Supercharger: Tesla akzeptiert in Europa Ladekarten als Zahlungsmittel

Tesla hat damit begonnen, in Europa Ladekarten als Zahlungsmittel für die Nutzung der eigenen Supercharger zu akzeptieren – wenn aber auch nur indirekt. Zum Start sind 34 Ladekarten hinterlegt, über 40 sollen bald folgen.

Tesla charging ladekarten
Bild: Tesla

Mit den Ladekarten kann weiterhin nicht an den Supercharger-Säulen selbst geladen werden. Neu ist, dass in der Tesla-App Ladekarten als Zahlungsmittel hinterlegt werden können. Die Kosten für den Ladevorgang werden dann nicht über die in der App hinterlegte Kreditkarte, sondern die Ladekarte abgerechnet. Bei Teslas startet der Ladevorgang weiterhin direkt nach dem Einstecken des Ladekabels, Fremd-Fahrzeuge müssen das übliche Procedere über die Tesla-App durchlaufen, um einen Ladevorgang zu starten.

„Wir führen Ladekarten in der Tesla App in Europa ein. Tesla-Fahrer können diese Zahlungsmethode nun für die Nutzung von Superchargern hinzufügen. Derzeit sind 34 Karten verfügbar, weitere 40 werden in den nächsten Wochen hinzukommen“, hat der Account @TeslaCharing bei X gepostet. In dem kurzen Video ist der neue Ablauf für das Hinterlegen einer Ladekarte in der App zu sehen – und es wird auch kurz sichtbar, dass etwa die in Deutschland unter Dienstwagenfahrern verbreiteten Angebote von DKV Mobility und UTA eCharge mit dabei sind. Weitere derzeit verfügbare Anbieter sind etwa Chargemap, die Travelcard von Fleetcor, Avia Volt Suisse, aus Hannover der Tarif „enercity EasyGo“ und die Hersteller-Ladedienste Polestar Charge und Cadillac Charge. Aber: Welche Stromkosten dann für einen Ladevorgang an einem Supercharger berechnet werden, ist nicht ganz klar – der Tesla-Tarif, der Fremdfahrzeuge-Tarif oder der übliche Roaming-Tarif des Ladekartenanbieters? Klar ist nur: Freie Supercharger-Kilometer von Tesla können nicht bei der Zahlung über eine Ladekarte genutzt werden.

Dazu muss erwähnt werden: Es war schon in der Vergangenheit möglich, einige wenige Flotten-Karten in der Tesla-App zu hinterlegen – seit Ende 2023 etwa bei DKV Mobility und der Travelcard von Fleetcor. Das mit diesen Partnern getestete und etablierte Vorgehen wird nun auf weitere Anbieter ausgeweitet.

Damit geht die Reihe an Neuerungen im Lade-Bereich von Tesla weiter. Vor rund zwei Wochen hatte Tesla die im September vorgestellte „MultiPass“-Funktion auch in Europa eingeführt – damit kann über den Tesla-Account auch an Ladestationen anderer Betreiber geladen werden.

Und in der vergangenen Woche hat @TeslaCharging angekündigt, dass Tesla nun auch die Echtzeitdaten seiner Supercharger-Standorte mit Google Maps teilt. Das heißt, dass nun auch über die beliebte Karten-App von Google eingesehen werden kann, wie viele Ladeplätze an einer der Ladestationen frei sind.

x.com

5 Kommentare

zu „Supercharger: Tesla akzeptiert in Europa Ladekarten als Zahlungsmittel“
Costa
18.11.2025 um 17:20
Wenn nur auch enBw dabei wäre...
Galileo
18.11.2025 um 22:37
Man kann ebenfalls Ladevorgänge aus den Apps von EasyGo (Enercity) und UTA direkt starten. Als nicht-Tesla Fahrer super praktisch.
Heribert Zaum
19.11.2025 um 08:52
Wird kaum jemand nutzen der eine Flottenkarte hat, da Tarife im Vergleich zum AdHoc absurd sind.
VW-ID-FanBoy
19.11.2025 um 10:16
Absurd billig ja. Hast Du mal die größten Flottenkarten-Preise mit den am SuperCharger verglichen...
Mr. Floof
19.11.2025 um 10:19
Und wo ist da jetzt der Mehrwert? Ein Player mehr, der Marge abgreift, super. Selbst wenn ich bereit wäre, Geld in Elons Reich der Finsternis zu lassen, wenn ich dann trotzdem drölf Apps brauche bringt das nix.

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