Sixt trennt sich von Tesla-Fahrzeugen in seiner Flotte

Der Autovermieter Sixt mustert die Elektroautos von Tesla aus. Dabei soll die Restwert-Problematik bei den E-Autos des US-Herstellers eine besondere Rolle spielen.

In Deutschland hatte Sixt das Tesla Model 3 und Model Y erst 2022 an einigen Standorten in Deutschland in seine Flotte integriert. Von der Integration dieser Fahrzeuge rückt das Unternehmen nun schon wieder ab: „Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir derzeit keine weiteren Tesla-Fahrzeuge anschaffen. Darüber hinaus bauen wir unseren Bestand an Tesla-Fahrzeugen in unserer Mietwagen-Aboflotte aktuell ab“, zitiert „Focus Online“ aus einer E-Mail von Sixt an Kunden.

Nach Informationen des Portals spielt für Sixt die Restwert-Problematik bei E-Autos eine besondere Rolle. Diese scheint Tesla mehr als bei anderen Marken zu treffen. Während Autovermieter normalerweise über eine „Buy Back“-Vereinbarung ihre Autos an den Hersteller wieder verkaufen und damit kein Restwert-Risiko tragen, gibt es solche Vereinbarungen nach Informationen von „Focus Online“ mit Tesla nicht. Hinzu komme, dass Tesla mit seiner Strategie der häufig geänderten Verkaufspreise jede Restwertprognose enorm erschwere.

Derzeit sind dem Bericht zufolge rund sechs Prozent aller Autos in der Flotte von Sixt elektrisch. Wie viele Teslas darunter waren oder sind, ist offiziell nicht bekannt. Es sollen weltweit aber deutlich unter 5.000 Fahrzeuge sein.

Am Gesamtziel, bis zum Ende des Jahrzehnts 70 bis 90 Prozent seiner Flotte zu elektrifizieren, wolle Sixt festhalten, heißt es in dem Bericht.

focus.de

12 Kommentare

zu „Sixt trennt sich von Tesla-Fahrzeugen in seiner Flotte“
Andreas V.
01.12.2023 um 17:29
Tja, wenn das Geschäftsmodel darin besteht, Gewinne durch regelmäßigen An- und Verkauf zu machen, mit einem kleinen Zusatzeinkommen durch Vermietungen ...
Karl Friedetichs
02.12.2023 um 01:09
Ein Wochenende Tesla fahren mit Sixt zum Kennenlernen war reizvoll. Schon Google Maps zeigte vorab die Supercharger, sodass man erst die Reise planen und dann den Tesla mieten konnte. Bei der Anmietung anderer E-Autos von Sixt erhält man Infos über die Lademöglichkeiten dagegen erst NACH Buchung. Die Buchung ist damit ein Lottospiel. Da nehme ich lieber meinen alten Privatbenziner, zumal die Androhung von Ladebeschränkungen durch die Regierung dem sparsamen Benziner neue Vorteile verschafft.
Daniel S.
04.12.2023 um 09:33
Was soll der Kommentar? Was hat Google Maps mit Sixt zu tun? Auch andere Ladesäulen sind in Google Maps eingetragen. Weiter gibt es unzählige Apps, mit denen sich Reisen mit Elektroautos planen lassen. Abgesehen davon: Bei den meisten Autos muss man einfach das Ziel ins Navi eingeben, die Ladeplanung macht das Auto.
Daniel
04.12.2023 um 09:28
Was soll der Kommentar? Was hat Google Maps mit Sixt zu tun? Auch andere Ladesäulen sind in Google Maps eingetragen. Weiter gibt es unzählige Apps, mit denen sich Reisen mit Elektroautos planen lassen. Abgesehen davon: Bei den meisten Autos muss man einfach das Ziel ins Navi eingeben, die Ladeplanung macht das Auto.
Al
02.12.2023 um 13:49
Was Sixt mit Ladesäulen zu tun hat erschließt sich mir nicht. Von daher ist der Beitrag eher sinnfrei. Sagt ein BEV Fahrer.
ONE NHEO
02.12.2023 um 06:55
Ein Elektroauto, das in acht Jahren ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, fällt eben schneller im Wert. Wir haben hier unter anderem einen IONIQ 5 und der Preis fällt des Bodenlose. Dieser Prozess wird sich noch beschleunigen, wenn die Hersteller ihre bestehenden Halden auf den Markt werfen, statt ihre Neuwagen wie in China auf riesigen Wiesen vergammeln lassen. Alles was mit „Klimarettung“ zu tun hat, erinnert an die Erfindung des jüngsten Gerichts durch die katholische Kirche. Heißluft und Angst verkaufen waren schon immer das allerbeste Geschäftsmodell.
Rudolf Simon
03.12.2023 um 09:15
Dieser Beitrag ist ja wirklich sinnfrei, extrem polemisch und entbehrt jedem Bezug zur Realität.
Paul Stratil
17.12.2023 um 08:01
Der Beitrag ist bis auf die letzen 2 Sätze extrem realistisch und beschreibt das Problem sehr genau. Die letzen 2 Sätze waren allerdings überflüssig.
Wolfgang
02.12.2023 um 10:03
Einen Vertrag mit Tesla zu machen, der von der allgemeinen Strategie des Unternehmens abweicht, beinhaltet immer ein Risiko. Das jedoch sixt jetzt schon an den Restwert denkt, noch bevor die Fahrzeuge Geld verdient haben, lässt doch stark erkennen, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Abo- und Mietexperte Nextmove kriegt es wohl besser hin.
Christian Meyer
02.12.2023 um 16:17
Hab mich schon gewundert warum es seit Monaten nur BYDs zur Miete gibt.
John
08.12.2023 um 09:42
Und BYD stellt die BEV Kiste nach Rücknahme in China auf die Wiese? Da macht das BEV Fahren ja richtig Spaß.
Paul
17.12.2023 um 07:58
Als Tesla Model3 Fahrer kann ich die Position von SIXT und SAP komplett nachvollziehen. Unser Fahrzeug hatte ich vor 3,5 Jahren privat gekauft und die Abschreibung auf 11 Jahre gerechnet. Zusammen mit allen NK und Strom für 15-20.ooo km waren (sind) die Jahreskosten schon günstiger als einen Verbrenner, trotz der hohen Kasko Versicherungen. Das Fahrzeug ist mechanisch simpler gebaut als traditionelle Hersteller, aber Reichweite und Digitaltechnik (software update over the air) ist klasse Durch die Preisänderungen von Tesla Model3 ist das Fahrzeug allerdings unverkäuflich geworden, ohne einen drastischen Wertverlust zu erleiden (>50% in 3 Jahren!). Damit bin ich in einer "locked in" Situation, die für mich zwar wirtschaftlich nicht trifft, solange das Fahrzeug die 11 Jahre funktioniert, aber es bleibt eine Unsicherheit. Und die Situation ist nur dem Geschäftsmodell von Tesla geschuldet, um Marktanteile zu erreichen. Mein neuer Dienstwagen wird ein Ioniq6 sein. Reichweite und Ladezeiten und auch die mechanische Verarbeitung sind so, dass ich es jedem Verbrenner vorziehe. Das wirtschaftliche Risiko deckt SAP ab, im Rahmen der Dienstwagenregelung. Ich finde das sehr grosszügig. Tesla riskiert m.E. durch diese Strategie allerdings sein Geschäft.

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