05.05.2022 - 16:09

VBB will Schienenverkehr bis 2037 lokal emissionsfrei machen

Der Schienenverkehr im Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) soll bis zum Jahr 2037 lokal emissionsfrei werden. Die ersten konkreten Projekte sind in Vorbereitung und sollen zum Fahrplanwechsel Ende 2024 umgesetzt werden– mit Oberleitung, Akku und Brennstoffzelle.

Das sieht die im April vorgestellte Zielstrategie des VBB für den Dieselausstieg im Regionalverkehr vor. Aktuell fahren rund 73 Prozent der Regionalverkehre in Berlin und Brandenburg mit Strom per Fahrleitung. Die Länder Berlin und Brandenburg und der VBB haben sich als Ziel gesetzt, bis 2037 alle verbliebenden nicht elektrifizierten Strecken von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen.

Dafür werden auch neue Oberleitungen gebaut. Ein Gutachten im Infrastrukturprojekt i2030 im Rahmen der Neuvergabe des Netzes empfiehlt in diesem Zusammenhang eine abschnittsweise Elektrifizierung der Strecke von Wittenberge über Neuruppin nach Berlin (RE6, RB55), wie der VBB mitteilt. Der Prignitz-Express (RE6 und RB55) ist die längste Strecke in Brandenburg ohne Oberleitung. Mit dem angestrebten Ausbau der Infrastruktur würde der Verkehrsvertrag für den Prignitz-Express so neu ausgeschrieben, damit er Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vorsieht – auch, aber nicht nur an der Oberleitung.

„Damit wir unsere Klimaziele erreichen, müssen wir auch auf der Schiene immer mehr Alternativen zu fossilen Antriebsarten nutzen“, sagt Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin. „Ich freue mich, dass der Prignitz-Express bald im Akkubetrieb unterwegs sein kann. Gemeinsam mit Brandenburg machen wir den Regionalverkehr sauberer und attraktiver.“

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Nicht jede Strecke muss dafür durchgehend mit einer Oberleitung ausgebaut werden. Für Batterie-Triebzüge genügt eine abschnittsweise Elektrifizierung der Strecke, für Wasserstoff-Triebzüge eine Tankstelle, die regelmäßig mit Wasserstoff versorgt wird. Die ersten Fahrzeugumstellungen zum Beispiel im Netz Ostbrandenburg und auf der Heidekrautbahn sind zum Fahrplanwechsel Ende 2024 geplant.

Für Ostbrandenburg hat die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) 31 Batterie-Triebzüge vom Typ Mireo Plus B bei Siemens bestellt. Für die Heidekrautbahn soll ein regionales Wasserstoffsystem aufgebaut werden. Hier will die NEB bald die Fahrzeugbeschaffung starten – derzeit sind sieben H2-Züge in Planung.
vbb.de

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