Marken + Nachrichten

27. Juli 2015

Volkswagen, Tesla, Porsche, Borgward, Renault, Continental.


VW-eUp-LadeinletElektrifizierte VW-Neuheiten: Für den neuen VW Polo, der voraussichtlich im März 2017 auf den Markt kommt, ist laut “Autozeitung” auch eine rein elektrische Version geplant. Im Juni 2017 startet zudem die Neuauflage des Luxus-Flaggschiffs VW Phaeton, die auch als Plug-in-Hybrid angeboten werden soll. Der neue Phaeton W12 wird laut dem Bericht nur noch als Mild-Hybrid angeboten und soll dank Rekuperation eine Verbrauchsersparnis von bis zu acht Prozent erzielen.
autozeitung.de

Neues von Tesla: Nach Informationen von “Autocar” wird Tesla sein Model 3 erstmals im März 2016 enthüllen und für die Premiere wie üblich ein eigenes Event veranstalten, statt den Genfer Autosalon zu nutzen. Der Verkaufsstart sei für Mitte 2017 geplant, die Reichweite des Tesla Model 3 soll bei bis zu 300 Meilen (480 Kilometern) liegen. Zum Model X sind derweil neue Videos im Netz aufgetaucht.
autocar.co.uk (Model 3), autoblog.com (Model X)

Ausblick auf Strom-Porsche im September: Der rein elektrische Porsche 717 alias Pajun soll als Studie bereits auf der diesjährigen IAA zu sehen sein. Wie berichtet dürfte auch Konzern-Mitstreiter Audi seinen “Tesla-Fighter” Q6 e-tron als Konzept mit nach Frankfurt bringen.
autobild.de

Borgward-SUV zur IAA: Die wiederbelebte Traditionsmarke liefert mit einem ersten Teaser-Foto einen Ausblick auf ihr SUV, das auf der IAA komplett enthüllt werden soll. Fest eingeplant ist angeblich auch ein Plug-in-Hybrid mit 50 Kilometern Strom-Reichweite.
autobild.de, motoring.com.au

Renault Alpine unter Strom: Wird Renault seinen neuen Alpine hybridisieren? Offenbar gut möglich, denn neue Erlkönig-Bilder zeigen den Sportwagen mit Not-Aus-Knopf und Blitz-Symbol.
autozeitung.de, worldcarfans.com

Updates für Conti Drive: Continental zeigt Ende August auf der Eurobike Neuerungen für seinen E-Bike-Antrieb. Er kann künftig auch mit ins Unterrohr integriertem Akku verwendet werden. Neu ist auch ein bluetoothfähiges Display, das auf die Rechenleistung von Smartphones zugreifen kann.
elektrobike-online.com


Zahl des Tages

Renault profitiert von Frankreichs Abwrackprämie.


Fast 5.000 Renault Zoe wurden laut “WirtschaftsWoche” in diesem Jahr bereits in Frankreich verkauft. Renault habe damit bisher am meisten von der Diesel-Abwrackprämie des französischen Staates profitiert. Auch die französischen Behörden und die Post bestellen offenbar fleißig Renault-Stromer.
wiwo.de


Forschung + Technologie

Fraunhofer LBF, FEV & RWTH Aachen, Georgia Tech, Teijin.


Ladeleistung wichtiger als Reichweite: Das Fraunhofer LBF hat die Langstreckentauglichkeit von E-Fahrzeugen untersucht. Fazit der Forscher: Für ein zügiges Vorankommen ist weniger die absolute Reichweite des Fahrzeugs als vielmehr die Leistungsfähigkeit der Ladeinfrastruktur entscheidend. Sowohl ein Praxistest als auch Modellrechnungen hätten dies bestätigt.
springerprofessional.de

Schnellere Antriebsentwicklung: Der Aachener Entwicklungsdienstleister FEV und der Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen der RWTH Aachen haben eine virtuelle Verbindung zwischen zwei räumlich getrennten Prüfständen realisiert. Dadurch können auch Kombinationen eines Hybridantriebs getestet werden, die mechanisch nicht kompatibel sind und erst umfangreich adaptiert werden müssten.
fev.com

Durchbruch für günstigere Brennstoffzellen? Forscher des Georgia Institute of Technology haben Nano-Würfel aus Platin entwickelt, die innen hohl sind und ultradünne Wände haben. Als Katalysator in den Elektroden von Brennstoffzellen könnten sie den Wissenschaftlern zufolge eine siebenfach größere Effizienz aufweisen als massive Platinstrukturen.
spektrum.de, greencarcongress.com, gatech.edu

CFK-Solarrenner: Die japanische Kogakuin Universität baut mit Unterstützung der Teijin-Firmen Toho Tenax und GH Craft ein Solarauto aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Der Leichtbau-Stromer soll im Oktober an der World Solar Challenge in Australien teilnehmen.
automobil-produktion.de, teijin.com


Zitate des Tages

Matthias Wissmann, Klaus Scherer, J.B. Straubel.


Matthias-Wissmann“Wir brauchen ein 10.000-Säulen-Programm, das zu 50 Prozent von der Wirtschaft und zu 50 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert wird.”

