Lüneburg: Erste Hälfte der E-Bus-Flotte von MOIN im Einsatz
Das Verkehrsunternehmen MOIN wurde ursprünglich gegründet, um Fördermittel für den Bau einer neuen Fähre im Landkreis Lüneburg einzuwerben. Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen und des Wunsches des Landkreises, mehr Verantwortung und Steuermöglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr zu übernehmen, wurde der Aufgabenbereich jedoch erweitert. Seit dem 1. Januar dieses Jahres verantwortet MOIN nun den Betrieb und die Weiterentwicklung des Busverkehrs im Landkreis Lüneburg.
Bereits im März 2024 hatte der niedersächsische Landkreis mitgeteilt, die Beschaffung von bis zu 20 E-Bussen zu planen. Eine Förderzusage lag zu diesem Zeitpunkt bereits vor. Im November 2024 wurden die Batterie-elektrischen Exemplare – acht Gelenk- sowie zwölf Solobusse – bei Daimler Buses verbindlich bestellt, die dann bei der kreiseigenen MOIN (Mobilitätsinfrastruktur und -betriebs GmbH Lüneburg) zum Einsatz kommen sollen.
Zeitgleich mit dem Betriebsstart des ÖPNV-Betreibers gingen auch die ersten zehn Elektrobusse von Daimler Buses in den Linienbetrieb über. Details zu den Konfigurationen der fünf Solo- und fünf Gelenkbusse nennt das Unternehmen aber nicht. Auch nicht zu den noch ausstehenden zehn Exemplaren, die im Laufe dieses Jahres eintreffen sollen. MOIN teilt lediglich mit, dass die Batterie-elektrischen Busse eine Reichweite von bis zu 340 Kilometern bieten.
Daimler Buses liefert jedoch nicht nur die E-Busse, sondern agierte auch als Generalunternehmer und verantwortete somit die Planung und Errichtung des kompletten Elektrobus-Depots am Hafen. Details zur Lade-Hardware werden aber nicht genannt. „Die Busse verfügen sowohl über Steckerladung als auch über eine invertierte Pantografenlösung, bei der ein Stromabnehmer von oben auf eine Ladeschiene abgesenkt wird. Geladen werden die Busse mit 150 Kilowatt auf dem Betriebshof im Hafen und später mit ca. 300 Kilowatt auf dem zukünftigen Betriebshof in Reppenstedt“, so der ÖPNV-Betreiber.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit insgesamt 6,56 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV). Ende 2024 war die Gesamtinvestition noch mit 17 Millionen Euro angegeben worden, einschließlich einer vorgesehenen Fördersumme von 7,8 Millionen Euro. Aus der aktuellen Mitteilung geht jedoch nicht hervor, ob die Gesamtinvestition geringer ausfiel und sich die Förderung entsprechend reduzierte oder ob statt der ursprünglich genannten 7,8 Millionen Euro lediglich 6,56 Millionen Euro abgerufen oder vom BMV nur bereitgestellt wurden.
„Der Besuch aus dem Bundesministerium für Verkehr ist für uns ein wichtiges und positives Signal“, äußert sich Nikolas Wenzel, Geschäftsführer der MOIN. Und weiter: „Mit den neuen Elektrobussen gehen wir den ersten konkreten Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlichen und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr im Landkreis Lüneburg. Sie markieren den Startpunkt für den schrittweisen Ausbau der Elektromobilität bei der MOIN. Unser Ziel ist es, das Angebot perspektivisch weiter auszubauen und möglichst viele Menschen im Landkreis von einem modernen, zuverlässigen und nachhaltigen Mobilitätsangebot profitieren zu lassen.“
„Unser verbindlichster Dank gilt dem Bundesverkehrsministerium, dass unser Vorhaben großzügig fördert. Die Elektrobusse der MOIN stehen für Innovation, für Klimaschutz und für Lebensqualität und leisten einen wichtigen Beitrag für unser Ziel, bis 2030 ein klimaneutraler Landkreis zu werden“, so der Landrat des Landkreises Lüneburg Jens Böther.
Quelle: Info per E-Mail





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