27.08.2018 - 12:46

CATL will 2019 mit Bau des Deutschland-Werks beginnen

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Der chinesische Batteriezellhersteller CATL will laut Europachef Matthias Zentgraf im kommenden Jahr die Arbeiten an seinem im Juli bestätigten Deutschland-Werk in Erfurt beginnen und erste Abteilungen aufbauen. Der Produktionsstart für die Zellen ist weiterhin für 2022 geplant. 

Das chinesische Unternehmen will am „Erfurter Kreuz“ unter anderem Lagerflächen anmieten und bereits die Abteilungen für Produktqualität und Prototypenentwicklung einrichten. Im Zuge des Werksaufbaus will CATL zudem auf hiesige Zulieferer setzen. Für die Serienfertigung der Zellen kämen auch Lieferanten aus Deutschland bzw. Europa in Frage. „Wir sind absolut offen, um über benötigte Maschinen, Ausrüstungen und Anlagen mit deutschen oder europäischen Lieferanten zu sprechen“, sagte Zentgraf der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dadurchen könnten neben den 600 Arbeitsplätzen von CATL weitere durch Zulieferer in Erfurt entstehen.

Anfang Juli bestätigte CATL, was electrive.net bereits einen Monat zuvor vermeldete: Die Errichtung des ersten Batteriezellen-Werks von CATL außerhalb Chinas in Thüringen. Die Produktionsstätte in Erfurt wird auf eine Kapazität von 14 GWh pro Jahr ausgelegt sein. Laut Pressemitteilung hat sich Batterie-Senkrechtstarter CATL für Deutschland entschieden, um die Nähe zu Kunden zu gewährleisten, Automobilhersteller in Deutschland – genannt werden BMW, Daimler und VW – vor Ort hergestellte Lösungen anbieten zu können und europäische Kenntnisse in der Batterieherstellung einzubeziehen. Kurz bevor CATL den Standort bestätigte, verkündete BMW einen eine Milliarde Euro schweren Auftrag an die Chinesen. Die Bayern werden darüber hinaus durch das Joint Venture mit Brilliance indirekt sogar CATL-Anteilseigner.
n-tv.de, faz.net (Paywall)

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2 Kommentare zu “CATL will 2019 mit Bau des Deutschland-Werks beginnen

  1. EdgarW

    Zitiere aus dem ersten Satz: „Der chinesische Batteriehersteller CATL will…“

    CATL ist kein Batterie-, sondern ein Akkuzellen-Hersteller. Ich finde es wichtig, das zu unterscheiden, denn es wird fast immer nur von „Batterieherstellern“ oder sogar auch von „Akkuherstellern“ geschrieben, man muss dann stets genau hinsehen (wenn die Info überhaupt zu finden ist, andernfalls gar selbst noch recherchieren), um herauszufinden, ob es im jeweiligen Artikel um Akku- oder Batterie-Herstellung geht.

    Im Fall von Akkus ist eine Batterie dann ein Paket von zusammengeschalteten Akkuzellen (oben wird auch „Batteriezellen“ formuliert, IMHO erneut irreführend), üblicher Weise mit Ladesteuerung, Schutzschaltung, Gehäuse, evtl. thermischer Regulierung etc. Dieses fertigt CATL meines Wissens nicht, bei der angesprochenen Fabrik geht es jedenfalls definitiv um Zellen. Was im zweiten Satz ja auch wiedergegeben ist.

    Ja, im Englischen werden Akkuzellen üblicher Weise als „battery cells“ bezeichnet, das muss man so aber nicht übernehmen, der Genauigkeit zuliebe.

    Zum Inhalt: Gut, dass es jetzt endlich in D mit ernsthafter Akkuzellenherstellung losgeht. Dass Investition und Technologie chinesischer Herkunft sind, ist erstmal verschmerzbar. Ich hoffe doch sehr, dass bald auch Werke mit eurpäischen Genen entstehen. In Europa natürlich, aber man sieht ja an diesem Beispiel, dass es sich offenbar lohnt, die Akkuzellen nah den Abnehmenden (Auto-)Produktionsstandorten zu produzieren.

    • EdgarW

      Jetzt hab ich mich selbst vergalloppiert beim Formulieren, das Ende des ersten Absatzes sollte besser lauten:

      „ob es im jeweiligen Artikel um Akkuzellenherstellung oder die Herstellung kompletter Batteriesysteme (aus eigen- oder Fremdzellen) geht“

      Asche auf mein Haupt 😀

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2018/08/27/catl-will-2019-mit-bau-des-deutschland-werks-beginnen/
27.08.2018 12:34