Fordert VDA-Präsident Matthias Wissmann, der mit rund 60 Prozent Anstieg bei den Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge hierzulande nicht zufrieden ist. Großbritannien käme im bisherigen Jahresverlauf auf mehr als 200, China gar auf über 500 Prozent Zuwachs. “Wir müssen uns noch mächtig anstrengen”, so Wissmann.
augsburger-allgemeine.de

anonym“An die reinen Elektrofahrzeuge glaube ich, so wie es aktuell diskutiert wird, nicht. Dafür fehlt komplett die Infrastruktur und auch weltweit die Rohstoffe für Batterien.”

Klaus Scherer, Vize-Betriebsrat bei ZF in Saarbrücken, betrachtet rein batterieelektrische Fahrzeuge aus den genannten Gründen sehr skeptisch. Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft ist für Scherer zumindest “eine Option”, aber auch im Verbrenner liege noch weiteres Verbesserungspotential.
magazin-forum.de

Jeffrey-B-Straubel“Wir wollen Autos nicht nur elektrifizieren. Wichtig ist auch, woher die Energie dafür kommt. Sie muss aus erneuerbaren Enegien stammen, um wirklich alle Vorteile ausspielen zu können, die wir uns vorstellen.”

Teslas Technik-Chef J.B. Straubel erklärt, warum es für die Kalifornier so wichtig ist, die heimische Erzeugung und Speicherung von Solarenergie möglichst schnell billiger zu machen als die Nutzung fossiler Energien: Dann gebe es kein Zurück mehr. Der “Tipping Point” komme innerhalb der nächsten zehn Jahre.
hybridcars.com


Flotten + Infrastruktur

Baden-Württemberg, Los Angeles, BYD, Queensland, Kiel.


Elektrifizierungspläne im Ländle: Baden-Württemberg hat im Rahmen des Mobilitätsgipfels ein Maßnahmenpaket gegen Stau, Feinstaub und Lärm beschlossen. Unter anderem soll das Netz an Ladesäulen weiter ausgebaut werden und der Anteil der Elektroautos am landeseigenen Fuhrpark auf zehn Prozent wachsen. Bis 2020 soll die Zahl von 200.000 E-Autos im Ländle erreicht werden.
baden-wuerttemberg.de

Teilen statt kaufen: Los Angeles startet im November ein dreijähriges Carsharing-Pilotprojekt in einkommensschwachen Stadtteilen mit 100 Elektro- und Hybridautos sowie mehr als 100 Ladestationen. Ziel des vom California Air Resources Board mit 1,6 Mio Dollar unterstützen Projekts: Weniger gut betuchte Bürger sollen durch die Gemeinschafts-Stromer auf den Kauf eigener Autos verzichten können.
nbclosangeles.com, labusinessjournal.com, greencarcongress.com

BYD-Stromer für Amerika: Der chinesische Hersteller liefert 50 Exemplare seines Elektro-Modells e6 nach San Diego, wo sie künftig für den Flughafentransfer eingesetzt werden sollen. Einen weiteren Auftrag erhielt BYD aus Südamerika: Die brasilianische Stadt Campinas kauft zehn Elektro-Busse.
electriccarsreport.com (San Diego), automotiveworld.com (Campinas)

Strom-Highway für Queensland: Der australische Bundesstaat Queensland will den rund 1.600 Kilometer langen “Bruce Highway” mit Solar-Schnellladestationen für Elektroautos ausrüsten lassen. Die erste Anlage soll in Townsville installiert werden.
theguardian.com

Der Kieler Hafen ersetzt zwei seiner Verbrenner durch zwei BMW i3. Die Anschaffung wurde im Rahmen des Projekts ePowered Fleets durch das Bundesumweltministerium gefördert. Das Öko-Institut wird die Nutzung der Stromer über einen Zeitraum von zwei Jahren wissenschaftlich begleiten.
portofkiel.com

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Service

Elektrifizierung im Bus-Markt, Induktives Laden.


Studien-Tipp: Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung SCI Verkehr machen Busse mit alternativen Antriebtechnologien bereits 6,8 Prozent der weltweiten Buslieferungen aus. Hybrid hat Erdgas überholt und rein elektrische Busse kommen dank üppiger Bestellungen aus China auf den dritten Platz. Diesen Trend zu ignorieren, wird den noch nicht aktiven Herstellern immer schwerer fallen.
nahverkehrs-praxis.de, sci.de (Studie, kostenpflichtig)

Lese-Tipp: Matthias Hohensee und Hannes Rügheimer widmen sich in ihrem Artikel dem induktiven Laden von Smartphones und Elektroautos. Sie fassen auch zusammen, welche Rolle die Induktiv-Spezialisten Witricity, Brusa und Qualcomm in den Plänen der einzelnen Autohersteller spielen.
wiwo.de


Rückspiegel

Bezahlbare Elektromobilität?


Pustekuchen! Die schleswig-holsteinische Stadt Geesthacht will zwei weitere Ladesäulen aufbauen und hat einen Antrag auf Förderung eingereicht. Doch die Verwaltung kassierte einen Korb. Begründung: Die Ladesäulen sind zu günstig. Die Stadt muss nun allen Ernstes die Kosten in die Höhe treiben, um den Mindest-Förderbetrag von 7.500 Euro zu erreichen.
bergedorfer-zeitung.de