E-Kabinenroller Microlino in Deutschland erhältlich

Der Microlino ist ab sofort in Deutschland zu haben. Den Auftakt macht die in zwei Farben verfügbare, ab 22.690 Euro erhältliche limitierte Pioneer-Version, die mit der mittleren Batterieversion à 10,5 kWh ausgerüstet ist. Der Vertrieb des Microlino in Deutschland erfolgt wie berichtet über die Automobilhandelsgruppe Astara.

Hersteller Micro Mobility hatte im Juni 2022 den Konfigurator für Schweizer Vorbesteller des Microlino geöffnet und die Auslieferungen im August 2022 gestartet. Der Marktstart des kleinen E-Zweisitzers der L7e-Klasse hatte sich zuvor mehrfach verschoben, nun ist es aber auch in Deutschland soweit: Die Exemplare der auf 999 Fahrzeuge limitierten Pioneer-Version sind „ab sofort lieferbar“, wie es auf der Webseite des Schweizer Unternehmens heißt. Die konfigurierbaren Modelle sollen ebenfalls bald folgen. Zunächst die Fahrzeuge der höherklassigen Dolce- und Competizione-Editionen, die laut Webseite ab dem Q2/2023 ausgeliefert werden, gefolgt von der Basisedition Urban ab dem ersten Quartal 2024.

Bleiben wir aber zunächst bei der Pioneer Edition. Sie wird wie alle Microlinos von einem 12,5 kW starken E-Motor angetrieben. Die Batterie kommt auf 10,5 kWh, was eine Reichweite von bis zu 177 Kilometern ermöglichen soll. Ab Werk erhalten Fahrzeuge dieser Edition einen 2,6-kW-Onboardcharger. Die AC-Ladung auf 80 Prozent Batterieladestand dauert laut Micro Mobility vier Stunden.

Im Serienumfang enthalten sind bei der Pioneer-Edition unter anderem Bi-LED-Scheinwerfer, 13-Zoll-Continental-Reifen mit Radkappen in Weiß oder Schwarz, ein zentrales Touch-Display, einen digitaler Tacho und ein Schiebedach. Als Außenfarben stehen Atlantis Blau und Torino Aluminium zur Auswahl.

Nach der Pioneer Series soll es mit 6 kWh und 14 kWh (für 91 bzw. 230 Kilometer) noch zwei weitere Batterie-Varianten geben. Die kleine Batterie wird nach Konfigurator-Angaben ab Q1/2024 erhältlich sein, die große Batterie ab Q4/2023. Das heißt: Auch die konfigurierbaren Modelle werden zunächst nur mit mittlerer Batterie vorfahren.

Grundsätzlich gibt es zum 435 Kilogramm wiegende Microlino (Gewicht ohne Batterie) noch folgende Präzisierungen: Der 12,5-kW-Motor kommt in der Spitze auf 19 kW und einen Drehmoment von 118 Nm. Damit sollen bis zu 90 km/h drin sein. Für den Spurt aus dem Stand auf 50 Meter gibt das Unternehmen fünf Sekunden an. Der 2,52 Meter lange und 1,47 Meter breite E-Kabinenroller verfügt über eine selbsttragende Karosserie aus Stahl und Aluminium. Als Reaktion auf das „Feedback der Reservierungsinhaber“ wird der E-Kabinenroller in besagten drei verschiedenen Editionen auf den Markt kommen: Urban, Dolce und Competizione.

Die Urban Edition verkörpere „die Essenz des Microlino als einfaches, aber stylisches Fahrzeug“. Es handelt sich also um die Einstiegsvariante, die in zwei Außenfarben (Santorini White und Amsterdam Orange) und in zwei schlichten Innenausstattungen in schwarzem und anthrazitfarbenem Stoff erhältlich ist. Ab Werk erhält die Urban-Variante ein geschlossenes Coupé-Dach, das Schiebedach gibt es gegen Aufpreis. Die Lichtleiste ist bei dieser Version nicht durchgängig beleuchtet. Diese Version ist in Deutschland noch nicht konfigurierbar.

Die Dolce Edition fährt mit Retro-Touch und auffälligeren Farben vor. Sie ist in fünf Farben erhältlich und verfügt über Details aus Chrom. Neben dem Weiß und Orange der Einstiegsversion stehen drei Farben mit weißem Dach zur Auswahl: Paris Mint, Milano Red und Zurich Blue. Die Dolce-Version übernimmt die vordere und hintere LED-Lichtleiste und bietet innen zwei Innenausstattungsvarianten mit hochwertigen Materialien aus Stoff und veganem Leder, die auf die Außenfarben abgestimmt sind. Das Schiebedach ist serienmäßig, Kunden können aber auch ohne Aufpreis für ein geschlossenes Coupé-Dach entscheiden. Der Preis startet hier ab 21.190 Euro.

