06.05.2020 - 09:34

VW ID.3 1st Edition kann ab dem 17. Juni bestellt werden

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Vorbesteller des VW ID.3 1st Edition können ihr Fahrzeug ab dem 17. Juni verbindlich bestellen. Das teilte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann nun mit. Die Kaufverträge der Vorbesteller sind auch ein Testlauf für das neue Agenturmodell, über das die ID.-Modelle vertrieben werden.

Wie Stackmann via Twitter und LinkedIn bekanntgab, können die über 30.000 Vorbesteller der limitierten 1st Edition ab dem 17. Juni verbindliche Bestellungen für den ID.3 aufgeben. Bei der Vorbestellung hatten diese Kunden bereits 1.000 Euro Reservierungsgebühr angezahlt. Laut dem VW-Vertriebsvorstand sollen die Kunden nun „in Kürze“ von ihren jeweiligen VW-Händlern kontaktiert werden.

Weiterhin unklar sind jedoch die genauen Preise bzw. Leasingraten – und auch die endgültigen Lieferfristen. VW hatte sich angesichts diverser Berichte über Software-Probleme beim ID.3 zuversichtlich gezeigt, den angekündigten Auslieferungsstart „im Sommer“ einhalten zu können. Zuletzt hatte Konzernchef Herbert Diess von „großen Fortschritten“ bei der Software gesprochen.

Ebenfalls weiter offen ist, wann die „regulären“ ID.3 nach der Sonderedition zum Modellstart verbindlich bestellt werden können und auch ausgeliefert werden – dazu machte Stackmann keine Angaben.

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Die verbindlichen Kaufverträge der Vorbesteller sind auch in einem weiteren Punkt ein Testlauf für VW und die Händler: Mit dem Verkauf des ID.3 startet auch das sogenannte Agenturmodell, auf das sich der Hersteller und die Händler geeinigt haben: Der Bestellvorgang wird zwar über den Händler abgewickelt, der Kunde schließt den Kaufvertrag jedoch direkt mit Volkswagen – und nicht wie bisher mit dem Autohaus. Für die Vermittlung – quasi als Dienstleistung – erhält der Händler eine fixe Marge.

Das Agenturmodell hatten Volkswagen und der Händlerverband VAPV bereits im Februar verhandelt. Laut einem Bericht der „Automobilwoche“ haben inzwischen 95 Prozent der Händler die entsprechenden Verträge unterschrieben. Die Elektroautos auf Basis des MEB sowie der kommenden Premium Platform Electric (PPE) – letzteres dürfte vor allem die ebenfalls im VAPV organisierten Audi-Händler betreffen – werden ausschließlich über das Agenturmodell vertrieben. Sprich: Hat ein Händler die Vereinbarung nicht unterzeichnet, kann er keines der neuen Elektromodelle anbieten.

Einige Händler sehen in dem Agenturmodell Vorteile, auch wenn sie den eigentlichen Verkauf aus der Hand geben. Bisher mussten Händler etwa die Ausstellungsfahrzeuge auf eigene Kosten beschaffen, künftig werden diese vom Hersteller gestellt. Auch die Lagerhaltung und die Finanzierung laufen nun direkt über den Hersteller und nicht mehr über die Handelsbetriebe. Somit wird auch das Restwertrisiko nach Wolfsburg und Ingolstadt verlagert.

Den Händlern kommt somit eine Doppelrolle zu: Bei den Elektroautos sind sie ein Dienstleister für den Hersteller, bei den Verbrennern jedoch selbst der Verkäufer.
kfz-betrieb.vogel.de, golem.de, twitter.com (alle ID.3 1st Edition), automobilwoche.de (Agenturmodell)

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22 Kommentare zu “VW ID.3 1st Edition kann ab dem 17. Juni bestellt werden

  1. Gerd Heinrich

    Weiß jemand wie sich das Agenturmodell auf das Inzahlungnahmen des ‘Alten’ auswirkt??
    Machen das die Händler überhaupt?

