GM investiert eine Milliarde Dollar in E-Ausbau von mexikanischem Werk

General Motors hat angekündigt, eine Milliarde US-Dollar in die Erweiterung seines Werk im mexikanischen Ramos Arizpe zu investieren. Zunächst sollen dort Batteriepacks und Elektromotoren montiert werden, ab 2023 auch E-Autos.

Derzeit werden in Ramos Arizpe im Bundesstaat Coahuila an der US-Grenze zu Texas die Verbrenner-Modelle Chevrolet Blazer und Equinox gefertigt – sowie Verbrennungsmotoren und Getriebe. Die Erweiterung werde Kapazitäten für die Herstellung von Batteriepacks und Elektromotoren schaffen, so GM. Deren Fertigung soll bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres anlaufen.

Ab 2023 will GM in dem mexikanischen Werk dann komplette E-Autos produzieren – die Fertigung der Verbrenner im alten Teil des Werks soll aber weiter laufen. Um welche Modelle es sich handeln wird, wird offiziell noch nicht bestätigt. Früheren Gerüchten zufolge soll dort ab 2023 ein Elektro-Modell für Honda mit GM-Technik produziert werden. Reuters berichtet nun unter Berufung auf Sam Fiorani, der die zukünftige Fahrzeugproduktion für AutoForecast Solutions verfolgt, dass GM ab 2023 zwei elektrische Chevrolet-SUV in Ramos Arizpe bauen wolle.

Offen ist, wie weit auch die Infrastruktur um das Werk herum modernisiert werden muss – der Standort ist seit rund 40 Jahren in Betrieb, die Erweiterung um die E-Auto- und Komponentenfertigung dürfte für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen. Zu Auswirkungen auf die Beschäftigung am Standort (derzeit rund 5.600 Mitarbeitende) gibt es noch keine Angaben.

Ramos Arizpe wäre das fünfte GM-Werk, in dem der Konzern Elektroautos baut oder bauen will. Zwei dieser Werke befinden sich in Michigan (Orion für den Bolt und Bolt EUV sowie die Factory Zero in Detroit-Hamtramck für den GMC Hummer EV), eines in Tennessee (Spring Hill, u.a. für den Cadillac Lyriq) sowie ein Werk im kanadischen Ontario – für E-Transporter.

Unklar ist, woher die Batteriezellen stammen werden, die in Ramos Arizpe zu Batteriepacks zusammengefügt werden sollen. In Lordstown im US-Bundesstaat Ohio baut GM derzeit zusammen mit LG Energy Solution die erste Batteriezellfabrik des Joint Ventures Ultium Cells. Vor rund zwei Wochen hatten die beiden Partner zudem angekündigt, für 2,3 Milliarden Dollar in Spring Hill eine zweite Zellfabrik zu bauen. Diese liegt zwar näher an dem mexikanischen Werk, der Betrieb soll aber erst 2023 aufgenommen werden.
insideevs.com, yahoo.com, cnbc.com

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