Afeela plant weitere Modelle und Marktstart in Europa

Die neue Elektroauto-Marke Afeela von Sony und Honda plant bereits weitere Modelle und einen Markteintritt in Europa. Das geht aus einem britischen Medienbericht hervor. Das Joint Venture Sony Honda Mobility (SHM) hatte dieser Tage auf der CES die neue Marke samt einer ersten Limousinen-Studie präsentiert.

Das Portal „Autocar“ berichtet nun unter Berufung auf Yasuhide Mizuno, CEO des neuen Joint Ventures, dass die E-Limousine nach dem geplanten Verkaufsstart in Nordamerika Ende 2025 rund ein Jahr später auch in Europa auf den Markt kommen soll. Zudem plane Afeela bereits die nächsten Modelle, die ziemlich schnell nach der Limousine eingeführt werden, heißt es in dem Bericht weiter. Wie Mizuno am Rande der Messe gesagt haben soll, erwägt Afeela den Launch eines SUV, einer zweiten Limousine und möglicherweise auch eines Van.

Das Konzept eines E-SUVs hatte Sony bereits auf der CES 2022 gezeigt. Die zwei Jahre zuvor von Sony präsentierte E-Studie der Limousine VISION-S 01 diente zumindest optisch als Vorlage der nun enthüllten Limousinen-Studie unter dem Afeela-Logo. Details zum Antrieb des Modells haben Sony und Honda bislang nicht genannt. Die einzigen bekannten technischen Details sind die Maße (4,9 x 1,9 x 1,46 m), ein Radstand von drei Metern und die Tatsache, dass das Fahrzeug einen Allradantrieb erhalten wird.

Mizuno bestätigt aber laut „Autocar“ jetzt immerhin, dass Afeela die künftige E-Auto-Plattform e:Architecture von Honda nutzen wird. Diese soll bei Honda in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts eingeführt werden, um die BEV-Ära bei Honda zu forcieren. Hondas Elektro-SUV Prologue soll zunächst noch auf der Ultium-Plattform von General Motors aufbauen und 2024 in Nordamerika auf den Markt kommen. Ebenso ist ein rein elektrisches Modell der Honda-Marke Acura – ebenfalls auf Ultium-Basis – geplant. Eckpunkte zur e:Architecture sind noch nicht publik.

Das Joint Venture von Sony und Honda wurde im Oktober 2022 offiziell vorgestellt – wobei der Name Sony Honda Mobility bereits seit Sommer 2022 feststand. Das in Tokio ansässige Unternehmen wird von beiden Partnern je zur Hälfte gehalten und wurde mit einem anfänglichen Kapital von 10 Milliarden Yen (rund 70 Millionen Euro) ausgestattet. Obwohl es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen zweier japanischer Konzerne mit Sitz in der Hauptstadt handelt, sollen die Produkte nicht in Japan gebaut werden. Honda soll sie vielmehr in Nordamerika produzieren. Im Oktober hieß es, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2026 dann aber auch Japan als Markt in den Fokus rücken soll. Dasselbe gilt den neuesten Informationen zufolge offenbar für Europa.

Großen Wert legt SHM auf die Stoßrichtung, in seinen künftigen Fahrzeugen Mobilität und Unterhaltung zu verschmelzen. Man wolle „einen neuen Mobilitäts-Lifestyle schaffen und als Mobility Tech Company den Mobilitätsbereich revolutionieren“, äußert Mizuno vergangene Woche. Geplant ist etwa, im Auto reale und virtuelle Welten zu integrieren. „Unser Ziel ist es, eine intuitive Navigation durch Augmented Reality (AR) mit unserer Sensortechnologie zu ermöglichen“, so Mizuno. Dazu hat SHM eine Entwicklungszusammenarbeit mit Epic Games gestartet. Als Chipzulieferer und ebenfalls als strategischer Entwicklungspartner fungiert Qualcomm.
autocar.co.uk

Lesen Sie auch