    • Just Thinking

      Interessanter Gedanke, glaube das eine hat mit dem anderen aber nur Vordergründig etwas zu tun. Ich denke der Händler ist ja heute schon nicht verpflichtet, den Alten in Zahlung zu nehmen. Und die Möglichkeiten für die Händler die jungen Gebrauchten, Leasingrückläufer etc. etc. so wie heute über die VW exclusiven Vertriebsnetze, auf die ein normaler Bürger ja keinen Zugriff hat, an andere weiterzuvermitteln und zu verkaufen wird wohl eher nicht wegfallen.

  2. Michael

    Das Datum ist gut gewählt.

  3. Kay Dreessen

    verwundert muss man feststellen, dass VW, wie auch andere deutsche Automobilanbieter, wegen der Coronafolgen, in Selbstmitleid zerfließen und den Staat zu Kaufprämien drängt. Dabei aber bestehendes Kundeninteresse z.B. am ID3 ignoriert. Da wird man mit lapidaren und wenig informativen Marketing-Bla-Bla über sehr, sehr lange Zeit abgespeist. Wüsste man nicht, dass dieses wenig kunden-orientierte, wenig markt-empathische Gehabe nur von wenigen Entscheidern, nicht aber von den emsigen Mitarbeitern, die wirklich zur Wertschöpfung beitragen, stammt, würde man kurzerhand zu Tesla o.ä. gehen.

    • Torsten

      Als ob irgendein anderer Hersteller da besser wäre.

    • Hans C. Thumm

      Das stimmt leider ( wenn ich an die Folgen für die deutschen Arbeitskräfte denke )! Man zahlt 1000€ ….und hört monatelang absolut garnichts! Das ist noch nicht mal eine schlechte Kopie von etwas was Marketing heisst. Sagt das eigentlich mal jemand den Schlafmützen bei VW ( und dem Rest der deutschen Autoindustrie ).

      • Gerd F. Oswald

        Ich habe – vor allem wegen dieses Kommunikations-Lockdowns über Monate hinweg – meine Vorbestellung storniert und auch den Händler über meine Gründe hierfür in Kenntnis gesetzt.
        Positiv: Die 1000€ wurden automatisch und ratzfatz aufs Kreditkartenkonto zurückgebucht. Negativ: Zu meinen Hinweisen/Kritik keinerlei Stellungnahme.. So kann man auch damit umgehen ;-(

        • Simon Saag

          Hallo Herr Oswald,

          ich kann Ihren Stornierungsgrund und Ihren Frust gut verstehen. Ich frage mich aber auch, was Sie erwartet haben? Der Zeitraum zwischen Vorbestellung und Auslieferung ist in diesem Fall extrem lang. VW wird sicher nicht sehr früh mit Vorbestellern Details zu Preislisten und Konfigurationen teilen, weil solche Berechnungen intern laufend angepasst und so spät wie möglich festgelegt werden. Sobald ein Vorbesteller solche Infos hat (egal in welchem Land), landen die Infos im Internet und sind verfügbar – was VW nicht will. Also bleiben nur ein paar Marketing-Fotos und Filmchen. Das ist nicht zufriedenstellend, das ist mir auch klar.

          • Klaus Lagefeld

            Ich war im 1. Quartal in Wolfsburg in der Autostadt extra des ID.3 wegen.
            Dort im Foyer stand in der Tat ein (1) Exemplar, hinter Glasabsperrungen. Alles weitere zu ID.3 war in der Autostadt für Besucher gesperrt, weil über Wochen hinweg Händlerveranstaltungen zum Thema liefen und deshalb mit Priorität das entsprechende weltweite Fachpublikum (VW-Vertriebler) durchgeschleust werden musste.

