25.09.2019 - 18:21

Hans-Joachim Rothenpieler über Elektromobilität bei Audi

Der Entwicklungsvorstand spricht im Video-Interview auch über Probleme mit Ladeinfrastruktur

Im VW-Konzern bricht die Ära der Elektromobilität an. Gilt das auch für Audi? Wo steht der Hersteller im Hinblick auf Plug-in-Hybride, reine BEVs und die Ladeinfrastruktur? All das haben wir mit Audi-Entwicklungsvorstand Hans-Joachim Rothenpieler auf der IAA besprochen – und teils überraschend selbstkritische Antworten bekommen.

„Wir müssen elektrisch performen“, sagt Hans-Joachim Rothenpieler im Video-Interview mit electrive.net, aufgezeichnet mit freundlicher Unterstützung von P3 automotive auf der IAA in Frankfurt. Der e-tron sei auf der Straße, Audi lege nach mit dem Sportback und anschließend komme der GT. Schließlich rollen Audi-Stromer auf MEB– und PPE-Basis auf die Straße. Dennoch macht der Audi-Entwicklungsvorstand im Gespräch mit electrive.net-Chefredakteur Peter Schwierz klar: „Wir müssen elektrisch performen, aber wir werden bei Audi noch lange von Diesel- und Ottomotoren begleitet.“ Etwa im Plug-in-Hybrid, der eine Alternative sei, „um in der Stadt emissionsfrei zu fahren und langstreckenfähig zu bleiben“, so Rothenpieler. Der PHEV „ist eine gute Übergangstechnologie und wir werden sie auch brauchen“.

Während man bei der Batterie gut aufgestellt sei, sieht der Entwicklungschef vor allem bei der Ladeinfrastruktur viel Arbeit auf seine Ingenieure zukommen. 38 Schnittstellen gebe es in Richtung Stromnetz und Kunde. Der e-tron hat anfangs hier und dort Probleme gehabt. „Wir haben es ein bisschen unterschätzt“, gibt Hans-Joachim Rothenpieler denn auch zu. Welche Möglichkeiten sich daraus ableiten, solche Themen gemeinsam als Automobilbranche zu lösen, sehen Sie in unserem Video.

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4 Kommentare zu “Hans-Joachim Rothenpieler über Elektromobilität bei Audi

  1. StromSchleuder

    Sorry Herr Rothenpieler aber für mich ist das keine junge Technik mehr.
    Ich setze mich ins Auto, gebe mein Ziel an und das Navi von Tesla erledigt die Arbeit. Wie wäre es denn, wenn TELSA und die IONITY bei der Ladeinfrastruktur zusammenarbeiten würden. Da gibt es doch Synergieeffekte.

    • Carl Gross

      Tja. Audi will sich gerne selbst abschaffen. Deswegen hat Herr Diess auch dafür gesorgt, dass sein guter alter Freund aus der Konkurrenz den neuen Chef posten bekommt, damit der Konzern, dann mit 2 Jahren verspätung radikal in kürzester Zeit auf die MEB platform geschoben wird. Das kann ganz schön schief gehen.

      Alles zu spät. Wahnsinn, wie man den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen kann, hauptsache die Straßen in Ingolstadt mit Neuwagen fluten, um die Verkaufszahlen zu schönen.
      Und die Mitarbeiter alle so: Elektro äh ne das ist nicht alltagstauglich. Die werden sich alle umschauen 🙂

  2. Fb

    Der Herr möchte von München nach Hamburg und dabei nur 25 min. Pause machen. Danach soll dann die Infrastruktur angepasst werden. Witzig

  3. Foersom

    Auf E-Tron Quattro sollte Audi einer der E-Maschine, der Vorderachsmotor, gegen einen Elektromotor mit Permanentmagnete ausgetauscht werden, dies würde die Reichweite erheblich erhöhen.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/09/25/hans-joachim-rothenpieler-ueber-elektromobilitaet-bei-audi/
25.09.2019 18:17