Hessische Landesbahn bestellt Batteriezüge bei Siemens

Siemens Mobility hat einen weiteren Auftrag für seine Batteriezüge erhalten. Die Hessische Landesbahn beschafft drei zweiteilige Mireo Plus B. Die neuen Batteriezüge werden auf der Oberwesterwaldbahn (OWB) und der Unterwesterwaldbahn (UWB) verkehren.

Die OWB umfasst die Strecken von Limburg bis Altenkirchen – Au – Siegen. Die Route der OWB beträgt 115 Kilometer, davon sind rund 75 Kilometer ohne Fahrdraht – hier sind die Züge also auf ihre Batterie angewiesen. Es ist vorgesehen, die Züge in Limburg und auf dem Teilabschnitt Au – Siegen nachzuladen, wie es in der Siemens-Mitteilung heißt.

Die Batteriezüge der UWB werden zwischen Limburg – Montabaur – Siershahn unterwegs sein. Auf der UWB beträgt die nicht elektrifizierte Strecke etwa 35 Kilometer. Damit ist ein Zugbetrieb hin und zurück ohne Nachladen möglich.

Insgesamt werden die Züge über 50 Bahnhöfe anfahren. Da die Abschnitte ohne Oberleitung teilweise recht lang und die Steigungen im Westerwald „anspruchsvoll“ sind, erfordere der Einsatz auf der OWB und UWB „besonders performante Züge“, so Siemens. Der Hersteller verspricht, dass der Mireo Plus B „mit seiner hohen Antriebsleistung für diese Herausforderung bestens geeignet“ sei.

Die zweiteiligen Batteriezüge verfügen über Stromabnehmer, um unter der Oberleitung zu fahren und auf diesen Abschnitten die Batterien zu laden. Auf den Strecken ohne Oberleitung wird dann der Strom aus eben jenen Batterien genutzt. „Auf topographisch anspruchsvoller Strecke“ soll die Batterie-Reichweite des Mireo Plus B bei rund 80 Kilometern liegen.

„Wir freuen uns, dass wir im Pilotprojekt Westerwald demonstrieren dürfen, dass alternative Antriebe auch auf topografisch anspruchsvollen Strecken und langen Streckenabschnitten ohne Oberleitung eine wirklich gute und grüne Alternative für den Personenverkehr bieten“, sagt Elmar Zeiler, Leiter Regionalzüge bei Siemens Mobility. Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn, ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass sich diese umweltfreundliche, innovative Technologie auch für schwierige längere Steigungsstrecken im Mittelgebirgsraum eignet, und freuen uns sehr, wenn wir dafür im dauerhaften Alltagseinsatz den Beweis liefern können.“

Bei dem Mireo Plus B handelt es sich um die Batterie-elektrische Version des Regionalzuges von Siemens Mobility. Dafür hat der Hersteller bereits einige Aufträge erhalten, etwa aus Baden-Württemberg, Ostbrandenburg und Dänemark. Mit dem Mireo Plus H bietet Siemens auch eine Brennstoffzellen-Version an, die im September 2022 seine Jungfernfahrt absolviert hat.
siemens.com

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