Wasserstoff-Joint-Venture von Quantron und Oilinvest

Quantron und Oilinvest arbeiten zusammen, um Wasserstoff-Tankstellen für die Versorgung von Brennstoffzellen-Lkw aufzubauen. Teil der Partnerschaft ist ein Joint Venture namens Hemtron mit Standort in Hamburg.

Bild: Quantron

Laut Quantron betreiben die Oilinvest-Tochtergesellschaften zusammen rund 2.450 Tankstellen unter der Marke Tamoil in Europa, darunter in Italien, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz. In Deutschland ist der Konzern unter seiner Marke HEM Tankstellen aktiv. An diesen Tankstellen sowie an Locations von Dritten und neu zu erschließenden Standorten soll ein „umfangreiche Netz die Grundlage für die Verbreitung von Brennstoffzellen-Lkw schaffen“, teilt Quantron mit.

Beginnend in Deutschland übernehme das Joint Venture Hemtron die Aufgabe, die Versorgung mit Wasserstofftankstellen an kundenorientierten Standorten in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten wie Logistikzentren und Autobahnen sicherzustellen. Bereits im September 2022 gab Quantron an, mit der Deutschen Tamoil / HEM prüfen zu wollen, inwiefern H2-Tankstellen entlang der mehr als 400 HEM-Tankstellen realisiert werden könnten. Damals hieß es, die Standorte sollen in einem gestaffelten Prozess aufgerüstet werden. Mit der Gründung des Joint Ventures ist das Vorhaben nun wohl besiegelt.

„Durch diese strategische Partnerschaft mit Quantron wollen wir unseren Kunden eine wirtschaftlich tragfähige Lösung anbieten und die Kohlendioxidemissionen mit grünem Wasserstoff als Alternative zu Diesel für den kommerziellen Straßenverkehr reduzieren“, sagt Ahmed Elkerrami, CEO der Oilinvest Group. „Unser Ziel ist es, unsere Initiativen zu bündeln, die eine Zunahme von Projekten mit nicht-fossilen Brennstoffen sicherstellen. Diese Partnerschaft wird unsere Strategie unterstützen, bis 2050 ein Netto-Null-Unternehmen zu werden, und wir freuen uns darauf, weitere Partner in die Hydrogen Fuelling Alliance aufzunehmen.“

Michael Perschke, CEO der Quantron AG, kommentiert: „Mithilfe der Kraftstoffkompetenz und des Tankstellennetzes von Oilinvest schaffen wir für unsere Kunden eine Grundlage für den Umstieg von Diesel auf emissionsfreie FCEV-Fahrzeuge. Aufgrund unseres derzeitigen Vorsprungs bei Reichweite und Leistung im 44-Tonnen-Segment sowie unseres QLI FCEV, der bereits ausgeliefert wird, wollen wir nun auch bei der H2-Betankungsinfrastruktur für leichte und schwere Lastkraftwagen eine Vorreiterrolle übernehmen.“

„Wir können uns vorstellen, gemeinsam mit unseren Partnern, wie z. B. den OEMs für schwere Nutzfahrzeuge, den Wasserstoffherstellern und anderen Interessengruppen, die IONITY der H2-Betankung zu werden“, fügt Perschke hinzu. „Unser Projekt ist als offene Plattform angelegt und wir laden andere Lkw-OEMs, Energieunternehmen und auch andere Öl- und HRS-Netzwerkpartner ein, sich der offenen H2-Roaming-Allianz anzuschließen.“

quantron.net

2 Kommentare

zu „Wasserstoff-Joint-Venture von Quantron und Oilinvest“
Dirk
14.11.2023 um 10:42
Eine Firma wie "Oilinvest" dürfte sich ja auskennen mit zentralisierter Energieversorgung...etwas, auf das wir gut verzichten können. H2 in der Mobilität ist immer noch deutlich ineffizienter als BEV.
gerd
15.11.2023 um 16:44
diesmal ohne Steuergeld?

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