Aiways U6 soll noch 2021 nach Europa kommen

Der chinesische E-Auto-Bauer Aiways hat erste Bilder der Serienversion seines zweiten Elektromodells nach dem U5 veröffentlicht. Das Crossover-Coupé Aiways U6 soll im Laufe dieses Jahres in China und Europa auf den Markt kommen.

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Der U6 basiert – wie der bereits erhältliche U5 – auf der selbst entwickelten skalierbaren Plattform Aiways MAS (More Adaptable Structure). Die Serienversion übernimmt nahezu alle Details der vor einem Jahr vorgestellten Konzeptstudie Aiways U6 ion. Dabei wollen sich die Chinesen an der Philosophie „Form follows Function“ orientiert haben – der U6 soll Leichtbau- und Aerodynamik-Themen „gelungen“ umsetzen, wie Aiways in der Mitteilung schreibt.

Die Nähe zu der Studie bedeutet aber auch, dass es die vom Hersteller als „Haifischnase“ bezeichnete, massive Front in die Serie geschafft hat. Dass die Kuppel-artige Fahrgastzelle und das abfallende Heck aerodynamische Vorteile bieten, hat bereits der Audi e-tron Sportback im Vergleich zu seinem SUV-Bruder gezeigt.

Zahlen in Form des cW-Werts nennt Aiways für den U6 derzeit nicht. Die „vorbildliche Aerodynamik“ sei „nicht zuletzt durch ausgeklügelte Luftleitfunktionen, die Strömungen gezielt an Widerständen vorbei führen“ gelungen.

Eines stand dabei nicht im Fokus: die Praktikabilität. Dafür hat Aiways nach eigenen Angaben bereits den U5 im Programm. Der U6 soll das Angebot „als sportliche Variante für aufgeschlossene und junge Kunden, die hohe Ansprüche an technische Lösungen und ein eigenständiges Design stellen“, ergänzen. Preise und technische Daten zum U6 nennt Aiways noch nicht.

Unterdessen wurde bekannt, dass Aiways einen neuen Investor und Technologie-Partner gewonnen hat. Der chinesische Batteriezellen-Hersteller CATL hat in Aiways investiert, über die Höhe des Investments gibt es keine Angaben. Aiways und CATL wollen auch zusammen an Batterietechnologien arbeiten.

Update 03.06.2021: Der chinesische E-Auto-Hersteller Aiways hat in seinem Werk in Shangrao die ersten Vorserienfahrzeuge seines zweiten Modells produziert. Das kürzlich vorgestellte vollelektrische Crossover-Coupé Aiways U6 kann in China bereits reserviert werden, der Vorverkauf in Europa beginnt noch in diesem Jahr. Von seinem ersten Modell, dem E-SUV U5, hat Aiways nach eigenen Angaben bislang mehr als 2.500 Exemplare nach Europa exportiert. Der Aiways U5 wird aktuell in fünf europäischen Ländern angeboten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Weitere sollen noch in diesem Jahr folgen.

Update 12.09.2021: Aiways führt eine Smartphone-App in Europa ein, mit der Besitzer des Elektro-SUV Aiways U5 und künftige Besitzer des U6 die Funktionalität und den Bedienungskomfort steigern können. Unterdessen heißt es, dass der U6 in Europa erst Anfang 2022 eingeführt wird
Quelle: Info per E-Mail (U6), reuters.com (CATL-Einstieg), ai-ways.eu (U6), ai-ways.eu (U5), media.ai-ways.eu (neue App)

4 Kommentare

zu „Aiways U6 soll noch 2021 nach Europa kommen“
Desiree u. Hans Georg Haberstock
04.05.2021 um 09:47
Da darf sich die Europäische e-autogilde warm anziehen. Bin bestimmt kein Freund der anvisierten e-Autos, das Design ist revolutionär Gut. Die Asiaten werden den kleinkarierten Deutschen e-Automarkt mit Topangeboten überschwemmen bevor die einstmals führende Autonation aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht! Dann ist aber schon zu spät.
Marek Ahlers
04.05.2021 um 12:31
Die Reichweite ist mal wieder lächerlich. Ein Abklatsch vom Vorgängermodell , welches sich auch nicht durchsetzen konnte. Für mich völlig unverständlich , dass die Batterienation schlechthin , eine Möhre mit 400 km Papierreichweite präsentiert. Unter 500km Reichweite sollten die Hersteller gar nicht mehr antreten.
mike
04.06.2021 um 07:19
wer braucht diese Reichweite?
reinhard
04.06.2021 um 16:52
richtig, immer dieser Reichweitenfetischismus. Seit 4 Jahren fahr ich einen Nissan eNV200 mit bescheidenen 120km Reichweite und reicht schon für Arbeit, Einkaufen und Kinder von der Schule holen. Jetzt hab ich noch den U5. BTW. in England ist man sogar nachdrücklich angehalten spätestens nach 4 std eine Fahrpause einzulegen . Und wie weit kommt man wohl in 4 Std. Stadt/Land/Autobahn-Mix ... Abgesehen davon, dass mehr Batterie , mehr schwer und somit den Verbrauch und Preis grundsätzlich erhöht. Wegen vielleicht einmal mehr stoppen bei der Urlaubsfahrt. Wer 500km und mehr am Stück fäjhrt, ist eigentlich schon verantwortungslos.

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