Österreich: E-Auto-Neuzulassungen steigen um 36 Prozent

60.651 Elektro-Pkw wurden 2025 in Österreich neu zugelassen, 35,9 Prozent mehr als 2024. Der Elektro-Anteil an allen Pkw-Neuregistrierungen Österreichs lag 2025 bei 21,3 Prozent. Insgesamt haben die alternativen Antriebe stark zugelegt.

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Bild: electrive

Das waren 16.029 Batterie-Elektroautos mehr als im Gesamtjahr 2024, wie aus der Mitteilung von Statistik Austria hervorgeht. Im Dezember waren die Elektroautos aber minimal schwächer als im Jahresdurchschnitt: 4.621 neue BEV zum Jahresende bedeuten im Dezember einen Marktanteil von 20,7 Prozent, also 0,6 Prozentpunkte weniger als im Gesamtjahr 2025. Dennoch liegt das Dezember-Ergebnis 8,4 Prozent über dem Vorjahresmonat – die Entwicklung ist also dennoch positiv.

Und: Vor allem die Anteile privater Halterinnen und Haltern von Elektroautos hat zugelegt. 17.955 E-Autos wurden auf Privatpersonen neu zugelassen, 71,5 Prozent mehr als in 2024. Aber: Die privaten E-Auto-Kunden machen weiterhin „nur“ 29,6 Prozent aus, 70,4 Prozent der E-Autos oder 42.696 Fahrzeuge wurden auch 2025 auf gewerbliche Halter oder juristische Personen zugelassen – ein Plus von 25,0 Prozent.

Mit einem Wachstum von 35,9 Prozent im Jahr 2025 sind die Neuzulassungen der Elektroautos deutlich stärker gestiegen als die Neuzulassungen im Gesamtmarkt – aber auch dort war die Entwicklung positiv. 284.978 neue Pkw bedeuten einen Zuwachs von 31.189 Autos bzw. 12,3 Prozent. Wie Statistik Austria festhält, gab es „2025 so viele Pkw-Neuzulassungen wie seit 2019 nicht mehr“.

Und mehr als jeder Fünfte dieser Neuwagen war ein Batterie-Elektroauto, die in Österreich also einen ähnlichen Marktanteil erreicht haben wie etwa in der Schweiz. Der deutsche E-Auto-Markt ist mit 545.142 Neuzulassungen zwar deutlich größer, die BEV haben aber „nur“ 19,1 Prozent des Marktes ausgemacht.

2025 gab es in Österreich eine relevante Änderung: Bereits im Jahresverlauf hatte sich abgezeichnet, dass die Benzin-Hybride die gefragteste Antriebsart in der Alpenrepublik werden, was sich zum Jahresende auch deutlich in der Statistik zeigt: 97.143 neue Benzin-Hybride (+45,7 %) entsprechen einem Marktanteil von 34,1 Prozent. Die reinen Benziner haben hingegen 5,4 Prozent verloren und kommen noch auf 79.457 Neuzulassungen oder 27,9 Prozent Marktanteil. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass Statistik Austria in seiner Auswertung nicht weiter innerhalb der Benzin-Hybride aufschlüsselt. Es werden also vom 48-Volt-Mildhybrid, der teilweise keinen Meter rein elektrisch fahren kann, bis zum Plug-in-Hybrid mit über 100 Kilometern E-Reichweite alle Hybride zusammengezählt. Wie viele der Benzin-Hybride also Mildhybride sind und de facto nur mit ihrem Verbrennungsmotor fahren (und je nach Sichtweise auch zu den reinen Benzinern gezählt werden könnten) und wie viele teilweise rein elektrisch unterwegs sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Klar ist: Hinter den gerade erwähnten Benzin-Hybriden und den reinen Benzinern liegen die reinen E-Autos auf Rang drei. Die reinen Diesel folgen mit 33.004 Neuzulassungen (-25,2 %) bzw. 11,6 Prozent Marktanteil, wobei hier analog zu den Benzinern die Lage mit den Hybriden unklar ist: 14.721 Diesel-Hybride bedeuten 5,2 Prozent Marktanteil, zählen aber zu den alternativen Antrieben. Die „anderen alternativen Antriebe“ (also Gas- und Brennstoffzellenautos) kamen in 2025 gerade einmal auf zwei Neuzulassungen.

Die steigenden Anteile alternativer Antriebe und vor allem der rein elektrischen haben dafür gesorgt, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen eines Neuwagens in Österreich wieder gesunken sind. Statistik Austria hat hier 96 g/km errechnet, 2024 waren es noch 106 g/km – nach 104 g/km im Jahr 2023. Rechnet man die Elektro- und Wasserstoff-Pkw heraus, steigen die Emissionen auf 122 g/km.

statistik.at (PDF)

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