ZF beendet mehrere eMobility-Projekte vorzeitig
Das hat der Automobilzulieferer im Zusammenhang mit der Bekanntgabe seiner vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 mitgeteilt. Um welche Projekte es sich konkret handelt, verrät ZF nicht. „Diese Entscheidung führt zu einer Einmalbelastung, die das Jahresergebnis für 2025 negativ beeinflussen und zu einem buchhalterischen Verlust führen wird“, heißt es in der Mitteilung lediglich.
Aber: Die operative Performance der angeschlagenen Division Elektrifizierte Antriebstechnologien habe sich im Vergleich zum Vorjahr „signifikant verbessert und liegt im Plan des Restrukturierungsprogramms, das auch 2026 konsequent in all seinen Elementen weitergeführt wird“.
Das Top-Management hatte sich im Herbst 2025 nach monatelangen Verhandlungen mit den Arbeitnehmern auf ein „Bündnis zur Neuaufstellung“ geeinigt. Damit war ein zwischenzeitlich diskutierter Verkauf der Sparte vom Tisch, auch Standortschließungen wurden ausgeschlossen. Dennoch mussten harte Einschnitte vereinbart werden, so fallen alleine in der Antriebssparte 7.600 Stellen weg. Auch wenn es der Name anders suggeriert, ist die Division Elektrifizierte Antriebstechnologien nicht nur für Elektroantriebe verantwortlich, sondern auch für konventionelle Getriebe und Hybrid-Layouts.
Da das frühere Management jedoch stark auf einen schnellen Hochlauf der Elektromobilität gesetzt hatte, war die Sparte stark betroffen, als sich der Markt langsamer entwickelt hat als erhofft. Da auch in den Verhandlungen mit Kunden zu niedrige Preise veranschlagt wurden, nur um den Auftrag zu erhalten, waren die Geschäfte defizitär.
„Die gesteigerte operative Performance und der schneller als geplant reduzierte Schuldenstand geben Anlass zur Zuversicht“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich. „Unsere Maßnahmen zur Neuausrichtung von ZF greifen. Das ist jedoch kein Grund für Selbstzufriedenheit, sondern ein wichtiger Zwischenschritt und Ansporn, unseren Kurs konsequent fortzusetzen. Dieser Weg bergauf braucht auch weiterhin unsere volle Kraft und Konzentration.“
Laut den vorläufigen Zahlen lief es auch im Gesamtkonzern besser als erwartet. Der bereinigte Free Cashflow werde über einer Milliarde Euro liegen, die bereinigte EBIT-Marge deutlich über 4,0 Prozent, so ZF. Erwartet hatte das Unternehmen eine bereinigte EBIT-Marge im Bereich von 3,0 bis 4,0 Prozent, beim bereinigten Free Cashflow sollten es mehr als 500 Millionen Euro sein. „Aufgrund der aktuellen Entwicklung sieht ZF eine Reduzierung seiner Finanzverbindlichkeiten aus dem operativen Cashflow per Ende Dezember 2025 – und damit früher als bisher angenommen“, heißt es in der Mitteilung. Die endgültigen Jahreszahlen wird ZF bei der Bilanzpressekonferenz am 19. März vorstellen.
„Die gesteigerte operative Performance und der schneller als geplant reduzierte Schuldenstand geben Anlass zur Zuversicht“, sagt Mathias Miedreich, seit September der Vorstandsvorsitzende von ZF. „Unsere Maßnahmen zur Neuausrichtung von ZF greifen. Das ist jedoch kein Grund für Selbstzufriedenheit, sondern ein wichtiger Zwischenschritt und Ansporn, unseren Kurs konsequent fortzusetzen. Dieser Weg bergauf braucht auch weiterhin unsere volle Kraft und Konzentration.“
„Die Sonderbelastung im Bereich der E-Mobilität führt zwar zu einem buchhalterischen Verlust für das Jahr 2025, befreit uns aber von Altlasten und ist die Grundlage für neue Handlungsspielräume und nachhaltig verbesserte Profitabilität in den kommenden Jahren“, ergänzt ZF-Finanzvorstand Michael Frick.





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