09.05.2022 - 11:12

Tesla bezieht Nickel von Vale

Tesla listet in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht erstmals alle seine direkten Lieferanten von Batteriematerialien. Neben bereits bekannten Verträgen für Lieferungen von Nickel, Lithium und Kobalt wird nun erstmals offiziell bestätigt, dass Tesla mit dem Bergbauunternehmen Vale einen langfristigen Liefervertrag für Nickel geschlossen hat.

Bereits im Jahr 2020 gab es Berichte unter Berufung auf einen hochrangigen Angestellten des brasilianischen Bergbauunternehmens, wonach Vale mit Tesla über die Belieferung mit Nickel aus seinem Betrieb in Kanada verhandle. In der Folge wurde aber kein Ergebnis dieser Gespräche bekannt oder öffentlich bestätigt.

Das hat Tesla jetzt in seinem Nachhaltigkeitsbericht nun getan: Dort wird Vale mit seinem Projekt in Kanada als „Integrated Mine Site + Refiner“ für Nickel geführt. Genauere Angaben, etwa zur vereinbarten Liefermenge oder dem Zeitraum des Deals, gibt es aber nicht.

In der Folge äußerte sich auch Vale: „Vale nimmt die heutige Offenlegung von Tesla Inc zur Kenntnis und bestätigt, dass es einen langfristigen Vertrag mit Tesla Inc über die Lieferung von Nickel der Klasse 1 in die Vereinigten Staaten von seinen Betrieben in Kanada unterzeichnet hat. Diese Vereinbarung steht im Einklang mit unserer Strategie, das Engagement in der Elektrofahrzeugindustrie zu erhöhen und dabei unseren CO2-armen Fußabdruck und unsere marktführende Position als Nordamerikas größter Produzent von fertigem Nickel zu nutzen.“

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Für Nickel werden auch Prony Resources aus Neukaledonien, BHP und Glencore geführt – die beiden letztgenannten mit Minen in Australien.

Kobalt bezieht Tesla bekanntlich aus einer Glencore-Mine im Kongo. Als „Refiner“ für Kobalt werden Hunan , Huayou und Guizhou aus China genannt – alle drei verarbeiten sowohl Kobalt als auch Nickel.

Lithium bezieht Tesla von Albemarle aus einer Mine in Australien und Livent aus einer argentinischen Mine. Im Falle von Albemarle wird das Material in China verarbeitet, bei Livent in China und den USA. Zudem kommen als Refiner beim Lithium Ganfeng und Yahua. Für Mangan werden keine Lieferanten genannt.

Zudem fällt auf, dass Tesla in der Liste nur jene Unternehmen aufführt, die derzeit bereits Material an den Autobauer liefern. Die in diesem Jahr geschlossenen Vereinbarungen für künftige Lieferungen – etwa Nickel bei Talon Metals oder Lithium bei Core und Liontown Resources – sind noch nicht in der Übersicht enthalten.
electrek.co, tesla.com (PDF), vale.com

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09.05.2022 11:58