Mer senkt Ladepreise um bis zu 17 Prozent

Mer Deutschland hat zum 1. Dezember die Preise für das Laden an seinen öffentlichen Ladestationen um bis zu 17 Prozent gesenkt. Als Begründung führt der Ladesäulen-Betreiber die derzeitige Marktsituation an.

Bild: Daniel Bönnighausen

Da die Preise standortabhängig abweichen, müssen sich Kunden für mehr Details allerdings in ihrer „Mer ConnectME“-App oder im Driver Portal anmelden. Anschließend muss die gewünschte Ladestation ausgewählt werden, um die dort gültigen Preise einsehen zu können.

Einheitliche Preissenkungen gibt es demnach also nicht. Mer teilt dazu in einer E-Mail an seine Kunden und auf der Webseite lediglich mit, dass an den Mer-eigenen Ladestationen über den Tarif chargeME Kilowattstunden-Preise ab 0,46€/kWh (AC), 0,57€/kWh (DC) bzw. 0,69€/kWh (HPC) gelten. Die Tarifstruktur gilt jedoch nur für chargeME, die Tarife für eeDrive & eeFlat müssen den entsprechenden Preisblättern im Kundenportal GROA entnommen werden.

Mit Blick auf die genannten Preisänderungen ergaben Stichproben beispielsweise für den Standort Holmmoor an der A7 einen Preis von 0,49€/kWh für das AC-Laden, an CHAdeMO werden 0,57€/kWh fällig und an CCS, egal ob am 80-kW- oder 120-kW-Ladepunkt 0,69€/kWh. In Borstel-Hohenraden bei der Meyer Lift GmbH an der A23 liegt der AC-Preis hingegen sogar bei nur 0,40€/kWh und damit unterhalb des von Mer kommunizierten Preises. An den beiden vor Ort verfügbaren 150-kW-Ladepunkten müssen 0,57€/kWh gezahlt werden. Am Vorzeigestandort am Autohof Lohfeldener Rüssel bei Kassel zahlen CHAdeMO- als auch CCS-Ladekunden einen Preis von 0,69€/kWh. Wie hoch jedoch die Kosten für das Ad-hoc-Laden sind, darüber gibt Mer keine Auskunft.

Mit einer standortabhängigen Preisgestaltung ist Mer nicht allein. Tesla nimmt je nach Standort und Uhrzeit unterschiedliche Preise, die sich darüber hinaus regelmäßig anpassen. Kürzlich begann Ionity mit der Einführung variierender Tarife. Die Preise gelten aber nicht im gesamten Ionity-Netz, sondern nur vorübergehend an ausgewählten Standorten.

mer.eco, mer.eco (Driver Portal)

6 Kommentare

zu „Mer senkt Ladepreise um bis zu 17 Prozent“
HD
03.12.2023 um 07:29
Ich habe am Donnerstag versucht am Lohfeldener Rüssel Adhoc zu laden, der angezeigte Preis von 1,05 Euro hat mich allerdings zur ENBW App zurückgreifen lassen, mit der ich 0,60 Euro bezahlt habe.
RL
03.12.2023 um 10:08
Was ist an "ab 1. Dezember" nicht zu verstehen?
Christoph K
03.12.2023 um 18:44
1,05€ ist aber auch happig... 60ct von EnBW ist immer noch viel zu viel, aber vielleicht kommt es jetzt vermehrt zum Preiskampf oder temporären Sonderaktionen. Solang wir nicht zu jedem Tarif ja und Amen sagen und somit die Anbieter "unter Druck" setzen den Ladestrom angemessen zu verkaufen kommen wir früher oder später zu angemessenen Tarifen. Gerade was das AC laden betrifft. Ganz im Ernst, das sind nur Wallboxen in schnieken Gehäuse, meist nicht mal mit Kabel oder Anzeige. Der Strom sollte aus diesen max. 5ct über Marktpreis liegen. Dann werden diese auch besser ausgelastet. Herumstehende säulen die nicht genutzt werden werden mit der Zeit auch nicht besser. Braucht man sie dann mal, geht nichts da Kontakte oxidiert oder Elektronik abgesoffen.
erFahrer
04.12.2023 um 08:21
Oh je, ob damit das seit 2012 langjährig mit Füßen getretene Kundenvertrauen „repariert“ werden kann? Mer gehört zu den schlechtesten Anbietern an Markt. Die Kombination aus jahrelanger Unzuverlässigkeit kombiniert mit eMobilfeindlichen Preisen setzten meinen Filter stets auf „vermeiden“!
Marc
04.12.2023 um 08:56
Also jeder Artikel der irgendwie MER drin hat, landet bei mir im "Sack Reis -> China, plumps" Ordner... Einer der schlechtesten und teuersten Anbieter in DE
Hermann
05.12.2023 um 16:44
Mer hat bei mir keine Chancen Me(h)r.

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