15.07.2022 - 13:32

VW-Konzern steigert E-Auslieferungen um 27 Prozent

Der Volkswagen-Konzern hat seine Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent gesteigert. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 217.100 vollelektrische Fahrzeuge an Kunden übergeben, nach 170.900 im Vorjahreszeitraum.

VW zeigt sich in der Mitteilung zufrieden mit den Ergebnissen, da die anhaltenden Lieferengpasse bei den Halbleitern und Covid-bedingte Lockdowns in China die Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr erschwert hatten. Der BEV-Anteil an den Gesamtauslieferungen erreichte 5,6 Prozent, gegenüber 3,4 Prozent im ersten Halbjahr 2021.

Wachstumstreiber bei den Elektroautos war trotz der erwähnten Probleme China. Dort konnte der VW-Konzern seinen BEV-Absatz mehr als verdreifachen. Nach 18.300 BEV im H1 2021 konnten die Wolfsburger im ersten Halbjahr 2022 in Fernost 63.500 E-Autos an Kunden übergeben. In Europa steigen die Auslieferungen wegen eines schwachen Quartals nur um 700 Einheiten auf 128.100 BEV (+0,6 Prozent), in den USA ging das Volumen sogar von 18.500 auf 17.000 Fahrzeuge zurück (-8,4 Prozent).

Die Kernmarke VW lieferte 115.900 BEV an Kunden aus, Audi 50.000, Skoda 22.200, Porsche 18.900 und Seat/Cupra 8.300. In der Markengruppe Volumen lagen somit alle Marken mindestens 25 Prozent im Plus, einzig bei VW Nutzfahrzeuge gingen die E-Auslieferungen um 3,6 Prozent auf 1.100 Fahrzeuge zurück. Bei der Markengruppe Premium, die aus Audi und der noch BEV-freien Marke Lamborghini besteht, stieg der E-Absatz um 52,7 Prozent. Die Markengruppe Sport (mit Porsche als einzige E-Marke) lag 4,8 Prozent im Minus: Im H1 2021 konnten die Stuttgarter noch 19.800 Taycan ausliefern, in diesem Jahr hat der Produktionsstopp in Folge des Ukraine-Kriegs gebremst.

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Die erfolgreichsten BEV-Modelle von Volkswagen im ersten Halbjahr 2022 waren der VW ID.4/ID.5 (66.800), der VW ID.3 (26.000), der Audi e-tron inkl. Sportback (24.700), der Skoda Enyaq iV inkl. Coupé (22.200), der Porsche Taycan inkl. Cross Turismo (18.900) und der Audi Q4 e-tron inkl. Sportback (18.200).

„Wir haben trotz herausfordernder Bedingungen, insbesondere im zweiten Quartal, unseren Hochlauf bei den elektrischen Fahrzeugen erfolgreich fortgesetzt. Die Nachfrage ist weiterhin hoch und wir rechnen mit einer verbesserten Versorgungssituation in der zweiten Jahreshälfte“, sagt Hildegard Wortmann, Konzernvorständin Vertrieb. „Die BEV-Auslieferungen im Juni haben bereits einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt und das monatliche Niveau des vierten Quartals 2021 erreicht. Wir arbeiten intensiv daran, den hohen Auftragsbestand zu reduzieren und die Lieferzeiten für unsere Kunden zu verkürzen. An unserem Ziel, im Gesamtjahr einen BEV-Anteil von 7 bis 8 Prozent zu erreichen, halten wir fest.“
volkswagen-newsroom.com

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7 Kommentare zu “VW-Konzern steigert E-Auslieferungen um 27 Prozent

  1. Werner Happe

    Das liest sich erstmal gut. Die Zahlen sind beschämend. 27% Steigerung von wenig bleibt wenig. Die absoluten Zahlen sind entscheidend und die sind weiterhin klein am Gesamtanteil von allen Fahrzeugen. Geht man davon aus, dass Elektromobiltät das Klima retten soll, es ist dabei egal, ob man persönlich daran glaubt oder nicht, und der Kipppunkt in 8 Jahren da wäre, ein Elektroauto auch mindestens 30tkm fahren muss um dann ordentlich CO2 einzusparen, was würde das bedeuten? Eine Steigerung von 300% wäre angemessen. So entpuppt sich das ganze nur noch als Marketing der Hersteller

    • D-Tric

      Erst einmal soll die Elektromobilität alleine nicht das Klima retten. Sie soll einen Beitrag dazu leisten. Grade angesichts der Größe eines Konzerns wie VW finde ich 27% Steigerung gar nicht beschämend. Eine Steigerung von 300% jährlich würde bedeuten, innerhalb von 3-4 Jahren die KOMPLETTE Produktion weltweit auf E-Fahrzeuge umzustellen. Das ist doch aus vielen Gründen völlig unrealistisch.

      • Sebastian

        Das Elektroauto wird nirgends das Klima retten. Vor allem nicht in Deutschland, wo in Kürze dick und fett Braunkohle verstromt wird. Ich denke ab Oktober ist der CO2 Gehalt im Netz über dem in Polen.

        • Peter

          Ja. Wegen einem sondersituationsbedingten Einmaleffekt ist die gesamte Langfristtrategie schlecht. Schon klar.

          • Sebastian

            Welche Strategie? Die haben aktuell nicht mal einen Plan, geschweige Ahnung. Das selbe wie Frau Dr. davor.

    • Nörgler

      Die Verbrenner-Technologie ist eine scheußliche Dreck- und Lärmschleuder, die Erkenntnis wurde aber lange unterdrückt. Unabhängig vom Klimaeffekt stellt die Elektromobilität einen bedeutenden Zivilisationsfortschritt dar. Ein Elektroauto muss auch nicht 30t km fahren, bevor es CO2 einspart, das ist eine kalkulierte Falschinformation. Einen CO2-Overhead bei der Produktion wird es bei Volkswagen kaum noch geben, weil sie als „Grün“ bewerteten Strom verwenden. Von daher: Elon Musk sei Dank!

  2. Roma

    VW bemüht sich echt, das Quartal bzw. Halbjahr positiv zu kommunizieren, aber für mich läuten da eher die Alarmglocken, da so einiges nicht mit den Mitbewerbern korreliert.
    Aktuell läuft in AT Werbung, dass man ID3&4 noch dieses Jahr bekommt, wenn man jetzt bestellt.
    Auch in den USA ist der ID4 über 150 Tage im Inventar, das passt also nicht mit der VW-Aussage („Die Nachfrage ist weiterhin hoch“) zusammen bzw. wird scheinbar wissentlich nicht erwähnt und zusammen mit den stagnierenden Zahlen in Europa und dem Rückgang in den USA wird ein völlig anderes Bild gemalt.
    Im chinesischen Markt gab es zwar einen Aufschwung, aber trotzdem noch weit abgeschlagen, trotz einer sehr umfangreicher Modellpalette.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2022/07/15/vw-konzern-steigert-e-auslieferungen-um-27-prozent/
15.07.2022 13:44