Marken + Nachrichten

25. Juli 2016

Audi, Nissan, Samsung, EU, Solaris,Yangtse.


Audi-Q6-etron300x150Drei Elektro-Audis bis 2020: Rupert Stadler will kurz nach dem Elektro-SUV Q6 e-tron, das 2018 auf den Markt kommen soll, auch in der Kompaktklasse und der gehobenen Mittelklasse je ein Elektroauto platzieren. Bis 2025 soll der elektrische Anteil am Portfolio schon bei bis zu 30 Prozent liegen. Man kann nur hoffen, dass Audi Ernst macht. Alltagstaugliche Stromer mit vier Ringen gewinnen sicher viele markentreue Fans.
techfieber.de, finanznachrichten.de

Wächst der Leaf-Akku weiter? Gerüchten zufolge bekommt der Nissan schon 2017 das nächste Batterie-Upgrade. Eine Kapazität von 40 kWh steht im Raum. Wie schon bei der ersten Überarbeitung soll es die nächst kleinere Batterievariante weiterhin geben. Der 24-kWh-Akku würde wegfallen.
pushevs.com, cleantechnica.com

Samsung steigt bei BYD ein: Der Batteriebauer aus Südkorea kauft sich tatsächlich in den chinesischen E-Automarkt ein. Ein Grund für das Investment von 450 Mio Dollar in BYD sei die Streichung von Samsung von der staatlichen Zuliefererliste, berichtet „Automotive News“. BYD will das Geld nun zur Entwicklung und verstärkten Produktion von Batterien nutzen.
autonews.com, ecns.cn

EU-Kommission macht Druck beim Verkehr: Ein neues Maßnahmenpaket aus Brüssel zeigt Wege auf, wie die Länder zu dem geforderten emissionsärmeren Verkehr kommen. „Tankstellen“-Netze für Strom und Wasserstoff sollen stärker wachsen, bis November soll ein Rahmenplan stehen. CarSharing und CO2-arme Vehikel müssten gefördert, entfernungsabhängige Mautkonzepte eingeführt werden.
heise.de, auto-medienportal.net, europa.eu

E-Buskooperation für Indien: Solaris Bus & Coach und die indische JBM-Group haben ein Joint Venture zur Entwicklung und zum Vertrieb von Hybrid- & Elektrobussen auf dem indischen Markt gegründet. Schon in einem Jahr könnten erste polnisch-indische Modelle auf den Markt kommen.
elektroniknet.de, auto-medienportal.net

Chinesische E-Autos aus Marokko? Das chinesische Unternehmen Yangtse kündigt den Bau einer Fabrik für E-Busse und E-Autos in der marokkanischen Stadt Tanger an. Die Modelle sind für den dortigen Markt und für den Export vorgesehen, heißt es.
moroccoworldnews.com


Zahl des Tages

Kaufprämien-Anträge.


Ganze 1.234 Kaufprämien-Anträge sind bislang beim BAFA eingegangen, berichtet „Bild“. Sollte das Interesse auf diesem „verhaltenen“ Niveau verharren, würde der Prämientopf theoretisch bis über das geplante Ende 2019 hinaus bis 2032 reichen. Allerdings gehen wir alle miteinander davon nicht aus.
bild.de


Forschung + Technologie

BMW, Apple, Nissan, Formel E.


BMW-Batterieproduktion in Thailand? Die Münchner planen nach Angaben des thailändischen Industrieministers ab Mitte 2017 den Bau einer Fabrik für Plug-in-Hybridbatterien in Thailand. Mitte 2017 wäre Baustart für das 52-Mio-Euro-Projekt. BMW wollte noch keinen Kommentar dazu abgeben, verwies aber auf eine für heute geplante Stellungnahme.
der-farang.com, autonews.com

