Cupra baut die ersten Tavascan in China

Volkswagen hat mit der Produktion des zweiten Elektromodells seiner Marke Cupra in China begonnen. Der Cupra Tavascan, der auf der MEB-Plattform des Konzerns basiert, wird jetzt in Anhui für die Weltmärkte gebaut.

Bild: Seat

Die ersten Fahrzeuge liefen in den letzten Tagen des vergangenen Jahres vom Band. Es ist nicht klar, wie viele Fahrzeuge der Autobauer im Jahr 2024 bauen will, aber früheren Berichten zufolge strebt VW einen jährlichen Absatz von mehr als 70.000 Fahrzeugen an.

Cupra, eine Untermarke der Volkswagen-Marke Seat, hatte den Tavascan im April 2023 vorgestellt. Der Stromer ist in zwei Leistungsstufen mit 210 und 250 kW erhältlich. Letztere Variante verfügt über einen zweimotorigen Allradantrieb. Bislang leistete der Elektromotor, der beispielsweise im Cupra Born zum Einsatz kommt, 150 kW. Die neue Generation APP550, die erstmals im VW ID.7 vorgestellt wurde, hat eine Leistung von 210 kW.

Die 250 kW Systemleistung ergeben sich dann mit der zusätzlichen Antriebseinheit an der Vorderachse. Der Frontmotor (wie bisher ein Asynchronmotor) für sich leistet bis zu 80 kW, im Zusammenspiel mit der Batterie ist die Systemleistung jedoch begrenzt.

Offiziell wird das EV von Volkswagen Anhui hergestellt, einem 2017 gegründeten Joint Venture zwischen Volkswagen und der Anhui Jianghuai Automobile Group (JAC). Die Produktionsstätte wurde im Dezember 2022 fertiggestellt. Das neue Werk in Anhui, das von Volkswagen kontrolliert wird, ist nach den Werken Anting (SAIC VW) und Foshan (FAW-VW) die dritte Produktionsstätte des Konzerns für vollelektrische Fahrzeuge in China. Allerdings gibt es hier zwei wesentliche Unterschiede zu Anting und Foshan: Zum einen haben die Wolfsburger 2020 die Mehrheit am Joint Venture JAC-Volkswagen übernommen und es in Volkswagen Anhui umbenannt – VW kontrolliert das Werk also im Gegensatz zu den Partnerschaften mit SAIC und FAW.

Einem Bericht von „Bloomberg“ aus dem Jahr 2022 zufolge baut Cupra den Tavascan in China, weil die Kapazitäten in Europa begrenzt sind. Das erste Elektromodell der Marke, der Cupra Born, wird in Zwickau gefertigt.

Im November letzten Jahres kündigte Volkswagen (Anhui) Components (VWAC) auch die Produktion seiner Hochvolt-Batteriesysteme an, die es an die benachbarte Fahrzeugfabrik liefern wird. Die anfängliche Kapazität von 150.000 bis 180.000 Hochvolt-Batteriesystemen liegt weit unter der des Werks, das bis zu 350.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren kann. Für den Cupra Tavascan sollte es allerdings reichen.

cnevpost.com

2 Kommentare

zu „Cupra baut die ersten Tavascan in China“
Christian
02.01.2024 um 13:20
Die deutschen Werke sind nicht ausgelastet und man produziert in China?! *facepalm*
Andreas V
07.01.2024 um 20:24
Der müßte aus China dann ja jetzt wenigstens erkennbar günstiger werden ...

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