        • Stefanie Toller

          Ich habe auch gestaunt, dass bei VW offenbar nicht mal 20€ übrig waren pro Vorbesteller. Damit hätte man zur Motivation und Erhalt der Laune jedem ein 1:43-Modell des ID.3 oder einen Schlüsselanhänger zukommen lassen können. Solche kleinen Gimmicks tragen peu á peu zur positiven Erwartungshaltung bei und stützen die Stimmung. -zig anderes dazu fiele mir auch noch ein.
          Warum nicht jedem VW-BEV-Händler für ein paar Tage ein Exemplar zukommen lassen fürs Probesitzen durch die Vorbesteller? Wahrscheinlich kann man mit 30 Exemplaren Deutschland abdecken, wenn die Wagen jeweils 2 Tage bei jedem Händler verbleiben und dann weiter zum nächsten.

      • Detlef Hornbostel

        Ich hatte nach der Vorbestellung vom Mai 2019 einmal – 1mal – persönlichen Kontakt zum Kunden„berater“ im VW-Autohaus. Später das Reservieren im Sept. 2019 lief über die Assistentin der Geschäftsleitung, mit dem Kundenberater hatte ich da nichts mehr zu tun. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier von einem Zeitraum von genau 12 Monaten Mai 2019 bis Mai 2020. Gute Nacht, Freunde: VW-Marketing und -Vertrieb 2020? Dafür twittert der Mktg.-Chef aus Wolfsburg ja dauernd fröhlich auf deutsch und auf englisch.

  4. Dieter Trabelius

    Bin gespannt, wie viele der 30000 Vorbesteller/Reservierer „bei der Stange geblieben“ sind bzw. bleiben. Aber das wird VW nach außen natürlich nie bekanntgeben. Es ist von diversen Rückziehern aus dem Reservierungsprogramm auszugehen bzw. solchen, die eben am Schluss dann doch keine Bestellung draus machen. Gründe sind u. a. der lange Zeitraum und für viele nun die unklar erscheinenden persönlichen und beruflichen Perspektiven und Erwartungen zu Corona- und Nach-Corona-Zeiten.

    • Robert Fügmann

      Da kommt bei VW natürlich die alte Fußballerweisheit zum Tragen: „Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“ 😉
      Kein Glück bezieht sich u. a. auf die Softwareprobleme, auf das Hiring von geeignetem Personal, auf den weltweit angespannten Batteriemarkt und mehr. Pech nun halt auch noch durch Corona als größtem Wirtschaftseinbruch seit Jahrzehnten.

  5. Michael Söchtig

    Ich habe mich darüber auch schon geärgert. Die Homepage ist maximal nichtssagend, Infos spärlich bis nicht vorhanden. Auf Nachfrage (!) beim Händler wurde mir gesagt „sie können hier bei mir schon ein Modell reservieren, einige Varianten sind schon weg. Hätte ich nicht nachgefragt, wäre das gar nicht gegangen.

    Ansonsten – Prospekte, Infos: Fehlanzeige.

    Ich hab auch kein Bock auf Marketingfotos, ich würde gerne mal wissen wie die Ausstattung meines ID wird.

    Das ganze wirkt wie bei der Deutschen Bahn: Wohlgesonnener Kunde wird systematisch vergrault, droht aber weiterhin mit Auftrag.

    Also VW – das geht besser. Das Produkt selber ist nämlich ok.

    • Christian Rheinstein

      Nach der Vorbestellung des ID.3 gleich im Mai 2019 und dabei Benennung eines regionalen Händlers durch mich kam E-Mail von dort – immerhin. Gesprächseinladung freilich Fehlanzeige. Das Gespräch vor Ort regte ich dann an und der VW-Vertriebler lernte dabei von mir so manches, weil selbst kaum fachlich Ahnung. Und auch kein ausgeprägtes einschlägig fachliches Interesse zu verspüren.

