EnBW startet Bau von HPC-Parks in Bayern und Hessen

Im bayerischen Bad Kissingen-Oerlenbach an der A71 und im hessischen Herleshausen an der A4 entstehen zwei neue Schnellladeparks. Den Baustart für die Projekte hat der Energieversorger EnBW nun bekannt gegeben.

++ Dieser Beitrag wurde aktualisiert. Sie finden die neuen Infos ganz unten. ++

Konkret werden die HPC-Parks an der Ausfahrt 28 der A71 in Bad Kissingen-Oerlenbach und an der Ausfahrt 38 der A4 in Herleshausen errichtet. Ausgestattet werden die Standorte mit je acht Schnellladepunkten, teilt EnBW mit.

Die Ladeparks sollen modular aufgebaut werden und damit ausbaufähig sein. Der Standort in Bad Kissingen-Oerlenbach kann auf zwölf Ladepunkte erweitert werden, in Herleshausen kann die EnBW die Kapazität auf 16 Ladepunkte verdoppeln. Die Hubs werden großflächig überdacht, sodass Nutzer vor Witterung geschützt sind. Zudem werden auf den Dächern Solarpanels mit einer Leistung von zunächst je 18,5 kWp angebracht.

Mit dem Baustart der neuen Parks treibt die EnBW den Ausbau seiner Ladeinfrastruktur weiter aus. Erst vor einigen Tagen gab das Unternehmen bekannt, zwei Großladeparks im Norden und Süden Bayerns in Betrieb genommen zu haben. Der Standort in Erlangen direkt an der Autobahn A3 ging bereits kurz vor dem Jahresende ans Netz, wenige Tage später nahm auch der Ladepark an der A96 bei Erkheim seinen Betrieb auf.

Die Bauzeit der Ladeparks von EnBW lag damit bei rund drei bis vier Monaten, sofern es keine Verzögerungen in der Lieferkette gibt. Der Energieversorger hatte die Anlage in Erlangen im August angekündigt, Erkheim als vierter Ladepark in Bayern wurde Mitte September mit dem Bau begonnen. Bereits in Betrieb sind die Parks in Wörth an der Donau (A3) und in Unterhaching bei München.

Im Dezember hatte die EnBW zudem ihren größten Schnellladepark am Kamener Kreuz in NRW in Betrieb genommen – mit 52 HPC-Ladepunkten. Weitere Großstandorte, etwa bei Petersberg an der A9 und Zwickau, stehen vor der Inbetriebnahme: „Das sind für uns Knotenpunkte innerhalb unseres Schnellladenetzes und sichtbare Meilensteine der Antriebswende, die den steigenden Bedarf an Ladestrom auch auf Fernstrecken decken können“, sagte Timo Sillober, EnBW Chief Sales and Operations Officer und dort für den Bereich Elektromobilität verantwortlich.

Die Zahl der EnBW-Schnellladestandorte in Deutschland liegt derzeit bei über 650. Bis 2025 will die EnBW 2.500 Schnellladestandorte in Deutschland betreiben.

Update 11.05.2022: Die EnBW hat in Bayern und Hessen zwei weitere HPC-Standorte in Betrieb genommen. Die im Januar angekündigten Ladeparks im bayerischen Bad Kissingen-Oerlenbach an der A71 und im hessischen Herleshausen an der A4 sind mit einer Photovoltaik-Anlage überdacht und bieten zwölf bzw. 16 HPC-Ladepunkte mit einer maximalen Leistung von 300 Kilowatt.

„Wir schätzen den Bedarf für 15 Millionen Batterie-elektrische Autos auf 130.000 bis 150.000 öffentliche Schnellladepunkte in Deutschland bis 2030“, sagt EnBW-Vertreibschef Timo Sillober. Gerade durch Fortschritte bei der Schnellladetechnologie würden insgesamt weniger Ladepunkte benötigt als bisher angenommen: „Ultraschnelle HPC-Ladepunkte, wie an unseren Ladeparks, können auf derselben Fläche deutlich mehr E-Autos aufladen als AC-Ladepunkte noch vor einigen Jahren, weil der Ladevorgang viel schneller abgeschlossen ist.“
enbw.com, enbw.com (Update)

5 Kommentare

zu „EnBW startet Bau von HPC-Parks in Bayern und Hessen“
Musicman
26.01.2022 um 15:41
Respekt! Ich wünschte Ionity würde so Gas geben.
JG
27.01.2022 um 08:47
so Strom geben!
Christian Sellge
26.01.2022 um 18:42
an der A4 bei Herleshausen existieren doch bereits ENBW-Ladesäulen an der Raststätte Werratal?! https://goo.gl/maps/VREuPHyGGKGzoVqBA Werden diese ersetzt, ergänzt oder entsteht ein kompletter Neubau?
Sebastian Schaal
27.01.2022 um 06:06
Hallo Herr Sellge,dazu gibt es seitens EnBW keine Aussage. Von da her scheint der Neubau an der Ausfahrt (vorerst) on Top zu sein, da die Raststätte nur aus einer Fahrtrichtung gut zu erreichen ist – bzw. eine Abfahrt von der Raststätte nur in Fahrtrichtung Osten möglich ist. Somit könnte auch die Fahrtrichtung West die Ladesäulen besser nutzen.Viele Grüße Sebastian Schaal
Sebastian
28.01.2022 um 09:59
Falls Ihr Aussendienstmitarbeiter sucht, ich würde auch gerne helfen.. bin ich ständig unterwegs.;-).Das Bild oben ist übrigens Rutesheim, A8 direkt neben Leonberg.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Lesen Sie auch