Hyundai verfeinert seine virtuelle Gangschaltung für Elektroautos
Wie Golem unter Berufung auf ein Interview des Branchenmagazins Autocar berichtet, soll die nächste Generation der elektrischen N-Modelle die bereits aus dem Ioniq 5 N bekannte virtuelle Gangschaltung erhalten – und zwar in einer weiterentwickelten Form. Das System simuliert dann Gangwechsel und passt sowohl das Fahrverhalten als auch die Geräuschkulisse an, um das Fahrerlebnis eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor nachzuempfinden.
Nach Angaben von Entwicklungschefs Manfred Harrer arbeitet Hyundai unter anderem an simulierten Leerlaufgeräuschen, Vibrationen sowie Auspuffknallen. Letztere orientieren sich an Fehlzündungen, wie sie bei leistungsstarken Verbrennungsmotoren nach Gangwechseln auftreten können. Technische Details zur Umsetzung nennt der Entwicklungschef jedoch nicht. Der Fokus liege weiterhin auf einem möglichst emotionalen Fahrerlebnis.
Hyundai hatte die virtuelle Gangschaltung erstmals mit dem Ioniq 5 N eingeführt. Inzwischen halten vergleichbare Systeme auch bei anderen Herstellern Einzug. So bietet Porsche für den Taycan des Modelljahrs 2027 mit „E-Shift“ ebenfalls eine virtuelle Schaltung mit simulierten Gangwechseln und Motorsound an.
Die weiterentwickelten Fahrsimulationen sollen Bestandteil der künftigen Elektroauto-Plattform IMA werden. Sie soll die seit 2021 eingesetzte E-GMP-Plattform ablösen, auf der unter anderem die aktuellen Elektrofahrzeuge von Hyundai und Kia basieren. Nach Angaben von Hyundai wird IMA ebenfalls auf einer 800-Volt-Architektur aufbauen, gleichzeitig jedoch schnellere Ladezeiten ermöglichen. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung der neuen Funktionen nannte das Unternehmen nicht. Branchenbeobachtern zufolge könnte eine neue Generation des Ioniq 5, die auf der IMA-Plattform basiert, ab 2028 auf den Markt kommen.





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