05.10.2018 - 19:13

Duisburg eröffnet HPC-Schnellladepark im Stadtgebiet

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Die Stadtwerke Duisburg und der Ladespezialist Innogy haben einen HPC-Ladepark in Duisburg errichtet, der auf Porsches flüssigkeitsgekühlter 800-Volt-Technologie basiert und von den Autobahnen 42 und 59 schnell erreichbar ist.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Der Standort auf einem etwa 1.000 Quadratmeter großen Gelände im Norden der Stadt ist mit Bedacht gewählt. Er liegt in unmittelbarer Nähe von besagtem Autobahnkreuz (Duisburg-Nord), aber explizit innerhalb der Stadtgrenzen, da nicht allein die Versorgung von E-Autofahrern auf den Autobahnen das Ziel ist, sondern auch Bewohner ohne Stellplatz dazu ermutigt werden sollen, auf E-Autos umzusteigen. Das Prinzip lautet deshalb: Schnellladeparks zu den Stadtbewohnern, vor allem in Großstädte, wo nur die Minderheit über eine eigene Garage verfügt.

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Nun zu den technischen Daten: Der Ladepark umfasst vier DC-Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung sowie eine Pufferbatteriestation mit 210 kWh Kapazität. Das Projekt ist in ein intelligentes Energiemanagementsystem eingebettet. So liefert ein 180 Quadratmeter großes Solardach 26.000 kWh Ökostrom im Jahr, der in der Batterie zwischengespeichert werden kann, wodurch sich die Netzbelastung reduziert. Die Schnellladesäulen haben Porsche und Delta beigesteuert, der Batteriespeicher stammt von Belectric.

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Innogy hat den Park zusammen mit den Stadtwerken im Rahmen seines Programms „Elektromobilität in Metropolen – Schnelles Laden für den urbanen Alltag“ entwickelt. Der Pilotbetrieb wird nun wissenschaftlich begleitet werden, um zu sehen, ob die Rechnung mit dem innerstädtischen Schnellladepark aufgeht.

Update 09.01.2019: Bereits vor einigen Wochen wurde der Probebetrieb gestartet. Aus dem Realbetrieb sollen nun weitere Erkenntnisse für die Praxis folgen. Durch die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts wollen die Betreiber wichtige Erkenntnisse gewinnen, um das Konzept an weiteren Standorten umzusetzen.

Update 06.02.2020: Innogy zieht nach dem ersten Betriebsjahr des Schnellladeparks eine positive Bilanz. Nach mehr als 3.000 Ladevorgängen mit insgesamt 26.000 kWh abgegebenem Ökostrom sagt Elke Temme, Geschäftsführerin von Innogy eMobility Solutions: „Wir können hier an allen Chargern gleichzeitig mit voller Leistung laden, ohne dass der Netzanschluss überlastet wird.“ Der Ladepark sei damit gut auf die Zukunft mit schnellladenden E-Autos vorbereitet. Zu diesem Fazit kommt die Geschäftsführerin nicht nur dank der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Innogy hat den Ladepark jüngst auch einem Stresstest ausgesetzt, um das Energiemanagement des Systems zu prüfen. Unter anderem wurden bei entladener Pufferbatterie alle Ladepunkte gleichzeitig strapaziert, wodurch erst die Schnelllader und anschließend der gesamte Ladepark in den Standby-Modus schaltete – das gewünschte Ergebnis, um einer Netzüberlastung zuvor zu kommen.

Im Gespräch mit electrive.net-Redakteur Sebastian Schaal hatte Elke Temme bereits im August angedeutet, dass die in Duisburg gewonnenen Erfahrungen genutzt werden können, falls Innogy weitere solcher Ladeparks baut – oder Kunden berät, die sich für eine solche Lösung mit DC-Ladern, AC-Säulen, Solardach und Batteriespeicher interessieren. Wörtlich sagte sie: „Unter dem neuen Dach (damit ist E.ON gemeint, Anm. d. Red.) könnte ich mir vorstellen, dass in diesem Bereich künftig auch Gesamtlösungen angeboten werden.“ Zum vollständigen Interview geht es hier.
innogy.com, innogy.com (Update 09.01.2019), news.innogy.com (Update 06.02.2020)

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8 Kommentare zu “Duisburg eröffnet HPC-Schnellladepark im Stadtgebiet

  1. Christian

    Ich bin ja gespannt, wo der Park hinkommt. Es ist übrigens die A59, nicht A58.

    • Wursto

      der steht schon da – gegenüber von ikea

  2. Stefan L

    Wann soll die eröffnung sein?

  3. gerd

    tja in der Stadt braucht es Steckdosen überall. egal wie langsam die sind. siehe Bahnpendler.

  4. Vomer

    Sehr gut!
    Insbesondere:
    „[…] da nicht allein die Versorgung von E-Autofahrern auf den Autobahnen das Ziel ist, sondern auch Bewohner ohne Stellplatz dazu ermutigt werden sollen, auf E-Autos umzusteigen.“

    Das ist so wichtig und richtig! Wird aber leider von vielen Städten und Stadtwerken komplett falsch eingeschätzt.

  5. StromSchleuder

    Also wenn ich das Ladelog auf Goingelectric lese, dann ist das ja jetzt kein Vorzeigeladeplatz in Sachen Service von Innogy.

    • Andy_Be_Scheuer_t

      Kein Wunder, im Pott ist in Puncto e-Mobilität auch nicht viel los, da sind alle anderen Regionen von old stupid Teutonia schon weiter.

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05.10.2018 19:11