15.12.2021 - 13:40

ZeroAvia: Frisches Kapital und Lieferdeal mit United Airlines

Das auf elektrische Flugzeugantriebe spezialisierte Unternehmen ZeroAvia hat von Investoren weitere 35 Millionen US-Dollar eingesammelt. Außerdem verkündet ZeroAvia mehrere neue Kooperationen – zuvorderst mit United Airlines.

Mit der neuen Finanzierungsrunde schraubt ZeroAvia die Einnahmen durch Investoren auf insgesamt auf 115 Millionen US-Dollar hoch. Zu den nun eingeworbenen 35 Millionen US-Dollar (rund 31 Millionen Euro) haben sich zwei neue Investoren – Alaska Airlines und United Airlines – den Bestandsinvestoren Amazon Climate Pledge Fund, AP Ventures, Breakthrough Energy Ventures, Horizons Ventures, Summa Equity und Shell Ventures angeschlossen.

ZeroAvia will mit dem frischen Kapital die Entwicklung seiner E-Antriebe in der Leistungsklasse von 2 bis 5 MW für größere Flugzeuge beschleunigen. United Airlines kündigt im Rahmen seines Investments zudem an, bis zu 100 Wasserstoff-Antriebssysteme des Typs ZA2000-RJ von ZeroAvia erwerben zu wollen. Als eine der potenziellen Anwendungen nennt United Airlines die 50-sitzigen CRJ550-Regionaljets seiner Tochter United Express. Die Fluggesellschaft geht davon aus, dass die CRJ550 ab 2028 mit den neuen Antrieben nachgerüstet werden können.

„Wasserstoff-elektrische Antriebe sind einer der vielversprechendsten Wege zu einem emissionsfreien Flugverkehr für kleinere Flugzeuge, und diese Investition wird United einen Vorsprung bei dieser wichtigen neuen Technologie sichern“, äußert United-CEO Scott Kirby. Man suche nach Möglichkeiten, nicht nur die eigenen Nachhaltigkeitsinitiativen voranzutreiben, sondern auch Technologien und Lösungen zu identifizieren und zu unterstützen, die die gesamte Branche übernehmen könne.

Schon einige Wochen ist publik, dass ZeroAvia zudem mit dem zweiten Neuinvestor – der Alaska Air Group – eine H2-Antriebslösung für die De Havilland DHC-8-400 (Q400) entwickeln will. Dieses Propeller-Flugzeug ist auch in Europa ein beliebtes Regionalflugzeug und bietet bis zu 76 Passagieren Platz. Dazu passt, dass ZeroAvia eigenen Angaben zufolge jetzt auch direkt mit De Havilland Canada zusammenarbeitet. Auf Basis einer Absichtserklärung haben beide Seiten vereinbart, sowohl für neue als auch in Betrieb befindliche Flugzeuge Wasserstoff-Antriebe entwickeln zu wollen.

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ZeroAvia sieht sich auf gutem Wege, seine Wasserstoff-Antriebstechnologie bis 2024 zu kommerzialisieren. Bisher hat das Unternehmen vor allem Testflüge mit einer umgebauten sechssitzigen Piper M absolviert – sowohl mit Batterie-elektrischem als auch Wasserstoff-elektrischem Antrieb. Zudem arbeitet ZeroAvia an einer H2-Version der 19-sitzigen Dornier 228.

Als mittel- und langfristige Strategie führt ZeroAvia an, zunächst an zehn- bis 20-sitzigen Flugzeugen arbeiten zu wollen, die bis zu 500 Meilen schaffen. Mit der oben genannten Finanzierungsrunde ziele man aber bereits auf das daraufhin folgende Segment der 40- bis 80-sitzigen Flugzeuge ab, teilt das Unternehmen mit. „Und zwar auf Turboprop-Flugzeuge bis 2026 und Regionaljets bis 2028.“ In diesem Bereich unterhält ZeroAvia seit Kurzem auch eine Partnerschaft mit der Mitsubishi Heavy Industries RJ Aviation Group (MHIRJ). Aber das nur am Rande.

„Während wir uns auf die Boden- und Flugtests unseres ersten kommerziellen Produkts in den kommenden Wochen vorbereiten, ermöglicht uns diese Unterstützung durch unsere Investoren, die Auslieferung unseres Motors für größere Flugzeuge zu beschleunigen“, führt Val Miftakhov, CEO und Gründer von ZeroAvia, aus.
zeroavia.com, united.com, zeroavia.com (Havilland Canada)

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