EnBW prüft Miete von 14.000 Elektroautos für Mitarbeiter

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Der Energieversorger EnBW plant laut einem Medienbericht, ab dem kommenden Jahr bis zu 14.000 seiner Mitarbeiter E-Autos zur privaten Nutzung zur Verfügung zu stellen und sondiert hierfür nun mit einer Ausschreibung den Markt.

Entsprechende Angebote der EnBW an die Mitarbeiter gab es bereits in diesem und im vergangenen Jahr, jedoch mit deutlich kleineren Stückzahlen von 180 bzw. 150 Fahrzeugen. Dabei handelte es sich um ein Leasing des BMW i3 für ein oder zwei Jahre bzw. beim e-Golf ein Leasing für drei Jahre per Gehaltsumwandlung. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ schreibt, sei die Nachfrage aber enorm gewesen – alleine auf die 180 i3 habe es 500 Anfragen gegeben.

Aus diesem Grund prüft der Konzern, ob von Mai 2020 an jedem Mitarbeiter ein solches Angebot gemacht werden könne. In der Bekanntmachung heißt es, man plane im ersten Schritt 14.000 berechtigten Mitarbeitern „rein vollelektrische Automobile zur privaten Nutzung zur Verfügung zu stellen, um dadurch die unternehmensstrategische Ausrichtung (CO2-Reduktion, Elektromobilität etc.) zu unterstützen und gleichzeitig den Mitarbeitern den Einstieg in die Elektromobilität dauerhaft und attraktiv anzubieten“.

Gegenüber den ersten beiden Aktionen hat das neue Vorhaben eine ganz andere Dimension. Offen ist noch, wie viele Mitarbeiter tatsächlich ihr Interesse bekunden – dazu ist noch bis zum 16. September Zeit. Unklar ist zudem, welche Modelle angeboten werden sollen. „Wir sondieren den Markt, um Vertragspartner für ein attraktives E-Auto-Paket zu finden“, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Zeitung. „Wir wollen wissen, ob es Firmen gibt, die uns eine größere Stückzahl zur Verfügung stellen können.“ Davon hänge auch ab, ob und in welchem Umfang es eine Elektroauto-Aktion gebe.

Laut der Ausschreibung ist EnBW offen für andere Finanzierungsmodelle: Dort heißt es, „die möglichen Ausgestaltungsvarianten können von Vermittlungs-Leasing, Leasing über Entgeltumwandlung, bis hin zu Miet- und Abonnement-Modellen“ reichen.

Bei den bisherigen Aktionen hat die EnBW mit dem Autovermieter Sixt und dem Hersteller BMW zusammengearbeitet. Wie teuer das Leasing damals für die Mitarbeiter war, wollte der Energiekonzern nicht nennen. Dem Bericht zufolge lagen die Monatsraten jedoch näher an denen eines Gewerbe- denn eines Privatleasings. Eine Einmalzahlung habe es nicht gegeben.
stuttgarter-zeitung.de, europa.eu (Ausschreibung)

2 Kommentare

zu „EnBW prüft Miete von 14.000 Elektroautos für Mitarbeiter“
Holger Ahlvers
15.08.2019 um 11:13
14000 E-Autos bei 22000 Mitarbeitern! https://de.statista.com/statistik/daten/studie/180915/umfrage/mitarbeiterzahl-von-enbw-seit-2006/Da soll mal einer sagen der Bedarf ist nicht da ;-) Weiter so!
Christian
15.08.2019 um 12:55
Was für eine super coole Idee! FIrmenwagen für Mitarbeiter als Gehaltsmodel bzw. Gehaltsumwandlung gibt es bei vielen innovativen Unternehmen schon lange! Neu und eben einen super coole Idee ist dies mit eAutos zu tun!!!Einen WIN-WIN-Situation für beide Seiten.Warum?- Günstiger kann ein Mitarbeiter nicht an ein neues eAuto kommen - Für den Unternehmer ist dies mit wirtschaftlichen/steuerlichen Anreizen verbunden - Nachhaltigkeitspreis 2020 ist gesichert - Eine gewisse Mitarbeiterbindung ist dadurch auch gegeben - Firmenwagen bekommt eben nicht jeder von seinem Arbeitgeber angeboten ;-) hier scheinbar schon!Für den Hersteller, der hier ein passendes Großkonzept auflegen kann, der wird auch von anderen Kunden augesprochen. Beim "War for Talents" werden solche Angebote letztlich den Sieger ausmachen!!!Glückwunsch zu dieser super coolen Idee!

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