24.03.2022 - 09:17

Nissan bringt in Europa nur noch elektrifizierte Modelle

Der japanische Autobauer Nissan hat angekündigt, auf Investitionen in Euro-7-konforme reine Verbrenner zu verzichten. Stattdessen werden die Japaner in Europa ab 2023 neue Pkw nur noch mit teil- oder vollelektrischen Antrieben einführen.

Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben, dass bis zum Geschäftsjahr 2026 bereits 75 Prozent seiner Neuwagen in der Region elektrifiziert unterwegs sein werden. Ende des Jahrzehnts sollen es 100 Prozent sein. Wie sich die Verkäufe auf BEV, PHEV und HEV verteilen sollen, gibt Nissan nicht an. Den Anteil von 75 Prozent bis 2026 hatte Nissan bereits im vergangenen November genannt.

In naher Zukunft hat Nissan in Deutschland sechs elektrifizierte Modelle im Angebot, davon sind mit dem Juke Hybrid, dem Qashqai e-Power und dem X-Trail e-Power drei Hybride und mit dem Leaf, dem Ariya und dem Townstar drei Batterie-Elektroautos. Für das E-SUV Ariya bestätigt Nissan zudem, dass am 1. April 2022 die Vorverkaufsphase in Deutschland starten wird. Ab dann können Kunden die ersten Exemplare des neuen Modells online oder beim Händler vorbestellen. Die Auslieferungen sollen im Sommer 2022 starten.

„Nissan ist auf dem Weg in eine elektrifizierte Zukunft – und Europa nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Nissan Ambition 2030 gibt eine klare Richtung vor, während unsere neue elektrifizierte Modellpalette den Weg in eine nachhaltige Zukunft weist“, sagt Guillaume Cartier, Vorsitzender der Nissan AMIEO-Region (Afrika, Naher Osten, Indien, Europa und Ozeanien). „Mit der Unterstützung unserer globalen Präsenz und unserer Allianzpartner stellen wir unser bisher umfassendstes elektrifiziertes Produktangebot vor – ein Meilenstein für Nissan in Europa.“ Die Ambition 2030 sieht weltweit 15 BEV-Modelle bis 2030 vor – wie viele davon nach Europa kommen werden, ist nicht bekannt.

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Der Schritt, dass die Japaner nicht in Euro-7-Verbrenner investieren, hatte sich angedeutet. Im Februar berichtete das Magazin „Nikkei“, dass Nissan die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren in fast allen Hauptmärkten aussetze. Nur in den USA werde Nissan die Verbrenner-Entwicklung in begrenztem Umfang für Pickup-Trucks und SUV fortführen – wegen der hohen Nachfrage. Für andere Märkte seinen bei Hybrid-Antrieben auch Weiterentwicklungen an der Verbrenner-Seite geplant, komplett neue Motoren werde Nissan aber nicht entwickeln.

Stattdessen setzt die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi zunehmend auf die Elektromobilität, im Januar wurden die Investitionen in dieses Zukunftsfeld um 23 Milliarden Euro auf 33 Milliarden Euro erhöht. Nissan plant in Sunderland gemeinsam mit Envision AESC eine Batteriefabrik, in dem dortigen Fahrzeugwerk soll auch ein E-Crossover (vermutlich das SUV-Coupé des Ariya) gebaut werden. Pikant: Nissan verkaufte seine eigene Batterietochter und die Batteriefertigung in Sunderland 2018 an die Envision Group.
nissannews.com

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