13.04.2019 - 10:52

Polestar 2 wird im chinesischen Luqiao vom Band laufen

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Zum China-Debüt des Polestar 2 in Shanghai hat Volvos Elektroauto-Marke Polestar nun auch den Produktionsstandort des Stromers bekanntgegeben: Das vollelektrische Modell wird ab Anfang 2020 in Luqiao in der chinesischen Provinz Zhejiang vom Band laufen.

Das Werk gehört Geely und wird offiziell von Volvo Cars betrieben. Konkret werden dort künftig verschiedene Modelle der Marken Volvo und Lynk & Co gefertigt, die wie der neue Polestar 2 auf der kompakten Modular-Architektur (CMA) aufbauen. Der Polestar 2 ist dabei das erste Fahrzeug auf der modularen Plattform, das über einen vollelektrischen Antriebsstrang verfügt. „Die Möglichkeit, den Polestar 2 im Werk Luqiao in China zu produzieren, zeigt die klaren Synergien unserer Eigentümerstruktur und verschafft uns einen großen industriellen Vorteil“, kommentiert Polestar-CEO Thomas Ingenlath die Standortentscheidung.

Ende Februar hatte Polestar sein erstes Volumenmodell offiziell vorgestellt. Der vollelektrische Polestar 2 wird von zwei E-Motoren angetrieben, die zusammen 300 kW leisten, und verfügt über eine Akku-Kapazität von 78 kWh, die eine WLTP-Reichweite von 500 km ermöglichen soll. Als erste Zielmärkte nennt Polestar China, die USA, Kanada, Belgien, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien. Dazu passt die Neuigkeit, dass die weltweit erste Geschäftspräsenz – ein sogenannter Polestar Space – im norwegischen Oslo entstehen wird. Die Eröffnung des ersten Stores in China ist für das dritte Quartal 2019 geplant. Rund 20 Polestar Spaces werden dann im Laufe des nächsten Jahres in elf chinesischen Städten folgen – und damit etwa ein Drittel aller in nächster Zeit weltweit vor der Eröffnung stehenden Polestar Spaces ausmachen.

Bezogen auf den deutschen Markt und die dortigen Steuern nennt das Unternehmen für die Basis-Version des Polestar 2 (die übrigens nur über einen E-Motor und einen kleineren Akku verfügen wird) einen Preis von 39.900 Euro. Im ersten Jahr der Produktion wird allerdings nur eine 59.900 Euro teure „Launch Edition“ angeboten. Der Abonnementpreis soll nach Herstellerangaben zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden. Vorbestellungen und die späteren Bestellungen sind nur online möglich. In Produktion geht der Polestar 2 nur wenige Monate nach dem Plug-in-Hybrid Polestar 1, dessen Fertigungsstart einer früheren Meldung zufolge für Mitte dieses Jahres geplant ist.
polestar.com

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3 Kommentare zu “Polestar 2 wird im chinesischen Luqiao vom Band laufen

  1. Bodo

    Für mich sieht das so aus als habe sich Geely nun doch endlich das Volvo Know-How einverleibt um teure Autoa aus China zu vertreiben. Mal schauen wie lange in Schweden noch produziert wird. Sollte das tatsächlich so kommen, wäre damit das Misstrauen vieler, den chinesischen Investoren gegenüber, letztendlich doch gerechtfertigt gewesen… Ich kann mich über solche Nachrichten nicht freuen…

    • Manfred Stummer

      Hallo Bodo, für mich ganz klar eine der Folgen welche die europäischen Autobauer selbst verbockt haben mit ihrem sturen Festhalten am Verbrennungsmotor.
      Ein wirkliches Umdenken ist immer noch nicht in Sicht.
      Zu sehen auch bei Daimler mit dem Smart, unfähiger geht wohl kaum!
      Das wirkliche Problem liegt bei den deutschen Autobauern und nicht bei den Chinesen.

      Anstatt das Problem endlich richtig anzupacken legen sich der VDA, die Autobauer und die Autozulieferer immer noch quer und träumen von Mild Hybrid, Plug-In- Hybrid und Brennstoffzelle (hier werden seit Jahrzehnten großzügig Fördergelder ausgeschüttet und ebenso gerne angenommen!).

      Das BEV kann man vergleichen mit den PV-Modulen: Während in Deutschland die Stromproduktion gefördert wurde und die Hersteller die Preise für die „Goldene Nase“ viel zu lange hochgehalten haben (das Ergebnis kennen wir zu gut) wurde in China die Produktion der Module gefördert. Jedenfalls zum Wohle der Umwelt und des Geldbeutels.

      Jetzt stehen wir da und jammern, anstelle endlich die Ärmel hoch zu krempeln und gemeinsam, ohne „Wenn und Aber“ zur E-Mobilität zu stehen.

      „Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an wohin uns die Normalen gebracht haben.“ – George Bernard Shaw

  2. bev

    Das war für Geely der einfachste Weg auf den europäischen und weltweiten Markt.

    China … Polestar 2 … Google wird wohl kaum im Fahrzeug sein, aber was dann? Vermutlich werden wir es in Shanghai sehen?

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13.04.2019 10:52