Apple-Car frühestens 2021? Bislang wurde das Elektromodell des Tech-Riesen immer im Jahr 2020 oder teils gar 2019 erwartet. Schwierigkeiten nach dem Abgang des Designchefs Steve Zadesky und technische Probleme scheinen den Start des „Project Titan“ aber zu verschieben. Wie immer gilt bei Apple jedoch: Die Gerüchte können etwas heißen, müssen es aber nicht.
theinformation.com (Bezahl-Content) via heise.de, macmania.at

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Sport-Leaf mit 48 kWh: Nissan-Ingenieure am Standort Barcelona haben sich in einem Feierabend-Projekt einen Renner auf Basis des Leaf gebaut. Dafür mussten u.a. die Rücksitze einem weiteren 24-kWh-Akkupaket weichen. Ziel ist der Start beim Effizienz-Motorsport-Event ECOseries.
tunerportal.de, autoblog.com, insideevs.com

BMW in WEC & Formel E? Laut Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich denkt BMW über eine Rückkehr in die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und damit auch nach Le Mans nach. Auch ein Einstieg in die Formel E sei möglich, aber erst, wenn „man ein Rennen mit einem Fahrzeug vom Start bis ins Ziel bestreiten kann“.
automobilwoche.de, handelsblatt.com


Zitate des Tages

Dieter Zetsche, Rupert Stadler, Ferdinand Dudenhöffer.


Dieter-Zetsche„Das ist wie mit der umgedrehten Ketchup-Flasche. Wenn man draufschlägt, weiß man, irgendwann kommt was raus. Du weißt nicht wann, aber wenn’s kommt, dann richtig. Dann ist es schlecht, wenn man nicht bereit ist.“

Daimler-Chef Dieter Zetsche will bei Elektroautos möglichst bald zur Konkurrenz aufschließen, allein schon um für einen möglichen schnellen Umbruch gewappnet zu sein. Daimler wolle die „Aktivitäten rund um die Elektromobilität deutlich ausweiten“ und habe dazu die „Planung erheblich anspruchsvoller gestaltet“, so Zetsche gegenüber der „WirtschaftsWoche“.
„WirtschaftsWoche“ Nr. 30 Seiten 16-22, wiwo.de (Kurzfassung)

rupert-stadler„2021 erwarte ich einen großen Schritt. Es wird aber bis dahin im Zwei-Jahres-Rhythmus schon Schritte geben. Im Moment planen wir mit einer elektrischen Reichweite von rund 500 Kilometern. Und ich bin sicher, wir werden bei der Reichweite nochmal zulegen.“

Audi-Chef Rupert Stadler sieht in den kommenden Jahren bei der Batterietechnologie größte Dynamik einziehen. Die Königsdisziplin in der Elektromobilität werde aber der Brennstoffzellenantrieb sein. Bis 2025 sei er ein „Muss“ für Audi. Die Infrastruktur werde ordentlich zulegen, hofft Stadler.
donaukurier.de

Ferdinand-Dudenhoeffer„In den neuen Ländern ist Elektromobilität nicht das große Thema. Die Ladeinfrastruktur ist löchriger und die Einkommen sind geringer. Im Osten wird sich auch in der Zukunft in Sachen E-Mobilität weniger tun.“

Ferdinand Dudenhöffer, Autoexperte der Hochschule Duisburg-Essen, erwartet innerdeutsche Unterschiede auf dem Weg zur Elektromobilität und sieht ein klares West-Ost-Gefälle. In dem ausführlichen Stück auf Basis der BAFA-Anträge kommt auch ein gewisser Peter Schwierz zu Wort.
welt.de


Flotten + Infrastruktur

USA, E-Wald, Neuwied, Sunstar Hotels, Fastned.


