Panasonics Batteriesparte senkt Gewinnprognose

Panasonic hat seine Produktion von E-Auto-Batteriezellen in Japan im vergangenen Quartal um 60 Prozent reduziert und die Jahresgewinnprognose der Sparte um 15 Prozent gesenkt. Hintergrund ist die schwache Nachfrage nach zwei bestimmten E-Autos.

Bild: Panasonic

Bei dem Produktionsrückgang und der daraus resultierenden, geringeren Gewinnerwartung soll es sich um einen vorübergehenden Effekt handeln. Mittel- und langfristig will Panasonic an seinen Plänen zur Massenproduktion seiner neuen 4680-Zellen festhalten. Auch die Zellproduktion in der Gigafactory 1 in Nevada läuft weiter.

Hintergrund der aktuellen Maßnahmen ist die geringe Nachfrage nach den Tesla-Modellen S und X, für die Panasonic in Japan die Rundzellen herstellt. Auf dem für diese Modelle wichtigen US-Markt sind das Model S und Model X aufgrund ihrer hohen Verkaufspreise nicht für die Steuergutschriften qualifiziert. Auch in anderen Ländern ist für Teslas Oberklasse-Modelle keine Förderung möglich. „Da es sich um Luxusautos handelt, die diesen Preis übersteigen, ist die Nachfrage zurückgegangen“, sagte Panasonic-CFO Hirokazu Umeda vor Investoren und Reportern.

Daher hat Panasonic die Gewinnprognose von 135 Milliarden Yen auf 115 Milliarden Yen gesenkt. Das entspricht umgerechnet immer noch etwa 720 Millionen Euro. Denn außerhalb des Model S und Model X entspricht das Geschäft der Batteriesparte von Panasonic offenbar den Erwartungen. Die Produktion in den nordamerikanischen Betrieben sei stabil, so Panasonic.

Die Japaner wollen an ihren Plänen zur Massenproduktion der neuen 4680-Zellen festhalten. Das Unternehmen verhandelt mit Mazda und Subaru über die Lieferung von Batteriezellen und plant, seine jährlichen Produktionskapazitäten für Elektroauto-Batteriezellen bis März 2031 auf insgesamt 200 Gigawattstunden zu vervierfachen.

reuters.com, bnnbloomberg.ca, panasonic.com (PDF)

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