Der Vision iV – Škodas erstes E-Modell auf MEB-Basis

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Škoda zeigt auf dem Genfer Autosalon mit dem Vision iV einen seriennahen Ausblick auf sein erstes Elektromodell auf Basis des Volkswagen-Konzernbaukastens MEB, das 2020 auf den Markt kommen soll. Die Daten zu Antrieb und Batterie decken sich mit denen des Audi Q4 e-tron concept.

So wird das viertürige Crossover-Coupé von zwei Elektromotoren angetrieben, die eine Systemleistung von 225 kW auf die Straße bringen. Je an Vorder- und Hinterachse montiert, machen sie den Vision iV zum Allradler, der es in der Spitze auf 180 km/h bringt. Seine Sprintfähigkeiten stellt das Modell in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h bzw. in unter 4 Sekunden von 80 auf 120 km/h unter Beweis. „In der Beschleunigung erreicht dieses Konzeptfahrzeug die höchsten Dynamikwerte, die wir bislang bei einem Škoda erlebt haben“, kommentiert Christian Strube, Škoda-Vorstand für Technische Entwicklung.

Die maximale Reichweite der sportlich daher kommenden Škoda-Studie beträgt bis zu 500 Kilometer im WLTP-Zyklus. Garant dafür ist eine im Unterboden verbaute, flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie mit 83 kWh, die sich laut der tschechischen VW-Tochter in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Speicherkapazität aufladen lässt.

Der Vision iV teilt sich viele optische Merkmale mit der von Škoda bereits 2017 präsentierten E-Auto-Studie Vision E. Vor allem beim Innenraum haben die Ingenieure viele Designelemente aufgegriffen bzw. weiterentwickelt. Doch der Reihe nach, schauen wir erstmal nach den Maßen des Crossover-Coupés: Bei 4,66 m Länge, 1,93 m Breite und 1,61 m Höhe weist der Stromer für Škoda-Verhältnisse neue Proportionen auf, die sich vor allem in einer kurzen Haube und langem Passagierabteil manifestieren. Als moderne optische Elemente hat der Hersteller im „Gesicht“ des Fahrzeugs eine horizontalen Lichtleiste und einen abgedeckten Grill eingefügt. Außerdem verzichtet er bei den Türen auf Griffe und setzt Kameras anstelle klassischer Außenspiegel ein. „Dieses reduzierte Design steht symbolisch für die einfache Bedienung unserer Elektrofahrzeuge. Illuminierte Elemente und die neue Lichttechnik setzen darüber hinaus spannende optische Akzente“, unterstreichen die Tschechen.

Ausrufezeichen im Innenraum setzt Škoda nach eigenen Angaben mit der Anordnung von Instrumententafel und Mittelkonsole in verschiedenen Lagen und Ebenen sowie einem scheinbar schwebenden Bildschirm. Drehbare Sitze deuten zudem die autonomen Fahrfähigkeiten des Stromers an. Und die betont der Hersteller gerne: Der Vision iV ermögliche autonomes Fahren auf Level 3, sei also in der Lage, u.a. auf Autobahnen die Steuerung zu übernehmen und selbstständig mit anderen Fahrzeugen zu kommunizieren. Er könne darüber hinaus bereits mit Infrastruktureinrichtungen wie Verkehrsleitzentralen kommunizieren, heißt es in einer begleitenden Pressemitteilung.

Was das Infotainment angeht, spricht Škoda schließlich von einem System der neuesten Generation, das ebenso Zugriff auf mobile Dienste des Herstellers wie Sprachsteuerung und Vernetzungsleistungen ermöglicht. So kann die Studie z.B. via Smartphone – also per digitalem Schlüssel – geöffnet und geschlossen werden.
skoda-storyboard.com

2 Kommentare

zu „Der Vision iV – Škodas erstes E-Modell auf MEB-Basis“
Didi W.
06.03.2019 um 08:03
Cross Over Coupe Wer braucht sowas v.a. als e-Modell?
Manfred Stummer
06.03.2019 um 19:01
Schon wieder so ein klassisches "Einsteigerfahrzeug für E-Mobilisten"! Verbrauch, Gewicht und Preis wahrscheinlich jenseits von Gut und Böse.Mit diesem Fahrzeug wird trotzdem, zumeist nur 1 Person mit vielleicht 70 kg Gewicht, von A nach B fahren.Beim "Dazulernen" haben die Autobauer immer noch große Probleme.

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