Northvolt holt Europäische Investitionsbank mit ins Boot

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Northvolt hat sich eine Finanzierung von bis zu 52,5 Mio Euro von der in Luxemburg ansässigen Europäischen Investitionsbank gesichert, um eine Demonstrationslinie für die geplante Zellfertigung in Schweden zu errichten.

Kürzlich hatte auch die schwedische Energieagentur für das Vorhaben eine Förderung in Höhe von umgerechnet rund 15 Mio Euro zugesagt. Die Pilotlinie soll zusammen mit einer Forschungsanlage unter dem Dach von Northvolt Labs entstehen. Das Zentrum soll dazu dienen, Produkte und Prozesse gemeinsam mit Partnern und Kunden von Northvolt zu qualifizieren und zu industrialisieren.

Sitz der Einrichtung ist die schwedische Stadt Västerås. Northvolt Labs ist nach Angaben des Unternehmens ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung der geplanten Lithium-Ionen-Batteriefabrik in Skellefteå, die auf ein jährliches Produktionsvolumen von 32 GWh kommen könnte. Nothvolt schwebt vor, Batterien für das Transportwesen und zur Energiespeicherung zu fertigen und in Västerås künftig 300 bis 400 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Der Bau der Demonstrationslinie, um die es bei der Förderung durch die Europäische Investitionsbank und die schwedische Energieagentur konkret geht, soll in den kommenden Monaten beginnen. „Mit der Unterstützung der Europäischen Investitionsbank und der EU sind wir unserem Ziel, eine konkurrenzfähige europäische Wertschöpfungskette für Batterien zu etablieren, wieder einen Schritt näher gekommen“, sagt Peter Carlsson, ehemaliger Tesla-Manager und heute Geschäftsführer von Northvolt, anlässlich des grünen Lichts aus Luxemburg. Europa mache große Schritte in Richtung Elektrifizierung. „Nothvolts Ziel ist es dabei, die weltweit grünste Batterie zu bauen, um diesen Übergang möglich zu machen.“

Die Fortschritte in Schweden sind wohl das, was Maroš Šefčovič unter einer gelungenen Initiative versteht. Der EU-Energiekommissar hat dieser Tage mit drastischen Worten den Batteriebedarf in Europa skizziert – und eine gemeinsame Kraftanstrengung angemahnt. Mit Blick auf die von Northvolt in trockene Tücher gebrachte Finanzierung sagt er: „Ich begrüße die von der Europäischen Investitionsbank gefällte Entscheidung. Sie wird dabei helfen, dieses von der Industrie initiierte Projekt anzuschieben. Es ist wichtig alle verfügbaren Mittel auf nationaler und europäischer Ebene zu bündeln, so wie es bei InnovFin der Fall ist.“ InnovFin ist ein Programm der Europäischen Investitionsbank, das mehrere Finanzierungsinstrumente für Forschung und Innovation beinhaltet und in dem konkreten Fall zur Anwendung kommt.

Vor kurzem hat Northvolt auch Nutzfahrzeug-Hersteller Scania mit an Bord geholt. Zusammen wollen die beiden Unternehmen die Entwicklung und Vermarktung von Batteriezellen speziell für schwere Nutzfahrzeuge vorantreiben. Scania investiert 10 Mio Euro in die Kooperation, ein Teil der Summe soll wiederum auch in Northvolts oben genanntes Forschungszentrum fließen.
reuters.com, euractiv.com, northvolt.com

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