11.01.2019

ALEC: Kurzvorstellung des IKT EM III-Projekts

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Beim Forschungs- und Entwicklungsprojekt „ALEC“ aus dem Technologieprogramm IKT für Elektromobilität III geht es um die wirtschaftliche Elektrifizierung von Flughafenfahrzeugen. Zielstellung ist die Entwicklung von elektrischen Spezialfahrzeugen, welche für alle anfallenden Arbeitsaufgaben auf dem Flughafenvorfeld geeignet sind. 

Rund 15.000 Fahrzeuge sind auf den Vorfeldern deutscher Flughäfen in Betrieb. Knapp die Hälfte davon sind Spezialfahrzeuge, die beispielsweise der Wasser-, Benzin- und Stromversorgung der Flugzeuge oder dem Gepäcktransport dienen. Sie müssen in Überkapazität vorgehalten werden, um die Nachfrage in Spitzenzeiten bedienen und jederzeit optimale Sicherheit gewähren zu können. Das macht ihre Elektrifizierung bisher unwirtschaftlich. Das Forschungsprojekt „ALEC“ (Alternation * Light * Electric * Construction) entwickelt und erprobt ein exemplarisches Konzept, um das zu ändern.

Der Ausgangspunkt dieses Konzeptes ist das Prinzip des Einsatzwechsels, das sich als Logistikinnovation in kommunalen Arbeitsflotten bewährt hat: Auf ein Trägerfahrzeug, das über ein Wechselsystem verfügt, wird je nach Bedarf ein anderes Gerät montiert. So kann eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsaufgaben von nur einem Grundfahrzeug erledigt und die Zahl der Ein-Zweck-Fahrzeuge reduziert werden. Drei Batterie-elektrisch angetriebene universelle Geräteträger mit Multispannungswandlern und fünf verschiedene elektrifizierte Arbeitsgeräte zu bauen, deren flexibler Einsatz ab Ende 2020 auf dem Flughafen Erfurt-Weimar erprobt wird, ist das Ziel von „ALEC“.

Die Arbeitsgeräte werden offene Schnittstellen zur mechanischen, energetischen und IKT-seitigen Anbindung haben und mit allen Geräteträgern über eine einheitliche Nutzeroberfläche kompatibel sein. Das ermöglicht ein intelligentes Einsatz- und Lademanagement der gesamten Flotte. Die Fahrzeuge erfassen ihren Standort und dessen Umgebung sensorbasiert, wodurch sie für eine prädiktive und später autonome Fahrsteuerung gerüstet sind.

Zum Konsortium des Projekts gehören neben der Hako GmbH die ACTIA I+ME GmbH, der Flughafen Erfurt-Weimar, das Fraunhofer-Institut IOSB, die MEG Mechanik GmbH, die Navimatix GmbH und die Karosseriewerk Ostermann GmbH. Um die Projektkoordination kümmert sich die INNOMAN GmbH. Im Erfolgsfall könnte sein Konzept nicht nur die Lärm- und Schadstoffemissionen auf dem Flughafenvorfeld erheblich reduzieren, sondern den Flughafenbetreibern auch neue finanzielle Spielräume eröffnen, weil sie nur noch höchstens halb so viele Vorfeldfahrzeuge anschaffen müssten wie heute.

Weitere Informationen finden Sie unter alec-online.de




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11.01.2019 17:16