Neo verpasst
Die Ausgestaltung der anstehenden Änderungen beim ID.3 und weiteren VW-Modellen manifestieren sich langsam: Der ID.3 wird nach seinem Facelift ID.3 Neo heißen (und nicht ID. Golf, wie zwischenzeitlich vermutet), während der ID.4 übereinstimmenden Medienberichten zufolge zum ID. Tiguan umbenannt wird – und der ID.5 fliegt voraussichtlich aus dem Programm. Klar ist zudem, dass die Stromer dank einer neuen Softwaregeneration eine Bandbreite neuer Funktionen erhalten. Dazu gehören zum Beispiel der weiterentwickelte Travel Assist mit Ampel-Erkennung sowie das One Pedal Driving, bei dem das Fahrzeug bis zum Stillstand rekuperiert.
Schon jetzt sind ID.4, ID.5 und ID.7 als erste Modelle mit dieser neuen Software, den Funktionen und dem neuen Infotainmentsystem „Innovision“ bestellbar. Der ID.3 Neo soll aber alsbald folgen. Die Premiere des Facelifts datiert Volkswagen jetzt auf Mitte April. Kai Grünitz, Volkswagens Vorstand für Technische Entwicklung, kommentiert: „Die neue Softwaregeneration bringt mehr Performance und ein noch besseres Kundenerlebnis in die ID. Modelle. Auch die neuen Volkswagen E‑Modelle im Kleinwagen- und Kompaktsegment – ID. Polo, ID. Polo GTI, ID. Cross – werden in Kürze mit diesen neuen Innovationen auf den Markt kommen und mehr Flexibilität im Alltag und der Freizeit bieten.“
ID.4 erhält Einstiegsversion mit LFP-Akku und 140 kW
Mit dem Launch der angesprochenen E-Kleinwagenfamilie und den umfassenden Facelifts der bestehenden Modelle avanciert 2026 für Volkswagen zu einem wegweisenden Jahr. Zumal die Überarbeitung von VW ID.3, VW ID.4/ID.5 sowie der analogen Schwestermodelle im Konzern nicht bei der Optik und der Software aufhört, sondern auch den Antrieb umfasst. In der aktuellen Mitteilung geht Volkswagen darauf nicht ein – was den ID.3 angeht. Sehr wohl aber mit Blick auf den ID.4/ID.5: „Die Einstiegsmodelle Pure des ID.4 und ID.5 erhalten mit dem APP 350 einen neuen 140 kW starken Antrieb, der ein erhöhtes Drehmoment bietet und im Vergleich zu den bisherigen APP 310 Motoren den Verbrauch senkt. Damit wird zum Beispiel im ID.4 eine WLTP-Reichweitenerhöhung um bis zu 40 km ermöglicht. Hinzu kommt die neue LFP-Batterie mit 58 kWh Netto-Kapazität“, schreibt der Konzern.
Das hatte sich abgezeichnet: Schon seit Monaten ist bekannt, dass das E-SUV auf den überarbeiteten MEB+ wechselt und in diesem Zuge einen neuen Einstiegsmotor und in der Basisvariante eine neue Batterie mit kostengünstigerer LFP-Zellchemie erhält. Weitere Details inklusive: So werden die Griffmulden in den Türen beispielsweise wieder durch klassische Bügelgriffe ersetzt.
Noch ungeklärt ist derweil, ob auch der ID.3 in der Einstiegsversion auf LFP-Zellen umsattelt. Allerdings spricht einiges dafür, denn Cupra rollte vor einer Woche sein Born-Facelift ins Rampenlicht – mitsamt einiger aufschlussreicher technischer Daten. Und der Born ist bekanntlich ein naher Verwandter des ID.3.
Was wir wissen: Beim Born bleibt es bei drei Motor-Batterie-Konfigurationen mit 58 kWh in der Basis und 79 kWh für höhere Reichweiten – einmal mit dem 170 kW starken Heckantrieb und einmal mit 240 kW Leistung. Im MEB ist der 79-kWh-Akku bestens bekannt, auch der ID.3 nutzt ihn. Beim Cupra Born werden diese Antriebe unverändert weiter angeboten, vermutlich aufgrund der geänderten Aerodynamik des Facelifts spricht die Marke nun aber von „rund 600 Kilometern Reichweite“ – bisher waren es maximal 594 WLTP-Kilometer.
Cupra zeigt, was beim ID.3 möglich ist
Interessanter ist beim Cupra-Facelift die Variante mit 58 kWh großen Akku und mit 140 statt bisher 150 kW Leistung. Ungewöhnlicherweise gab die Marke bei der Präsentation vor einer Woche die maximale DC-Ladeleistung des 58-kWh-Akkus nicht an, die Ladezeit soll zwischen 20 bis 30 Minuten liegen – eine sehr große Spanne. Es spricht also vieles dafür, dass Cupra hier den neuen LFP-Akku des MEB+ einführt, diesen aber noch nicht groß ins Rampenlicht stellen will, wie es zum Beispiel MEB-Drittkunde Ford beim Capri schon getan hat (mit genau diesen Daten von 58 kWh und 140 kW Leistung).






Die 140 kW legen nahe, dass es sich um den im Capri schon eingesetzten APP 350 mit 350 Nm Drehmoment handelt, der nun ja wie frisch bestätigt auch beim ID.4/ID.5 zum Zuge kommt – und als effizienter gilt als der alte APP310. Die Zurückhaltung vor einer Woche bei Cupra legte nahe, dass die Spanier konzernintern die Kommunikation möglicherweise einer anderen Marke überlassen wollen. Doch VW greift den Ball vorerst nicht auf – und belässt den ID.3 Neo was die Antriebe angeht noch im Schatten.
In der aktuellen Mitteilung betonen die Wolfsburger lieber Aspekte wie das genannte One-Pedal-Driving oder die neue V2L-Funktion. So wird es nach dem Facelift möglich sein, in den ID.-Modellen der neuen Generation das sogenannte Vehicle-to-Load zu betreiben: Mit bis zu 3,6 kW lassen sich dann externe Geräte mit Strom versorgen. Schon bekannt ist ferner, dass alle künftigen ID.-Modelle wieder Drucktasten am Lenkrad zurückerhalten. Der ID.3 Neo bildet dabei keine Ausnahme.
Auch ein optionaler digitaler Fahrzeugschlüssel und neue Details beim Infotainment hebt die VW-Presseabteilung hervor: „In den In-Car-Shop des neuen Infotainmentsystems, über das sich Funktionen und Services digital, flexibel und fahrzeugbezogen freischalten oder erweitern lassen, ist zusätzlich ein neuer App-Store integriert“, heißt es. Wie bei einem Smartphone eien hier beliebte Apps zum Download verfügbar.
volkswagen-newsroom.com




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