    • Carla Gernsdorf

      Es war und ist natürlich auch für die Händler vieles Neuland.
      Als ich letztes Frühjahr mit dem Verkäufer im Autohaus zusammensaß, sagte er mir, ihnen sei die Rollenverteilung – was macht bzgl. des ID.3-Vertriebs VW, was macht der Händler – auch bis vor kurzem nicht klar und bekannt gewesen.
      Und die Reservierung, die man dann im Herbst für mich vornahm, schien über ein IT-System bzw. ein Portal zu gehen, was händlerseitig auch erstmals benutzt wurde, jedenfalls von meiner Gesprächspartnerin ebenda. Räumte sie auch offen ein.
      Aber das kann alles noch werden. Als ich vor drei Jahren einen Toyota Prius Plug-in kaufte, blickte der dortige Verkäufer in meinem Beisein erstmals auf die Internetseiten mit dem Förderprogramm. Er war mir damit im Wissen, wie das alles funktioniert, quasi „10 Sekunden voraus“ 😉

  6. Karl Esbian

    Meine VW-Händlererfahrungen aus 2019 sind düster. Mein Eindruck war, dass dort ein Vertriebsmitarbeiter zum „BEV-Zuständigen“ verdonnert oder strafverpflichtet wurde. So sah auch sein Wissensstand dann aus und sein Engagement in Sachen BEV. Er klagte dem Kunden, also mir, gegenüber, dass sie als Vertriebler ja auch erst 2018/19 vom Konzern damit überrascht worden seien, dass nun BEV erste Geige spielen soll. Darüber wirkte er *ausgesprochen* unglücklich. Zumal er wahrscheinlich 98% seiner Arbeitszeit mit klassischem Verbrennervertrieb zeitlich belegt war.

    • Gisbert Klinger-Lohr

      Kann ich leider nur bestätigen. Auch „mein“ Verkaufsberater im VW-Autohaus konnte vielleicht manches – außer mich zu BEV beraten. Es kamen Klagelieder zu ganz engen Kapazitäten und knapper Expertise zentral bei VW zur BEV-Schulung der Autohausvertriebler. Und dass er es sich andererseits auch zeitlich kaum leisten könne, auf mehrtägige Veranstaltungen zu gehen in Anbracht seiner strammen Vertriebsvorgaben, wo dann jeder Tag auswärts ein verlorener Tag für ihn als Verkäufer in Sachen Zielerfüllung 2019 sei.

      • Sven Karlsfeld

        Auch ich hörte nur Klagen beim VW-Händler: Kostspielige Einrichtung von Ladepunkten, aufwendiges Bereitstellen von knapper Werkstattfläche und -technik eigens für die Batterieelektrischen, teure Schulung für einen (1) Werkstattmitarbeiter und dergleichen.
        Das waren schon erstaunlich offene Worte dem Kunden gegenüber (wohlgemerkt: bin kein Stammkunde, bei dem vielleicht eher mal aus dem Nähkästchen geplaudert wird).

        • Klaus Kröger

          Lief bei mir sehr ähnlich, auch mein VW-Kundenberater sprach an, dass sie 1 Techniker für die E-Mobilität geschult haben. Ich: „Und wenn der mal in Urlaub ist?“ Kundenberater: „Dann können wir halt in der Zeit keine Fahrzeugwartung machen“.

          • Michael Söchtig

            Ich habe jetzt tatsächlich eine Mail bekommen über den Bestelltermin und auch mit dem Autohaus einen Termin vereinbart. Man hört da auch bei den Händlern ein großes Murren über das Nicht-Konzept von VW.

            Preise gibt es noch nicht.

  7. NDM

    Gestern habe ich von VW ein konkretes Angebot zum ID3 als Frühbucher bekommen. Leider dauert es jedoch noch ca. 1 Monat bis eine Probefahrt möglich ist. Zufällig läuft dann zu diesem Termin auch das Frühbuchersytem aus.

    Ursprünglich hatte ich einen weißen ID3 in der höchste Ausstattungsvariante vorgebucht, doch die nun angebotene hellste Farbe, ist mehr grau als weiß.
    Eigentlich wollte ich VW trotz ihren bisherigen Betrügereien als deutscher Hersteller unterstützen, damit das Geld in Deutschland bleibt, doch nun muß ich mich leider wieder auf dem internationalen Markt der E-Autos neu orientieren.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/05/06/vw-id-3-1st-edition-kann-ab-dem-17-juni-bestellt-werden/
06.05.2020 09:33