03.02.2022 - 09:14

GM will bis Ende 2023 400.000 E-Autos ausliefern

General Motors hat sich das Ziel gesetzt, in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 400.000 Elektrofahrzeuge in Nordamerika auszuliefern. Zudem sollen die Produktionskapazitäten für Elektroautos weiter als bisher geplant ausgeweitet werden.

Die Auslieferungs- und Produktionsziele verkündete CEO Marry Barra im Rahmen der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen. GM hatte vor einigen Tagen Investitionen in Höhe von weiteren 6,6 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Fertigungskapazitäten für Elektrofahrzeuge und Batteriezellen in Michigan angekündigt und will bis Ende 2025 in Nordamerika über Produktionskapazitäten für mehr als eine Million Elektrofahrzeuge (davon 600.000 Pickup-Trucks) verfügen.

Zum Vergleich: Ford will bis Ende 2024 600.000 E-Fahrzeuge auf dem US-Markt verkaufen. Der GM-Konkurrent wird Berichten von dieser Woche zufolge seine Investitionen in die Elektromobilität ebenfalls weiter erhöhen, um Fahrzeugwerke umzurüsten.

Bei General Motors denkt die Chefetage aber bereits über das Jahr 2025 hinaus. „Ich kann Ihnen jetzt schon sagen, dass eine Million Einheiten in Nordamerika nicht ausreichen werden, um den steilen Nachfrageschub zu befriedigen, den wir ab Mitte des Jahrzehnts für unsere Elektrofahrzeuge erwarten; deshalb werden wir weiterhin Kapazität für Verbrenner in Elektrofahrzeuge umwandeln und planen in ein drittes Werk für EV-Trucks zu investieren“, so Barra (Anm. d. Red.: Pickup-Trucks werden in Nordamerika als Trucks eingestuft). Bisher werden die E-Pickups in der Factory Zero in Detroit-Hamtramck gebaut, laut der Ankündigung von vergangener Woche soll auch die Orion Township Assembly umgerüstet werden – etwa für den Chevrolet Silverado EV.

Kapazitäten für weitere rund eine Million Elektrofahrzeuge sollen etwa bis zum gleichen Zeitpunkt in China aufgebaut werden, wie Barra nun erklärte. Weiter ins Detail ging die GM-Chefin bei den China-Plänen aber nicht.

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General Motors hat aktuell nach eigenen Angaben in Nordamerika mehr als 190.000 Reservierungen für E-Fahrzeuge vorliegen. Mehr als 110.000 sind es allein für den Chevrolet Silverado EV, darunter Reservierungen von mehr als 240 Flottenbetreibern. Weitere 59.000 Reservierungen entfallen auf den Pickup-Truck Hummer EV und dessen SUV-Ableger. Hinzu kommen mehr als 25.000 Reservierungen für E-Lieferwagen der GM-Marke BrightDrop.

Ein großes Interesse und entsprechende Stückzahlen erhofft sich Barra vom Chevrolet Equinox EV, dessen Studie der Konzern auf der CES enthüllt hatte. Das rein elektrische Kompakt-SUV soll im Herbst 2023 zu Preisen ab rund 30.000 US-Dollar auf den Markt kommen. Zudem gab die GM-Chefin an, dass Chevrolet ein weiteres E-Auto plane, das preislich unterhalb des Equinox EV angesiedelt sein soll. Wo der Equinox EV gebaut wird, steht offiziell noch nicht fest. Es ist aber bekannt, dass das mexikanische Werk Ramos Arizpe für E-Autos umgerüstet wird – dort wird bislang die aktuelle Generation des Equinox mit Verbrennungsmotoren gebaut.

„Die durch die Ultium-Plattform geschaffene Effizienz ist ein Hauptgrund, warum wir in der Lage sein werden, wirklich erschwingliche Elektrofahrzeuge wie den Equinox zu liefern“, so Barra. „Erschwingliche Elektrofahrzeuge sind Teil des Marktes, auf den Startups nicht abzielen, aber sie sind der Schlüssel zur Förderung der Massenakzeptanz Elektrofahrzeuge, was eine nationale und globale Priorität ist.“

Kurz zu den (noch stark von den Verbrenner-Modellen geprägten) Geschäftszahlen: GM erzielte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von rund zehn Milliarden US-Dollar, 2020 waren es noch 6,4 Milliarden Dollar. Trotz der anhaltenden Halbleiter-Krise, die auch bei GM für Produktionsausfälle gesorgt hatte, konnte der Konzern sein Ergebnis deutlich steigern.
insideevs.com, detroitnews.com, gm.com

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5 Kommentare zu “GM will bis Ende 2023 400.000 E-Autos ausliefern

  1. Sebastian

    cool. Ein BEV Truck mit Hardtop *dahinschmelz
    .
    Ich hoffe das ganze GM, Ford Lightning etc. BEV kommt alles auch noch Europa. Die avisierten Stückzahlen sind ganz nice, aber beachtet man was allein in Amerika jährlich verkauft wird… das geht in die Millionen Stückzahlen. Viel wird da nicht übrig bleiben und der Gedanke liegt nahe, das auf JAHRE auch die künsten Liefermengen ausverkauft sein werden.

    • Simon Saag

      Sie sind der Sebastian, der bei dem Hyundai-Test bemängelt, dass der bei dem Verbrauch im Vergleich zu ihrem Kastenwagen teuer sei? Und finden dann so eine Kiste mit 4-5 Tonnen, sauschwerer Batterie und 40kWh/100km auf der Autobahn toll?

      Ja, Sie nutzen das als Fahrzeug für die Arbeit, tragen zum Wohlstand in diesem Lande bei und das rechtfertigt alles.

      Vielen Dank, Sie haben zum Abschluss meiner Mittagspause für einen lauten Lacher gesorgt. An die Arbeit!

      • Sebastian

        Bisher sind keinerlei Daten vorhanden, was all diese BEV Trucks verbrauchen. Ein Rivian Youtube mit Anhänger habe ich vorgestern gesehen, das war traurig zu sehen was diese an sich super tolle Kiste an Reichweite liefert. Da fahre ich weiter Autogas oder Diesel auf Fernstrecke. BEVs sind super, hab ja selber 7 Stück im Betrieb. Alle 3 Tage bei Sonne laden macht schon Sinn.
        .
        Was den meisten in Foren wie diesen fehlt, ist der Blick über den eigenen Tellerrand.

        • Simon Saag

          Dann werfen Sie bitte auch einen Blick über den Tellerrand. Mehr als 3 Tonnen, eher 4, müssen beschleunigt und bewegt werden. Wenn der Platz im Innenraum optimiert werden soll, wird es nunmal eckig. Hohe Front, steile Scheibe, die Kabine abrupt zu Ende. Das ist nicht aerodynamisch. Wenn die Ladefläche dahinter offen ist, ist das nicht gut. Warum kam wohl der Rivian in dem Video auf keine gute Reichweite?

          • Sebastian

            mit der Kabine sollte ein Truck weniger verbrauchen, Gift ist eine offene Ladefläche. Meines Wissens nach hatte der Rivian in dem Video eine geschlossene Ladefläche. im übrigen müssen wir nicht darüber diskutieren warum jemand beruflich 3t oder 4t bewegen muss. Schlimmer als Trucks sind „normale“ Autos, zu hundert Millionen die rein dem fahren wichtig sind.

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03.02.2022 09:26