Die Competizione Edition zeichnet sich durch ein modernes und futuristisches Styling aus, das durch dezente Chromdetails, matte Karosseriefarben und ein schwarz glänzendes Dach unterstrichen wird. Die Farbenauswahl beschränkt sich auf Gotham Anthracite, London Green und Torino Aluminum. Die Lichtleisten sind ebenso an Bord wie ein serienmäßiges Schiebedach (auch hier kann kostenlos das Coupé-Dach geordert werden). Innen bietet der Hersteller passend zum modernen Äußeren ebenfalls zwei Ausstattungen mit hochwertigen Materialien in Stoff und veganem Leder. Zu haben ist diese Modellversion ab 21.690 Euro.

Die Auslieferung erfolgt der Motorworld Munchen gegen eine einmalige Gebühr von 625 Euro, die nochmals auf den Kaufpreis drauf kommt. Micro Mobility gab bei Bekanntgabe von Astara als Vertriebspartner für Deutschland und Spanien an, „alle Mobilitäts- und Vertriebsmöglichkeiten von Astara“ nutzen zu wollen – stationär wie digital. Stand November 2022 ist die Reservierungsliste für den Microlino auf mehr als 35.000 Reservierungshalter angewachsen.

Wie berichtet wird Micro Mobility das Modell selber produzieren. Dazu haben die Schweizer mit Produktionspartner CECOMP als Minderheitsgesellschafter eine neue Geschäftseinheit für die Fertigung in Italien gegründet. Bereits im August 2021 bezog das Unternehmen eine Produktionsstätte in Turin. Die Produktionskapazität soll sich früheren Angaben zufolge bei etwa 7.500 Fahrzeugen pro Jahr einpendeln, wobei die Möglichkeit bestehen soll, die Produktionsrate weiter zu erhöhen.

In Deutschland und Spanien dürften die ersten Fahrzeuge also 2023 auf die Straße rollen. Außerdem wollen Micro Mobility und Astara ihre Vertriebskooperation künftig auf weitere Märkte ausweiten. Astara – früher als Bergé Group aktiv – ist nach eigenen Angaben in 17 Ländern aktiv.
auto-medienportal.net, autohaus.de, motormobiles.de, microlino-car.com

8 Kommentare

zu „E-Kabinenroller Microlino in Deutschland erhältlich“
HAF
24.04.2023 um 11:52
Das Konzept ist toll, aber Preis-Leistung sind leider komplett an der Realität von 2023 vorbei
DrDrProf
25.04.2023 um 11:12
Sehe ich ganz ähnlich. Ein Problem ist das Fahrzeug der L7e klasse schon dumme Restriktionen unterlegen sind besonders was motor Leistung angeht. Wenn man also mehr will muss es eine M1 klasse sein und das kleinst wagen Segment bei den M1 Klassen ist von den EU Regulierungen quasi exekutiert worden.
xGabriel
25.04.2023 um 07:26
Jupp. Preise sind total krank...
Frank
25.04.2023 um 08:03
Tolles Konzept, was mir aufgefallen ist, dass DC - Laden fehlt (so schwierig ;-) ? Grundsätzlich sind wir viel zu teuer, Wir werden in China damit keine Chance haben. Vgl. Wuling Hongguang Mini EV (best selling BEV in CHina 3700-5000€)
Anz
25.04.2023 um 08:56
Schönes Konzept, aber ich vermute mal, das wird der nächste kleine Hersteller der dann bald Pleite ist. Ein mehr oder weniger reines Stadtauto für den Preis wird sich wohl nicht durchsetzen.
Markus
25.04.2023 um 13:11
So viel teurer sind richtige E Autos dann auch nicht mehr. Ein Fiat 500 fängt da in etwa an bei mobile.
Michael Bogner
24.05.2023 um 22:00
Kostet aktuell aber mehr als das doppelte, wenn wir von einem Neuwagen reden. Soviel dazu!
Martin Bernhard Sandkamp
17.05.2023 um 11:33
Ab wann ist mit der Microlino-Auslieferung in Bremen zu rechnen?

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