Zenobē und Vectalia schließen E-Bus-Rahmenvertrag über 120 Millionen Euro

Der britische Flotten- und Batteriespezialist Zenobē und der spanische Verkehrsbetreiber Vectalia haben einen Rahmenvertrag über ein Leasinggeschäft im Wert von bis zu 120 Millionen Euro unterzeichnet. Mit dem Paket sollen der Einsatz von Elektrobussen und die Elektrifizierung von Depots in Spanien vorangetrieben werden.

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Bild: Zenobē

Vor knapp einem Jahr hatte Zenobē eine Kreditfazilität in Höhe von 325 Millionen Euro abgeschlossen, um sein elektrisches Fleet-as-a-Service-Angebot in Europa auszuweiten. Zusammen mit eigenem Kapital soll die Finanzierung den Einsatz von bis zu 1.000 zusätzlichen Elektrobussen, E-Lkw und Ladegeräten in den EU- und EWR-Märkten unterstützen.

In Spanien arbeitet Zenobē bereits mit dem Betreiber Grupo Julià zusammen, um ein komplettes End-to-End-Elektrifizierungspaket für dessen Flotte in Barcelona zu liefern. Die Investition in Höhe von 42 Millionen Euro umfasst die Finanzierung von 44 vollelektrischen Bussen sowie die Planung, den Bau, die Wartung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur.

Der nun mit Vectalia geschlossene Rahmenvertrag fällt mit bis zu 120 Millionen Euro deutlich größer aus. Nach Angaben von Zenobē handelt es sich um die größte Transaktion dieser Art, die das Unternehmen bisher in Spanien und Europa strukturiert hat. Die Vereinbarung läuft über drei Jahre.

Der Vertrag umfasst nicht nur die Erneuerung der Flotte mit Elektrobussen (Operating-Leasing), sondern auch Ladeinfrastruktur, Depot-Elektrifizierung, Energie- und Lastmanagement sowie Betrieb und Wartung der Infrastruktur. Konkrete Angaben zur Anzahl der Fahrzeuge, zu Herstellern oder zu den vorgesehenen Standorten machen die Unternehmen nicht.

Ferner haben Zenobē und Vectalia einen Rahmenvertrag zum Batteriemanagement geschlossen. Der britische Flotten- und Batteriespezialist übernimmt dabei Risiken im Zusammenhang mit den Batterien und stellt Dienstleistungen zur Überwachung von Batteriezustand und Degradation bereit. Für Vectalia soll das die betrieblichen Risiken bei der Elektrifizierung reduzieren.

„Die Kombination aus dieser langfristigen Struktur und spezialisierter technischer Unterstützung ermöglicht es Vectalia, die Elektrifizierung ihrer Flotte und die Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele schneller voranzutreiben und ihren Nutzern sauberere, effizientere und emissionsfreie Transportmöglichkeiten zu bieten“, sagt Martín Navarro, Direktor von Zenobē für die Iberische Halbinsel. Antonio Agudo, CFO von Vectalia, ergänzt: „Dank dieses Rahmenleasingvertrags können wir die Elektrifizierung unserer Flotten und Depots beschleunigen und so direkt zur Emissionsreduzierung beitragen und einen effizienteren, innovativeren und umweltfreundlicheren öffentlichen Nahverkehr vorantreiben.“

Vectalia betreibt Stadt-, Überland- und Charterverkehrsnetze in mehreren spanischen Provinzen sowie in Marokko. In Alicante sind nach Angaben von Zenobē bereits 23 Elektrobusse im Einsatz. Zudem verweist Zenobē darauf, dass dort in den kommenden Jahren weitere 27 elektrifizierte Busse hinzukommen sollen, darunter 19 Elektrobusse und acht Hybridbusse. Ob diese Fahrzeuge Teil des nun geschlossenen Rahmenvertrags sind, geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor.

zenobe.com, sustainable-bus.com

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