Renault gewährt 6.000 Euro „Elektrobonus“

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Da das Inkrafttreten des erhöhten Umweltbonus noch auf sich warten lässt, gewährt Renault seinen Kunden bereits jetzt 6.000 Euro „Elektrobonus“. Dieser setzt sich zusammen aus dem aktuell gültigen staatlichen Umweltbonus in Höhe von 2.000 Euro und der auf jetzt 4.000 Euro erhöhten Renault-Förderung.

Die freiwillige Erhöhung des Herstelleranteils wollen die Franzosen ihren Kunden beim Kauf eines neuen Elektromodells so lange gewähren, bis die erhöhte BAFA-Prämie in Kraft tritt. Die Begründung seitens des Deutschland-Importeurs lautet, dass man „Klarheit für unsere Kunden“ schaffen wolle. „Die Verzögerung der erhöhten staatlichen Prämie ist für uns nicht mehr akzeptabel. Renault handelt schneller als die Politik“, sagt Renault-Deutschland Chef Uwe Hochgeschurtz.

Die zusätzlichen 2.000 Euro Rabatt, die Renault nun gewährt, könnte aber nicht nur dem Wohle der Kunden dienen, auch der Hersteller hat mit den strengen CO2-Zielen der EU ein starkes Interesse, möglichst viele Elektroautos zu verkaufen. Seit der Ankündigung der erhöhten E-Auto-Prämie für günstige Elektroautos halten sich aber gerade in diesem preissensiblen Segment viele Kunden mit der tatsächlichen Kaufentscheidung zurück – ein paar Wochen Warten kann hier über 2.000 Euro ausmachen.

Renault hat gerade im Herbst eine stark überarbeitete Version des Elektro-Bestsellers Zoe auf den Markt gebracht. Nach einigen Anlauf-Schwierigkeiten – ob nun die vom Unternehmen angeführten Software-Updates oder ein gezieltes Zurückhalten der Fahrzeuge bis 2020 – sollen die Autos jetzt eigentlich in größeren Stückzahlen verkauft werden. Doch die Posse um den Umweltbonus hält viele Interessenten von der Unterschrift ab.

Mit dem erhöhten Umweltbonus (oder dem temporären „Elektrobonus“ von Renault) ist der Zoe bereits ab 15.330 Euro erhältlich. Hierfür gibt es die Variante mit 40-kWh-Akku, das Modell mit dem neuen 52-kWh-Akku kostet 2.000 Euro mehr. Zu diesen Preisen muss die Batterie aber zusätzlich geleast werden – für den Batteriekauf verlangt Renault unabhängig von der Kapazität 8.090 Euro.

Der Importeur gewährt den „Elektrobonus“ auch für seine Batterie-elektrischen Nutzfahrzeuge. Der Kaufpreis für den Kangoo Z.E. sinkt somit auf 14.820 Euro (netto), auch der größere Renault Master Z.E. wird rabattiert und kostet noch 53.900 Euro (netto). Für den erhöhten Umweltbonus wird der Master Z.E. später nicht qualifiziert sein, hier liegt die Grenze bei 40.000 Euro Netto-Listenpreis.
renault-presse.de

7 Kommentare

zu „Renault gewährt 6.000 Euro „Elektrobonus““
Frank Z
24.01.2020 um 09:43
Chapeau, Renault!
Stefan Balz
24.01.2020 um 15:14
BRAVO Renault; Créateur d'automobiles... Die habens Kappiert.
Egon meier
24.01.2020 um 19:35
Renault steht das Wasser bis zum Hals. Banken haben die Aktien zum Verkauf empfohlen, der Kursverlust in den letzten 3 Jahren ist fast 60 %.Die Nissan-Kooperation bröckelt, die Lager sind voll mit unverkäuflichen ZOE weil von unten der e-upmido Druck macht und (fast) kein Mensch eine Verbrenner-Bastelkiste für viel Geld kauft wenn man im Laufe des Jahres einen richtigen BEV kriegen kann. Andere Unternehmen haben das Geld und den Willen in Sachen BEV richtig einzusteigen. Renault hat weder das Geld noch die Fähigkeit. Man spricht von neuem Kapitalbedarf für das Unternehmen.Jetzt gilt es, Geld in die Kasse zu kriegen um noch was zu retten.Vielleicht sollte man den Laden zum Verkauf stellen bevor die c02-Strafen für die von Nissan zugekauften SUV zuschlagen
Thomas
24.01.2020 um 23:55
Ist ja schön, aber wenn man berücksichtigt, dass der Zoe mit Batterie völlig überteuert ist, kann sich Renault die 2k Euro locker leisten. Ich gehe sowieso davon aus, dass entweder der Preis im Laufe des Jahres nach unten korrigiert wird oder zumindest höhere Rabatte gegeben werden um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben. Der Vorsprung ist - wie bei Nissan auch - aufgebraucht. Bald haben andere die Nase vorn.
Tim
27.01.2020 um 09:44
Egon Meier, was reden Sie da für einen Unsinn? Ich beobachte Renault und Nissan schon lange und der Aktienverlust hat einiges mit Carlos Ghosn und Mitsubishi zutun. Ich weiß nicht, was das mit dem Zoe zutun haben soll. "Unverkäufliche" Zoe stimmt wohl auch kaum. Sonst wäre er nicht Deutschlands Deutschlands meistgekauftes Auto 2019. Wieder mal. Soviel auch zu: "weder das Geld noch die Fähigkeit". Und dass Nissan und Renault wohl von allen Herstellern noch am wenigsten zahlen werden muss aufgrund des erhöhten Elektroauto-Angebots, sollte auch fast klar sein.Und zu Thomas: Wieso ist der Zoe überteuert? Befassen Sie sich eigentlich mit diesem Thema? Beim Zoe bekommt man runtergerechnet pro Euro die meiste Reichweite überhaupt.Experten unter sich...
Reinhard
27.01.2020 um 10:04
Egon meier ist sicher ein "Pseudonym", denn unter seinem echte Namen wird niemand solchen Unsinn von sich geben. @Tim: Daumen hoch!
Axel P.
27.01.2020 um 13:17
Tim, ebenfalls Daumen hoch! Die 6000,- Euro Bonus bei dem Zoe werden das endgültige Aus des Ego bedeuten, der somit teurer als ein erfolgreiches und voll alltagstaugliches E-Auto wird.

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