16.11.2019 - 12:09

Volkswagen pumpt 33 Mrd in E-Mobilität / Neuer Audi-Chef

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Volkswagen will im Zuge seiner neuen Investitions-Planungsrunde für 2020 bis 2024 knapp 60 Milliarden Euro in die Zukunftsthemen E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung stecken. Mit allein 33 Milliarden Euro soll erneut die Schlagzahl bei der Elektromobilität erhöht werden.

Die knapp 60 Milliarden Euro entsprechen den Wolfsburgern zufolge etwas über 40 Prozent der Investitionen in Sachanlagen und der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Planungszeitraum. Im Vergleich zur vergangenen Planungsrunde (2019 – 2023, 44 Milliarden Euro, 30 Prozent der Gesamtausgaben) stellt dies einen Anstieg um etwa zehn Prozentpunkte dar. „Wir erhöhen in den folgenden Jahren mit unseren Investitionen noch einmal das Tempo“, kommentiert Vorstandschef Herbert Diess die neue Investitionsplanung.

„Die Hybridisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Flotte bilden dabei einen immer wichtiger werdenden Schwerpunkt“, so Diess weiter. „Wir wollen unsere Skalenvorteile nutzen und größtmögliche Synergien heben. In einem sich eintrübenden konjunkturellen Umfeld arbeiten wir gleichzeitig an der Steigerung unserer Produktivität, unserer Effizienz und Kostenposition, um so unsere gesetzten Ziele abzusichern.“

Parallel zur Planung der kommenden fünf Jahre hat der Volkswagen-Konzern auch die Langfristplanung für die nächsten zehn Jahre angepasst: Volkswagen will bis zum Jahr 2029 bis zu 75 reine E-Modelle auf den Markt bringen sowie etwa 60 Hybrid-Modelle. Als Absatzziel bis 2029 nennt Volkswagen nun 26 Millionen reine E-Autos, davon etwa 20 Millionen auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens MEB. Ein Großteil der weiteren sechs Millionen E-Autos sollen auf der Plattform PPE aufbauen. Hinzu kommen knapp sechs Millionen Hybridfahrzeuge, die der Konzern bis 2029 verkaufen will.

Außerdem bestätigen die Wolfsburger nun, dass der ID. Next ab 2022 in Emden gebaut wird. Das Modell zeigte das Unternehmen bereits im September auf der IAA – allerdings stark camoufliert. Darüber hinaus will Volkswagen noch vor Jahresende die Entscheidung zu einem weiteren Mehrmarkenwerk fällen.

Und als wären das noch nicht genug Neuigkeiten, richtet sich der Blick zu guter Letzt noch gen Volkswagen-Tochter Audi: Dort hat sich jetzt das bereits kursierende Gerücht bestätigt, dass der ehemalige BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann neuer Audi-Chef wird. Er wird den Posten als Vorstandsvorsitzender der Audi AG zum 1. April 2020 von Bram Schot übernehmen, der dann aus dem Unternehmen ausscheidet. Duesmann wurde zudem zum neuen Mitglied des Volkswagen-Vorstands berufen, wo er die Verantwortung für die Forschung und Entwicklung des Konzerns übernimmt. Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess gibt dieses Ressort ab und leitet stattdessen künftig in Personalunion den Konzernvertrieb. Er holt mit Duesmann einen weiteren Vertrauten aus seinem früheren BMW-Umfeld.
volkswagen-newsroom.com, manager-magazin.de, volkswagen-newsroom.com (beide neuer Audi-Chef)

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5 Kommentare zu “Volkswagen pumpt 33 Mrd in E-Mobilität / Neuer Audi-Chef

  1. Uwe Silberberg

    …Die Hybridisierung bildet einen immer wichtiger werdenden Schwerpunkt…
    Wo sind sie denn, die im Wettbewerbsumfeld konkurrenzfähigen Hybride? Weit und breit ist nichts in Sicht. Weder ein Tiguan noch ein Passat mit Hybrid -Allrad und 60 – 70 km Reichweite. Zur Erinnerung: Die 0,5% Regelung gilt jetzt seit fast einem Jahr.

    • Gonzo

      Ich glaube Hybridisierung war ein Plan für die nächsten 20-30 Jahre. Damit hätte man ja noch richtig Kohle machen können. Doch dann kam Musk und hat alles Kaputt gemacht 😉

      • Jens Knopf

        Das ist wohl eher der Klimawandel und die damit verbundenen CO2 Grenzwerte die den Autobauern von der Politik auferlegt werden.
        Nicht Herr Musk der täglich mit dem Privat-Jet zur Arbeit pendelt.

    • Peter W

      Wenn man 13 Jahre lang einen Hybrid gefahren ist, stellt man fest, dass das auch nur ein Stinkeauto ist.
      Es wird Zeit umzudenken und 100% elektrisch zu fahren.

      • Josef Wittmann

        Danke für die ehrliche Analyse.

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16.11.2019 12:28