Anodox Energy Systems plant zwei Batterie-Werke in Lettland

Das schwedische Unternehmen Anodox Energy Systems will zwei Fabriken in Lettland zur Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge bauen. Laut dem Wirtschaftsministerium Lettlands soll zunächst ein Werk zur Montage von Batteriepacks im Hafen von Riga entstehen. Das zweite Werk – dann für die Zellproduktion – soll kurz darauf folgen.

Insgesamt sollen 50 Millionen Euro investiert und bis zu 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es vom Wirtschaftsministerium. In Betrieb gehen soll die Fabrik in Riga bis Dezember 2022, in einer ersten Phase will Anodox in der automatisierten Fabrik hochwertige Batteriepacks für Elektroautos und leichte Nutzfahrzeuge herstellen.

Interessanter als das erste Werk zur Montage von Batteriepacks ist jedoch die zweite geplante Fabrik – allerdings sind hierzu weniger Details bekannt. Dort sollen LFP-Hochleistungszellen hergestellt werden. Genaue Angaben zu den Zellen – außer bekannten Fakten wie die lange Lebensdauer und die günstigeren Materialien – macht Anodox aber noch nicht, auch der geplante Produktionsbeginn wird in der Mitteilung des Ministeriums nicht genannt.

Die geplante LFP-Fabrik soll die erste ihrer Art in Europa sein. „Das bedeutet, dass der Produktionszyklus der Batterien in Lettland abgeschlossen sein wird, vom Rohstoff bis zum kompletten System“, sagt Kaspars Rožkalns, Generaldirektor der lettischen Investitions- und Entwicklungsagentur. „Von Riga aus werden die fertigen Produkte an Kunden in Skandinavien, Deutschland und im übrigen Europa geliefert.“

Für Lettland habe sich Anodox entschieden, weil „die Lage, das Ökosystem der Automobilindustrie und die staatlichen Anreize stimmen“. Dabei soll das Land nur der Startpunkt für die Errichtung von Produktionsstätten in ganz Europa sein. Das Unternehmen erwägt den Angaben zufolge auch Deutschland, Griechenland und Luxemburg als mögliche Investitionsstandorte. Anodox wurde 2016 gegründet und hat bisher „international bekannte Marken wie Volvo, NEVS, Jinpeng Auto, Geely, Lotus, Mahindra und Pininfarina unterstützt“.

„Wir sind begeistert und dankbar, unseren Eintritt in Lettland und die Errichtung der ersten LFP-Fabrik in Europa bekannt geben zu können“, sagt Theodore Zannakis, CEO von Anodox. „Ohne die starke Unterstützung durch die lettische Regierung, LIAA, Altum und unsere Kunden Jinpeng Group und AKINSI Auto wäre dies nicht möglich.“
em.gov.lv

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