30.03.2021 - 13:49

Startup Elvah wirbt mit Lade-Flatrate in Deutschland

Das Startup Elvah hat eine Lade-App mit einer deutschlandweiten Lade-Flatrate gelauncht. Elvah wirbt damit, dass diese als bisher erste Zugang zu allen öffentlichen Ladesäulen sämtlicher Anbieter in Deutschland bietet.

Das Versprechen des Startups: Da der Kunde keine Ladesäule und vor allem die dazu passende Ladekarte mehr suchen müsse, werde die Elektromobilität „endlich massentauglich“. Über eine „nutzerfreundliche App“ sollen die E-Autofahrer „bequemen Zugang zu allen öffentlichen Ladesäulen in Deutschland“ erhalten – überprüfen lassen sich diese Aussagen derzeit aber noch nicht.

Dieser Service hat aber seinen Preis: Die Komplett-Flatrate kostet laut Firmenwebsite mindestens 89 Euro pro Monat. Der Tarif wird je nach Fahrzeugtyp gestaffelt. Den Basispreis „XS“ gibt es etwa mit einem Citroen C-Zero. Fahrzeuge wie ein BMW i3 oder der MG ZS EV im Tarif „S“ kosten 129 Euro im Monat. Im „M“-Tarif für 159 Euro sind Fahrzeuge wie ein Hyundai Kona Elektro 64 kWh, VW ID.3, Tesla Model 3 oder Polestar 2 abgedeckt. Der höchste Tarif „L“ von 199 Euro im Monat wird für Fahrzeuge wie ein Tesla Model X, Audi e-tron quattro 55 oder den Porsche Taycan aufgerufen.

Eine wichtige Einschränkung: Das Angebot gilt nur für privat genutzte Autos. Unter „Fair Use“ steht auf der Homepage: „Die Nutzung der Tarife ist darüber hinaus untersagt, soweit damit Fahrzeuge geladen werden, die einem Gewerbe dienen oder mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden. Dies ist insbesondere der Fall bei einer Nutzung für Taxi-, Mitfahr- und Lieferdienste sowie zum Zwecke des kommerziellen Transports, für öffentliche oder staatliche Zwecke oder für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen.“

Für Nutzer, die nur gelegentlich öffentlich Laden und sich dabei keine Gedanken um den Zugang zu der jeweiligen Ladesäule machen wollen, ist das Angebot für Elvah sehr teuer. Selbst private Vielfahrer müssen angesichts des hohen Pauschalbetrags nachrechnen, ob sich die Flatrate lohnt.

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Ein weiteres Versprechen des Flat-Abos: Sollte eine Ladesäule doch (noch) nicht unterstützt werden, erstattet Elvah das Geld für die Ladung zurück – darunter fallen auch die Tesla Supercharger. In dem sogenannten „Flex-Abo“ gibt es diese Geld-zurück-Garantie nicht. Das „Flex-Abo“ wird auch als XS, S, M und L angeboten, umfasst aber je Tarif verschiedene kWh-Kontingente – zum Beispiel im „XS“-Tarif bis 50 kWh/Monat (für 25 Euro), bis 100 kWh/Monat (für 49 Euro), bis 170 kWh/Monat (für 79 Euro) und über 170 kWh/Monat (für 109 Euro).

„Wir haben uns das Ziel gesetzt für nachhaltige Mobilität zu begeistern und die Adaption auf diese zu beschleunigen“, bestätigt Gowrynath (Gowry) Sivaganeshamoorthy, CEO und Co-Gründer von Elvah. „Wir denken, dass wir bereits heute auf nachhaltige Mobilität mit den verfügbaren Technologien setzen können. Wir müssen E-Mobilität schnellstmöglich für alle Menschen zugänglich und vor allem bequem machen. Nur so können wir die Dekarbonisierung vorantreiben.“

Interessant ist auch eine weitere Funktion, die Elvah verspricht: Eine Empfehlungsfunktion soll hochwertige Ladepunkte bevorzugt einplanen. „Die Elvah-App analysiert die Umgebung von Elektroautofahrer:innen und bietet sofort passende Empfehlungen für die beste, nächste oder schnellste Ladeoption“, sagt Co-Gründer Sören Ziems. „So werden Nutzer:innen aktiv zu den Säulen geleitet, die verfügbar sind und funktionieren, anstatt mühselig selber suchen zu müssen.“

Neben Ziems und Sivaganeshamoorthy gehört noch Wilfreid Röper zum Gründerteam. Elvah ist das zweite Unternehmen, das das Trio gegründet hat. Durch Corona seien „die Zielmärkte ihrer vorherigen IT-Dienstleistungsfirma“ zusammengebrochen, zum Beispiel die Reise- und Profisportbranche. Eine Abstimmung der Mitarbeitenden habe ergeben, dass man ein Geschäftsmodell für die E-Mobilität erarbeiten wolle.
presseportal.de (Mitteilung), elvah.de (Preise)




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