Schlafend am Steuer: Tesla-Video sorgt für Diskussionen
Die Bilder aus Kanada sind spektakulär. Ein Tesla fährt mit rund 100 km/h über eine Landstraße, die Fahrerin scheint zu schlafen. Das Video verbreitete sich innerhalb weniger Stunden in den sozialen Netzwerken und dürfte all jene bestätigen, die das autonome Fahren schon immer für eine schlechte Idee hielten.
Klar ist: Teslas „Full Self Driving“ ist trotz seines Namens kein System zum autonomen Fahren. Auch dort, wo FSD (Supervised) inzwischen zugelassen ist (etwa in den Niederlanden, Litauen oder Estland), handelt es sich um ein Fahrerassistenzsystem der SAE-Stufe 2. Die Verantwortung bleibt damit jederzeit beim Menschen am Steuer. Dieser muss den Verkehr überwachen und jederzeit eingreifen können. Warum der Tesla im gezeigten Fall dennoch weiterfuhr, lässt sich anhand des Videos nicht beurteilen. Ob die Fahrerüberwachung versagte, umgangen wurde oder die Aufnahmen nur einen kurzen Moment zeigen, bleibt offen. Fest steht lediglich, dass der Vorfall erneut die Grenzen heutiger Assistenzsysteme verdeutlicht.
Gerade deshalb ist eine saubere Unterscheidung wichtig: Fahrerassistenz ist nicht autonomes Fahren. Moderne Systeme können den Menschen bereits in vielen Situationen unterstützen. Ersetzen können sie ihn jedoch nicht. Und auch wenn die Technik heute Erstaunliches leistet: Schlafen gehört nach wie vor nicht zu den empfohlenen Fahrmodi.





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