Xiaomi führt bei chinesischen E-Auto-Direktimporten nach Europa
China EV Marketplace ist nach eigenen Angaben der größte Online-Shop für chinesische Elektrofahrzeuge und bedient Kunden weltweit. Wie das Portal Car News China berichtet, hat die E-Commerce-Plattform jetzt seine jährliche Länderübersicht der meistverkauften Marken veröffentlicht. Demnach ist Xiaomi die beliebteste Marke für Direkt-Importe über die Plattform in etlichen EU-Märkten, darunter in Deutschland, den Niederlande, Spanien, Italien und in zwölf weiteren Ländern. Exakte Zahlen werden allerdings nicht genannt. Offiziell ist nur die Angabe von 11.000 weltweit ausgelieferte Elektrofahrzeugen in 2025, was einem Sprung um 224 Prozent gegenüber 2024 (3.400 Importe) bedeutet.
Ein Begriff ist uns der China EV Marketplace bereits, da im August 2025 publik wurde, dass es die Plattform europäischen Kunden jetzt auch möglich macht, straßenzugelassene Elektroautos und Plug-in-Hybride direkt aus China zu kaufen und nach Hause liefern zu lassen – inklusive Zoll-Abfertigung. Zuvor war dies zwar auch schon möglich, aber die Käufer mussten dabei mehr Eigeninitiative an den Tag legen, sprich: die Zollformalien selbst übernehmen und das E-Auto im Hafen abholen.
Grundsätzlich stellte der Marktplatz den Verkauf von Verbrennern 2022 ein und konzentriert sich seitdem ausschließlich auf elektrifizierte Fahrzeuge (New Energy Vehicles, NEVs). Künftig soll Europa dabei noch mehr im Fokus stehen: „2026 werden wir unsere europäische Präsenz weiter stärken, indem wir im ersten Quartal ein Kundendienstnetz eröffnen und ein Pilotprogramm für Lagerfahrzeuge starten“, wird Jakub Gersl, COO von China EV Marketplace, bei Car News China zitiert.
Die bis zu 35 Prozent Sonderzoll der EU auf China-Elektroautos bremsen freilich das Geschäft der Plattform. Sie gelten auch für E-Autos mit Range-Extender, nicht aber für Plug-in-Hybride. Die Zölle dürften aber im Laufe des Jahres durch Mindestpreis-Regelungen ersetzt werden.





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