E-Offensive in den USA: Die Obama-Administration will kurz vor den Wahlen noch ein großes Maßnahmenpaket für mehr E-Autos auflegen. 4,5 Mrd Dollar schwere Kreditgarantien für neuartige Schnelllade-Infrastrukturen und nationale Ladekorridore sind geplant. Kommunen soll bei Flotten geholfen und die Marktumstellung mit segmentübergreifenden Initiativen beschleunigt werden.
greencarcongress.com, whitehouse.gov

E-Wald zu verkaufen: Das zum Jahresende auslaufende e-mobility-Projekt E-Wald macht den Weg frei für private Investoren. Die sechs an der GmbH beteiligten Landkreise beschlossen kürzlich, ihre Anteile zum Kauf anzubieten. Das Ziel von 150 realisierten Ladepunkten und 200 E-Autos wurde erreicht. Laut E-Wald-Chef Otto Loserth sei die Privatisierung schon länger geplant gewesen.
hogn.de

Superschnelllader in Neuwied: Die Stadtwerke Neuwied errichten in der Stadt in den kommenden Wochen zwei große Ladestationen mit einer Gesamtleistung von jeweils 200 kW. Acht Stellplätze sind davor geplant. Sie werden Teil des nationalen „Schnellladenetzes für Achsen und Metropolen“ (SLAM) und die Kosten von rund 70.000 Euro je Standort werden vom Bund mit bis zu 75 Prozent finanziert.
nr-kurier.de, lebendieges-neuwied.de

Hotelzimmer inkl. Autostrom: Sunstar Hotels aus der Schweiz verkündet, dass jetzt in sämtlichen Tiefgaragen seiner zwölf Standorte jeweils zwei Ladestationen zur Verfügung stehen. Diese können von Gästen mit Garagenplatz kostenlos genutzt werden.
lifepr.de

Preiskampf beim Schnellladen: Der niederländische Betreiber Fastned bietet den Autostrom an seinen 51 Schnellladern im Land nun für 19 Cent je kWh an – vorrausgesetzt man hat ein Abo für 24 Euro im Monat. Damit soll der Autostrom nicht teurer als im eigenen Hausstromtarif sein. Offenbar hat Fastned gewissen Druck, seine Schnellladestandorte mit Kunden zu füllen. Für die ist der Wettbewerb erfreulich.
fastned.de

— Textanzeige —
Summer-Sale-JobAds-NeuFachkräfte für Elektromobilität findet man nicht auf der Straße – sondern mit einer Stellenanzeige bei electrive.net. Und die gibt’s im Sommer besonders günstig! Für alle Schaltungen im Juli und August gilt unser SUMMER SALE. Damit gibt’s die Stellenanzeige M schon für 300 statt 499 Euro netto. Jetzt buchen und sparen! Alle Infos und SALE-Preise: electrive.net (PDF)


Service

Masterplan II, Connect Everywhere.


Lese-Tipp I und II: Mit dem jüngst vorgestellten Masterplan II will Tesla auch künftig an der Spitze der E-Mobilität fahren. Die Einschätzungen der Journalisten sind gespalten: Das „Manager-Magazin“ hält das für machbar, da die Ideen eigentlich weniger ambitioniert sind als früher. Die „Süddeutsche“ aber sieht den Vorsprung der Kalifornier schon bröckeln, die Konkurrenz werde diesmal kräftig mitmischen.
manager-magazin.de, sueddeutsche.de

Lese-Tipp II: Ist das Kabel- und Adapterset „Connect Everywhere“ für Tesla-Modelle nicht sicher? Für das Schweizer Bundesverwaltungsgericht gilt das als gegeben, weshalb es den Verkauf verboten hat – wegen gefährlicher Mängel und möglicher Brandgefahr. Bereits im Januar war das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) gegen vier andere Anbieter vorgegangen.
nzz.ch


Rückspiegel

Privatlader im Ural.


Was tun, wenn der Pendelweg über dünn besiedeltes Land zu weit für das eigene E-Auto ist? Einfach den Energieversorger um eine Ladesäule bitten! Das hat der russische Tesla-Besitzer Alexander Shavrin (sein Pendelweg: Perm-Jekaterinburg) getan und nun steht in der russischen Pampa nahe eines 5.000-Seelen-Örtchens die erste Autostrom-Tankstelle der Region.
jalopnik.com