Apple: Verhandlungen mit CATL und BYD?

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Apple verhandelt Insidern zufolge mit den chinesischen Unternehmen CATL und BYD über die Lieferung von Batterien für seine angeblich geplanten Elektroautos. Dabei sollen die Amerikaner einige Forderungen gestellt haben.

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf insgesamt vier Insider schreibt, seien die Gespräche einerseits noch in einem frühen Stadium. Auf der anderen Seite habe Apple den Aufbau von Produktionsstätten in den USA zur Voraussetzung für eine Zusammenarbeit gemacht. CATL sei wegen der politischen Spannungen zwischen den USA und China sowie aus Kostengründen aber zurückhaltend.

Der Verlauf der Diskussionen könne sich noch ändern und es sei nicht klar, ob am Ende auch Vereinbarungen mit CATL und BYD getroffen würden, sagten die mit den Vorgängen vertrauten Personen laut Reuters. Zudem sei unklar, ob Apple auch mit anderen Batterieherstellern verhandle.

Während es offenbar noch keine Präferenz beim Zulieferer gibt, soll der Tech-Konzern klare Vorstellungen von der Batterie-Technologie haben: Den Insidern zufolge bevorzugt Apple Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Dabei soll es wohl vor allem um die Kostenvorteile der LFP-Zellen gehen, die nicht nur robuster, sondern dank ihrer Materialien auch billiger herzustellen sind als Batterien mit Kobalt oder Nickel.

Gerüchte über E-Auto-Pläne von Apple gibt es schon seit Jahren, doch der Tech-Riese hat sich bislang noch nicht öffentlich dazu geäußert. Reuters hatte im Dezember 2020 berichtet, dass Apple bis zum Jahr 2024 den Produktionsstart für einen autonomen E-Pkw für den Massenmarkt anstrebe.

Anfang diesen Jahres war das Apple Car nicht nur wegen des Reuters-Berichts aus dem Dezember wieder in den Medien: Es gab Berichte, wonach Hyundai der Partner des Tech-Riesen werden könnte – ein Statement des Autobauers, in dem eine mögliche Partnerschaft angedeutet wurde, wurde jedoch später abgeschwächt und der Bezug zu Apple entfernt. Einen Monat später hieß es dann, Apple stehe vor einer Milliarden-Partnerschaft mit Kia.

Update 22.10.2021: Die Verhandlungen von Apple mit den chinesischen Unternehmen CATL und BYD über die Lieferung von Batterien für seine angeblich geplanten Elektroautos sind laut einem Bericht von Reuters zum Stillstand gekommen. Die Batteriehersteller sollen sich geweigert haben, Teams zu bilden und US-Werke zu bauen, die ausschließlich für Apple arbeiten bzw. produzieren, so die Nachrichtenagentur unter Berufung auf drei Insider. Apple habe jedoch die Hoffnung nicht aufgegeben, die Gespräche mit CATL oder BYD wieder aufzunehmen.
msn.com, reuters.com (Update)

2 Kommentare

zu „Apple: Verhandlungen mit CATL und BYD?“
BEV
08.06.2021 um 14:52
Es hieß doch, dass das Apple Car mit einer "Wunderbatterie" daher kommen soll. LFP würde ja dafür sprechen, dass Apple eher ein nicht soo teures Fahrzeug für den Massenmarkt bauen möchte.Für 2024 müsste es jetzt schon deutlich konkreter sein als es die unterschiedlichen Gerüchte vermuten lassen.
Martin
09.06.2021 um 07:22
Ich vermute eher, dass es um die Langlebigkeit geht. Für ein Robotaxi sollte das Fahrzeug min. 700.000 km schaffen.

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