16.11.2021 - 13:34

Freyr nimmt Glencore bis zu 1.500t Kathodenmaterial ab

Nach einer Grundsatzvereinbarung zwischen Freyr mit dem Rohstoffhändler Glencore Anfang des Jahres folgt nun ein erster konkreter Vertrag: Er fixiert die Lieferung von bis zu 1.500 Tonnen Kathodenmaterial mit teilweise recyceltem Kobalt aus dem Glencore-Werk Nikkelverk in Norwegen.

Kurzer Rückblick: Freyr und Glencore hatten sich im Februar grundsätzlich auf die Lieferung von bis zu 3.700 Tonnen Kathodenmaterial auf Basis von Kobalt geeinigt. Der Rohstoff müsse nachhaltig nach noch zu präzisierenden Standards beschafft werden und soll in Nikkelverk, dem norwegischen Betrieb von Glencore in der Stadt Kristiansand, zu besagten Komponenten weiterverarbeitet werden, hieß es seinerzeit. Nun wurde die Lieferung der ersten bis zu 1.500 Tonnen umfassenden Tranche vereinbart. Die Konditionen zum Zeitrahmen und zu den Preisen bleiben dabei unter Verschluss.

Freyr präzisiert lediglich, dass die Vereinbarung darauf abziele, „unsere Produktionsanlagen mit recyceltem, nachhaltig beschafftem und rückverfolgbarem Kobalt zu versorgen, das in den norwegischen Betrieben von Glencore als Teil einer wachsenden lokalen nachhaltigen Wertschöpfungskette für Batterien veredelt wird.“ Der nächste logische Schritt bestehe darin, gemeinsam eine 100-prozentige Dekarbonisierung der Versorgung mit Kobalt und anderen Batteriematerialien anzustreben – wohlgemerkt unter potenzieller Einkalkulation eines CO2-Kompensationsprogramms.

Freyr und Glencore sind sich darüber hinaus einig, bei der Einführung von Recycling-Zertifikaten zusammenarbeiten zu wollen. Ziel sei, die Lieferung von recyceltem Material zu dokumentieren. Außerdem erörtern die Partner weitere Kooperationsmöglichkeiten „in Norwegen und weltweit“ – unter anderem mit Blick auf potenzielle Nickel-Lieferungen und potenzielle Lieferungen von Recyclingschrott aus Freyrs künftigen Batteriezellenwerk im norwegischen Mo i Rana an Glencore.

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Für die geplante und erstmals 2019 angekündigte Fabrik zur Serienproduktion von Batteriezellen nannte Freyr jüngst wieder eine neue Kapazität. Ursprünglich waren 32 GWh geplant, nun soll das Werk bis 2025 über Kapazitäten für 35 GWh verfügen. Zwischenzeitlich war von 40 oder gar 43 GWh die Rede.

Letztgenannte Zahl könnte aber bald dennoch zutreffen – zumindest für ganz Norwegen. Denn Freyr will über Joint Ventures in Norwegen weitere 8 GWh Produktionskapazitäten aufbauen – was zusammen mit den 35 GWh der eigenen Fabrik in Rana eben jene 43 GWh ergeben würde. Nach 2025 dürften dann auch die finnischen Pläne in die Rechnung einfließen: Bis 2028 strebt Freyr bereits eine Gesamtkapazität von bis zu 83 GWh in Europa an.

Die Bande zu Glencore wird unterdessen nicht nur anhand von Liefervereinbarungen verstärkt. Der Rohstoffkonzern hat als Teil des Börsengangs von Freyr im Rahmen einer PIPE auch in Freyr investiert. Wie hoch das Investment Anfang dieses Jahres ausfiel, ist aber nicht bekannt. Der US-Börsengang des Startups erfolgte mittels einer Fusion mit dem Börsenmantel Alussa Energy Acquisition Corporation.
ir.freyrbattery.com

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16.11.2021 13:51