21.10.2019 - 21:40

Interview: Frank Jordan über den Opel Corsa-e

Opel elektrifiziert den Corsa – und steigt mit der PSA-Gruppe ins Elektro-Volumen ein. Doch wie viel Opel steckt im neuen Corsa-e? Und was kann seine Multi-Energie-Plattform e-CMP wirklich leisten? Frank Jordan, Direktor Advanced Engineering bei Opel, klärt uns in diesem Video-Interview auf.

Jordans Zauberwort lautet übrigens Flexibilität: Denn wie der Corsa-e steht auch der Grandland X Plug-in-Hybrid auf einer Multi-Energie-Plattform – zusammen mit vielen Konzernbrüdern und -schwestern von Peugeot und Citroen. So könne man bei der Produktion auf die Nachfrage schneller und flexibler reagieren. Der elektrische Antrieb werde Normalität, also ein „Standardantrieb“, wie es Jordan nennt. Der zentrale Vorteil der Produktion von Verbrennern und elektrifizierten Versionen auf einem Band: „Die meisten Teile können geteilt werden.“ Dass man damit die Vorzüge einer reinen BEV-Plattform nicht ausnutzen könne, will Jordan im Gespräch mit electrive.net-Chefredakteur Peter Schwierz übrigens nicht gelten lassen. Der Kompaktwagen biete serienmäßig 50 Kilowattstunden Batteriekapazität, ein dreiphasiges AC-Ladegerät mit elf Kilowatt Leistung sowie eine Wärmepumpe.

Erschwingliche Preise durch Skaleneffekte – das will Opel in Kooperation mit PSA und Dongfeng durch die neuen Plattformen für Elektroautos und Plug-in-Hybride letztlich erzielen. Und so verspricht Frank Jordan für den Corsa-e (ab 29.900 Euro), dass man bei keinem anderen Hersteller ein Elektroauto mit ähnlichen Eckdaten finden werde, das preiswerter ist. Dadurch werde Elektromobilität für immer mehr Kunden attraktiv. Das gelte übrigens auch für den Grandland X Hybrid 4, den Opel auf der EMP2-Plattform von PSA produziert. Woher die Batterien für all‘ diese elektrischen Volumen-Modelle herkommen, verrät Jordan im Video ebenfalls. Und macht klar: „Wir haben genügend Volumen in der Gruppe abgesichert!“ Film ab.

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6 Kommentare zu “Interview: Frank Jordan über den Opel Corsa-e

  1. Mike

    Wann kommen die erschwinglichen Elektroautos von Opel? Der Corsa-e jedenfalls gehört gemäß Preisliste offenbar nicht dazu.

    • Sascha

      Hallo Mike,
      welche Alternativen kennst du den die weniger kosten.
      Kannst du etwas empfehlen mit gleicher Ausstattung ?
      Ich war eigentlich ganz begeistert.
      Grüße

    • Andreas V.

      Was meinst Du mit „gemäß Preisliste“? Meinst Du den Zuschlag für ein „praxisnah ausgestattetes“ Fahrzeug?
      Benenn‘ doch bitte mal ein genaues Beispiel?

      • Mike

        Wer bisher einen Opel Corsa gekauft hat, wird über den Preis des Corsa-e nur laut lachend aus dem Autohaus rennen. 30kEUR in der Basis für einen Kleinwagen. Das mag bei BMW funktionieren, aber bei anderen Herstellern eher nicht – zumindest nicht, wenn das Angebot größer wird.

        Immerhin kann man aktuell einen e-Golf für knapp über 20kEUR bekommen, während bei Opel/Peugeot außer dem obligatorischen Bafa-Zwangsrabatt fast kein Rabatt drin ist.

        • Simon Saag

          Kaufpreis/Leasingrate sind nur ein Teil der Rechnung. Wegen der geringeren Folgekosten können je nach Anwendungsfall die Gesamtkosten schon konkurrieren bzw der Aufpreis ist deutlich geringer als Sie suggerieren. Aber klar, es ist erst einmal eine abschreckend hohe Zahl

        • the‐M.

          Nun, ein (e) Golf7 für 20k ist zwar größer, hat aber auch den viel kleineren Akku und nicht einmal die halbe Ladeleistung vom e Corsa. Da werden auch wieder Äpfel mit Birnen… aber fällt ja nicht auf.
          Es gibt derzeit in Ausstattung, Größe, Usability und Größe kaum Vergleichbarkeiten. Nur einen Trend kann man erkennen. Die meisten Autos laden ihren Akku in 30min bis 80% an einem passenden Schnell- oder HPC-Lader.
          Eine Großfamilie wird sich den Corsa nicht antun. Lieschen Müller aus der Friseurinnenzunft oder Reinigungsfachfrau auch nicht. Da reicht das Einkommen nicht. Aber die Zielgruppe jung dynamisch erfolgreich und ohne Zwang zum Sch****verlängerer wird bedient.

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21.10.2019 21:39