30.07.2021 - 14:09

New Yorker Staatsanwalt klagt Ex-Nikola-CEO Milton an

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Die Staatsanwaltschaft in New York hat nun Anklage gegen Trevor Milton, den im September 2020 nach Betrugsvorwürfen zurückgetretenen Nikola-Gründer, erhoben. Ihm wird vorgeworfen, Anleger in die Irre geführt zu haben.

Zur Erinnerung: Mitte September 2020 hatte der Shortseller Hindenburg Research schwere Betrugsvorwürfe gegen den angehenden Elektrotruck-Hersteller erhoben. Das Unternehmen sei ein „Ozean von Lügen“, viele Errungenschaften des Unternehmens würden auf Betrug oder den Entwicklungen von Partnerfirmen basieren. In der Folge hatte Nikola die Vorwürfe im Kern abgestritten, Milton wollte sogar gerichtlich gegen den Shortseller vorgehen. Wenige Tage später trat Milton dennoch zurück. Neben der US-Börsenaufsicht SEC ermittelte auch das US-Justizministerium.

Die Staatsanwaltschaft New York hat jetzt Milton angeklagt, da er Anleger gezielt getäuscht und in die Irre geführt haben soll. In der 49-seitigen Anklageschrift sind drei Anklagepunkte wegen Betrugs enthalten. Wegen falscher Angaben zu den Produkten des Unternehmens sollen Anleger in die börsennotierte Firma investiert und in der Folge Geld verloren haben.

Im Kern ähneln die Vorwürfe stark jenen von Hindenburg Research: So soll Milton unter anderem verkündet haben, Nikola haben einen „komplett funktionstüchtigen“ Sattelschlepper gebaut zu haben. Milton habe aber gewusst, dass das Fahrzeug „nicht einsatzfähig“ war – weil wichtige Teile wie Motoren und Getriebe gefehlt haben sollen. Auch Hindenburg Research hatte Nikola vorgeworfen, dass der Prototyp für Fahraufnahmen lediglich ohne Antrieb eine abschüssige Straße herunter gerollt sei. Mit seinen Versprechungen habe Milton Anleger zum Aktienkauf bewegen wollen. Nikola selbst hatte damals erklärt, dass die Komponenten des Lkw damals aus Sicherheitsgründen für die Präsentation entfernt worden seien.

ZF

In einem aktuellen Statement seines Anwalts lässt Milton ausrichten, dass er unschuldig sei. „Dies ist ein neuer Tiefpunkt in den Bemühungen der Regierung, rechtmäßiges Geschäftsgebaren zu kriminalisieren. Jede Führungskraft in Amerika sollte entsetzt sein“, heißt es in der Erklärung des Anwalts. „Herr Milton wurde nach einer fehlerhaften und unvollständigen Untersuchung zu Unrecht angeklagt, bei der die Regierung kritische Beweise ignoriert und wichtige Zeugen nicht befragt hat. Von Anfang an war dies eine Ermittlung auf der Suche nach einem Verbrechen.“

Auch vor Gericht bekannte sich Milton in allen Anklagepunkten nicht schuldig. Das Gericht ließ Milton gegen eine Kaution von 100 Millionen US-Dollar frei. Wann die Verhandlung beginnt, steht noch nicht fest.
automobilwoche.de, spiegel.de, teslarati.com

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