14.02.2019 - 11:44

Ionity rüstet Tritium-Standorte für 350-kW-Laden um

ionity-circle-k-ladestation-charging-station-denmark-daenemark

Ionity rüstet seine Tritium-Standorte mit flüssigkeitsgekühlten Kabeln aus, womit diese künftig Ladeleistungen von bis zu 350 kW ermöglichen können. Der erste Standort mit den neuen Kabeln wurde kürzlich im dänischen Nyborg eröffnet, wie Ionity gegenüber electrive.net bestätigt hat. 

Bislang sind die High Power Charger des australischen Herstellers Tritium auf eine Stromstärke von 200 Ampere begrenzt, womit Ladeleistungen von bis zu 80 kW (Fahrzeuge mit 400-V-Bordnetz) bzw. 160 kW (bei 800 V) möglich sind. Hintergrund sind die bislang noch fehlenden flüssigkeitsgekühlten Kabel.

Im vergangenen Jahr hatten einige Nutzer bemerkt, dass die Ionity-Standorte mit Tritium-Ladern nicht mehr als 80 kW zuließen. Auf Nachfrage erfuhr electrive.net, dass die Australier das flüssigkeitsgekühlte Kabel noch nicht verbauen konnten. Wann sich das ändern würde, war zum damaligen Zeitpunkt unklar. Jetzt ist es so weit: Tritium wird alle entsprechenden Standorte nach und nach umrüsten. Dies betrifft nicht nur das Kabel, sondern auch die Stecker. Denn beide Komponenten bilden eine Einheit. Kabel und Stecker werden von Phoenix Contact geliefert.

Übrigens konnten alle Ionity-Ladeparks mit High Power Chargern von ABB bereits von Beginn an die volle Ladeleistung von bis zu 350 kW für Elektrofahrzeuge mit 800-Volt-Bordnetz bzw. 175 kW bei 400 Volt bereitstellen. Dort sind von Beginn an die flüssigkeitsgekühlten Kabel von Huber+Suhner verbaut.

Fehlen also nur noch die Elektroautos, die derart hohe Ladeleistungen jenseits der 150 kW verarbeiten können. Als erstes Modell wird dazu der Porsche Taycan in der Lage sein, der nach unseren Informationen anfangs mit einer DC-Ladeleistung von bis zu 250 kW auf den Markt kommen wird.

– ANZEIGE –



Stellenanzeigen

Vertriebsmitarbeiter eMobility (m/w/d)

Zum Angebot

Technischer Planer eMobilität (m/w/d)

Zum Angebot

Monteur (m/w/d) für Elektromobilität

Zum Angebot

9 Kommentare zu “Ionity rüstet Tritium-Standorte für 350-kW-Laden um

    • TL431

      Ein e-tron oder I-Pace auch

  1. Niki

    Flüssigkeitsgekühlte Kabeln sind ja nicht sehr sinnvoll. Was hier gekühlt wird sind Verlustleistungen. Diese sollten aber gar nicht erst entstehen, bzw. so gering sein, das sie vernachlässigbar sind. Alles nur eine Sache intelligenter Konstruktion. Kühlen ist halt einfacher…

    • Lennart

      Wenn das so einfach wäre, würde man es machen. Ich möchte dich mal sehen wie du mit einem ungekühlten Kabel hantierst, welches 500A dauerhaft ohne übermäßige Erwärmung verträgt.

      • Niki

        Wieso soll ich mit einem 500A Kabel hantieren? Hier fängt der Unsinn schon an. Es geht ja nicht darum, möglichst hohe Ströme zu übertragen, was zählt ist ausschließlich die Leistung. P= U x I
        Erhöht man die Spannung, braucht man keine großen Ströme, die Kabel können dünn sein und werden auch nicht warm.
        So wird auch bei Überlandleitungen der Strom über 1000e Km transportiert. Würde man hier auch mit Kleinspannungen und 500A arbeiten…..na gute Nacht…..unvorstellbar!

        • Max

          Die höchste Spannung, die auf absehbare Zeit realisierbar erscheint, ist 1500 V, denn das ist die maximale DC-Niederspannung nach DIN EN 50160. Darüber dürfte die Bedienung von Steckern für Nicht-Elektrofachkräfte untersagt sein. Wenn die Spannung noch einmal von 800 V auf 1500 V rund verdoppelt wird, halbieren sich die Ströme. Wenn wir aber zukünftig das Laden mit 700 kW erreichen möchten (was bei entsprechend großen Batterien von 200+ kWh möglich erscheint), kommen wir erneut nicht um flüssigkeitsgekühlte Kabel herum. Es sind nur Personen wie Sie, die behaupten, dass E-Mobilität einfach wäre.

    • Philipp

      Das ist ja eine gewalltige Ignoranzleistung so einen (*Wort gelöscht, bitte belieben Sie sachlich. die Redaktion) zu behaupten. Jedes Kabel hat einen Widerstand. Die Ladekabel sind üblicherweise aus Kupfer. Kupfer hat unter den bezahlbaren Materialien (Silber ist halt etwas teuer) mit den geringsten Widerstand. Wenn man da nun 500A durchtreibt fallen verluste an. Die einzige Möglichkeit diese zu reduzieren, ist es den Querschnitt des Kabels zu erhöhen. Kupfer ist aber recht schwer und begrenzt biegbar. Ab einem gewissen Querschnitt ist das ganze für den Durchschnittsmenschen nicht mehr handhabbar. Wenn man dann trotzdem dauerhaft hohe Ströme übertragen will braucht man Kühlung. Bei solche hohen Leistungen reichen ja schon minimale (prozentuale Verluste) um sehr viel Wärme zu erzeugen.

      • Niki

        Hier will schon wieder jemand 500A durch ein Kabel treiben. Das ist leider der falsche Weg und mit großen Verlusten verbunden, die notwendige Kühlung braucht noch zusätzlich Energie!!!
        Eine sinnvolle Möglichkeit wäre zum Beispiel die Spannung zu erhöhen, dann braucht man keine 500A mehr.
        Die Aussage, dass jeder Leiter einen Widerstand hat, stimmt leider auch nicht. *** (Unterstellung gelöscht, bleiben Sie bitte sachlich! Die Redaktion) Seit mindestens 2014 sind bereits Supraleiter bekannt, die schon bei Raumtemperatur funktionieren.
        Es gibt natürlich noch weiter Möglichkeiten, große Leistungen zu übertragen. Die ständige Erhöhung der Stromstärke mit Kupferkabel, wie es derzeit noch passiert, ist leider unzweckmäßig und hat keine Zukunft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/02/14/ionity-ruestet-tritium-standorte-fuer-350-kw-laden-um/
14.02.2019 11:44