Renault spendiert Master E-Tech Electric ein Batterie- und Komfort-Update

Renault hat den Master E-Tech Electric überarbeitet. Der Elektro-Transporter erhält unter anderem eine chemisch neu konzipierte 87-kWh-Batterie, neue Komfort- und Sicherheitsfunktionen sowie zusätzliche Varianten für verschiedene Einsatzbereiche. Neu ist zudem eine Chassis-Cab-Version mit 40-kWh-Batterie für den urbanen Einsatz.

Renault master
Bild: Mc LEAN, Paul / PRODIGIOUS Production

Der Master E-Tech Electric ist im Renault-Portfolio ein Dauerbrenner und erhält vom Hersteller nun ein umfassendes Update. Zu den wichtigsten technischen Änderungen zählt eine überarbeitete 87-kWh-Batterie. Deren Kapazität bleibt zwar unverändert, Renault setzt künftig aber auf eine neue Zellchemie „mit mittlerem Nickelanteil“, wie es heißt. Auf die Reichweite wird sich die neue chemische Zusammensetzung nicht auswirken, wie ein Sprecher auf electrive-Anfrage erklärt. Sehr wohl aber auf das Wärmemanagement und die Ladeleistung. Details dazu sind noch nicht bekannt. Zugeliefert werden die Batteriezellen laut Angaben des Renault-Sprechers von LG Energy Solutions, montiert wird die 87-kWh-Batterie im Renault-Werk in Batilly.

Was das AC-Laden angeht, verfügt der Master E-Tech Electric weiterhin über einen bidirektionalen 11-kW-Onboardlader, optional ist künftig zudem ein nun ebenfalls bidirektionales 22-kW-Ladegerät erhältlich. Je nach Markt soll der Transporter dann ab Ende des Jahres die Vehicle-to-Grid-Funktion (V2G) unterstützen.

Neu ist außerdem, dass Renault die kleinere 40-kWh-Batterie künftig auch für die Chassis-Cab-Version anbietet. Bislang war diese Ausführung ausschließlich mit dem größeren Akku erhältlich. Renault positioniert die Variante insbesondere für Kommunen und andere Anwendungen im urbanen Einsatz. Im Fahrerhaus und Laderaum steht zudem künftig eine 220-Volt-Steckdose mit bis zu 3,5 kW Leistung zur Verfügung, über die sich beispielsweise Akku-Werkzeuge direkt am Fahrzeug betreiben oder laden lassen.

Auch bei Komfort und Sicherheit legt Renault nach. Der Master erhält eine neu gestaltete Mittelkonsole, die den Durchstieg zwischen Fahrerhaus und Laderaum erleichtern und mehr Bewegungsfreiheit schaffen soll. Hinzu kommen unter anderem eine Keycard für den schlüssellosen Zugang, eine Innenraumkamera für den Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie ein überarbeitetes digitales Kombiinstrument. Bei allen frontgetriebenen Varianten gehört künftig außerdem eine elektrische Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion zur Serienausstattung.

Darüber hinaus erhöht Renault den Anteil recycelter Materialien im Innenraum. Der obere Bereich des Armaturenbretts besteht künftig zu 20 Prozent aus recyceltem Kunststoff aus Altfahrzeugen. Gleichzeitig erweitert der Hersteller sein Angebot werkseitiger Umbauten unter dem Label „Converted by Renault“ um neue Pritschen-, Kipper- und Großraumversionen.

Bereits heute wird der Master E-Tech Electric mit 40- oder 87-kWh-Batterie angeboten und erreicht je nach Version eine WLTP-Reichweite von bis zu 448 Kilometern. Die jetzt angekündigten Änderungen stellen damit vor allem eine Modellpflege dar. Dass elektrische Transporter zunehmend im gewerblichen Alltag ankommen, zeigt auch die Nachfrage bei Flottenbetreibern: So nahm Europcar den Master E-Tech Anfang des Jahres als ersten Elektrotransporter in seine Mietflotte auf. Nach Angaben des Unternehmens sind die ersten 20 Fahrzeuge am Standort Dortmund unmittelbar für ein Jahr an Neukunden vermietet worden.

presse.renault.de

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