Fortwo-Nachfolger: Testphase für den Smart #2 gestartet

Nachdem Smart im September den Fortwo-Nachfolger Smart #2 bestätigt hat, laufen nun Praxistests der zugrunde liegenden Electric Compact Architecture (ECA). Smart führt die Tests mit Karosserien des bestehenden Smart Fortwo durch – und bestätigt damit, dass der #2 den ultrakompakten Abmessungen des Originals treu bleiben wird.

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Karosserie des alten Smart Fortwo auf einem ECA-Chassis
Bild: Smart

Die Automarke Smart ist bekanntlich im Umbau, seit der chinesische Autokonzern Geely vor rund fünf Jahren eingestiegen ist und Smart nunmehr ein 50-50 Joint Venture zwischen Geely und der vormaligen Smart-Mutter Mercedes-Benz ist. Mit dem Smart #1, #3 und #5 legten die Partner in den letzten drei Jahren dann ausschließlich Fünfsitzer vor – doch Fans der Marke vermissen im Portfolio seit letztem Jahr einen Marken-typischen Zweisitzer. Denn der als Fortwo bekannte Zweisitzer ist im Frühjahr 2024 eingestellt worden.

Schon im April 2024 hatte Smart-Europachef Dirk Adelmann in einem Interview dann aber einen neuen Zweisitzer in Aussicht gestellt – und im September 2025 folgte die offizielle Bekanntgabe, dass dieser Ende 2026 vorgestellt werden soll.

Auch wenn das nun noch ein Jahr hin ist, so liefert Smart nun weitere Appetithappen für das nächste Kapitel der Marke: Während das Design in den Studios von Mercedes-Benz noch finalisiert wird, hat Smart nun mit Praxistests für die neue Plattform namens Electric Compact Architecture (ECA) begonnen, auf der der Smart #2 basieren soll.

Dazu teilt Smart auch Fotos von einem getarnten Testwagen – und wer den Text dazu nicht liest, wird damit in die Irre geführt. Denn wie das Unternehmen selbst einräumt, ist das Testfahrzeug, das extreme Ähnlichkeiten mit dem Vorgänger Smart Fortwo hat, tatsächlich ein alter Fortwo. Oder genauer gesagt: Die Karosserie eines alten Smart Fortwo wurde auf ein Chassis mit der neuen ECA-Plattform montiert.

Smart bestätigt dabei zugleich, was Fans hören wollten – das Modell #2 soll den ultrakompakten Abmessungen des Originals treu bleiben. Der Fortwo war zuletzt 2,70 Meter kurz, in den ersten Modelljahren maß er sogar nur 2,50 Meter. Und der #2 soll logischerweise wieder nur zwei Türen bekommen und auch die Radpositionen an den Ecken des Fahrzeugs sollen gleich bleiben.

Smart hat sogar gleich mehrere Fortwo-Karossieren mit den ECA-Chassis gepaart, um dadurch eine „Flotte von äußerst repräsentativen Testfahrzeugen“ zu haben, so das Unternehmen. Mithilfe dieser Prototypen führt das Forschungs- und Entwicklungsteam von Smart weltweit Validierungsarbeiten zu verschiedenen Themenfeldern wie Fahrdynamik, Crash-Sicherheit, Batterieleistung, Software und Klimatisierung durch.

Smart bekräftigt ferner, dass der Smart #2 im Zeitplan für seine Weltpremiere Ende 2026 liege, „bei der er neue Maßstäbe für das Stadtautosegment setzen wird, das Smart vor fast dreißig Jahren definiert hat“, so das Unternehmen.

smart.com

4 Kommentare

zu „Fortwo-Nachfolger: Testphase für den Smart #2 gestartet“
Manfred Rösler
17.12.2025 um 07:40
Ich selber fahre einen Smart 453 mit der 70 PS Maschine. Das optimale Stadtauto. Verbrauch m.E. zu hoch für das kleine Fahrzeug. Ich würde schauen das man unter den 2,5 mtr. Für das mögliche querparken bleibt. Dann noch eine vernünftige Reichweite nach WLTP 200 km und der neue Smart wird ein Verkaufsrenner.
Georg
17.12.2025 um 10:12
seit 2007 (und somit der 2. Generation) hat der smart fortwo eine Länge von 2,7m - nur die erste Generation von 1998-2007 hatte 2,5 m. Aufgrund von gesetzlichen Anforderungen (die es 1998 noch gar nicht gab) ist diese Länge kaum mehr machbar. Der Prototyp beweist nun, dass die neue Technik unter das Gewand des letzten fortwos passt, aufgrund eines neue Design könnte er aber womöglich noch ein paar cm wachsen. dh 2,5m wird er nicht sein, die 3,1m die auf der IAA auf der Kiste standen aber auch nicht. Eine WLTP Reichweite von etwa 250km wurde schon kommuniziert.
Marcus Klippgen
17.12.2025 um 13:20
Hoffentlich wird der '#2' nicht größer als der bisherige 'fortwo'. Denn nur so bleibt er das geniale Stadtauto (das es hoffentlich auch wieder als Cabrio geben wird). Und nur so wird 'smart' wieder zu einer nicht-austauschbaren Marke werden. Selbst wenn der künftige '#2' kaum günstiger als ein E-Twingo, Inster oder ID.1 werden dürfte, hat er seine Berechtigung. Denn in der Stadt buchstabiert sich automobile Lebensqualität nicht wie "PS", sondern wie "Parkplatz".
Kiki
18.12.2025 um 16:01
Hoffentlich wird das Design nicht zu kantig, sondern wieder weich und schnuckelig. Die meisten Smartfahrerinnen mögen runde Formen.

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