Nissan startet Forschungsprojekt für intelligentes Laden und Vehicle-to-Grid
Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Smart Use of Integrated Technology for EVs“ (SUITE) wird vom Nissan Technical Centre Europe im britischen Cranfield geleitet und von der britischen Regierung mit rund zehn Millionen Pfund gefördert. Es ist Teil des Förderprogramms „Drive35“, mit dem Großbritannien den Hochlauf emissionsfreier Mobilität und entsprechender Technologien unterstützen will.
Ziel des Projekts ist es, den Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen zu senken, erneuerbare Energien besser in den Ladeprozess einzubinden und die Stromnetze zu entlasten. Dazu bündelt Nissan gemeinsam mit zehn Industrie- und Wissenschaftspartnern verschiedene Technologien in einem Fahrzeugkonzept. Im Mittelpunkt stehen ein Traktionsinverter auf Galliumnitrid-Basis (GaN) mit KI-gestützter Steuerung, integrierte Tandem-Solarzellen sowie ein intelligentes Lademanagementsystem. Dieses soll Energieflüsse optimieren, Stromkosten reduzieren und überschüssige erneuerbare Energie ins Stromnetz zurückspeisen. Ergänzt wird das Konzept durch eine bidirektionale Ladeeinheit, mit der Vehicle-to-Grid-Funktionen unter realen Bedingungen erprobt werden sollen.
Als Testplattform dient der neue vollelektrische Nissan Leaf. Das Fahrzeug soll dazu genutzt werden, die verschiedenen Technologien in einem Gesamtsystem zu erproben und deren Zusammenspiel unter Praxisbedingungen zu validieren. Zum Projektkonsortium gehören neben Nissan unter anderem RAM Innovations, Weeteq, Oxford PV und Ricardo sowie mehrere britische Universitäten, darunter die University of Bristol, die Newcastle University, die University of Nottingham, die University of Oxford und das University College London. Die Partner arbeiten unter anderem an Leistungselektronik, Solartechnologien, künstlicher Intelligenz sowie der Integration von Vehicle-to-Grid-Anwendungen.





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