Über 500 km Reichweite: Mini macht den elektrischen Countryman effizienter
Vorgestellt hatte Mini den vollelektrischen Countryman auf der IAA 2023, seit März 2024 wird die Elektro-Variante im BMW-Werk Leipzig in Serie gebaut – als Countryman E mit Frontantrieb und Countryman SE ALL4 mit einem elektrischen Allradsystem bestehend aus zwei Motoren. Zwei Jahre nach dem Produktionsbeginn – also zum März 2026 – spendiert die BMW-Marke dem Modell ein leichtes Update, das mehr die Technik als das Design betrifft.
So bleibt es im Kern bei den beiden Antriebsvarianten, doch die Effizienz und damit die Reichweite werden im Detail verbessert. Dazu werden mehrere „innovative technische Lösungen“ kombiniert, die der Mutterkonzern mitteilt. Als „Herzstück“ der Modellpflegemaßnahmen wird etwa der neue Inverter bezeichnet, der künftig Halbleiter aus Siliziumkarbid (SiC) nutzt. Im Vergleich zu Halbleitern aus reinem Silizium sind die SiC-Komponenten effizienter, was die Leistungsverluste reduziert. Beim Umwandeln des Gleichstroms aus der Batterie in Wechselstrom für die Elektromotoren steigt der Wirkungsgrad und es geht weniger Energie in Form von Wärme verloren. Zusätzlich verringern reibungsreduzierte Radlager an der Vorderachse den Rollwiderstand und tragen so zur Gesamtoptimierung bei.
Aber auch an der Batterie gibt es eine Änderung: Die Netto-Kapazität wird auf 65,2 kWh erhöht, „was mehr nutzbare Energie ermöglicht“, so BMW. Sprich: Der verbaute Brutto-Energiegehalt wird nicht geändert, es bleibt also bei den 66,5 kWh großen Batteriepacks, wie sie auch im BMW iX1 und iX2 zum Einsatz kommen. BMW gibt aber beim elektrischen Countryman (und wahrscheinlich auch bald bei den beiden eigenen Modellen) künftig etwas mehr nutzbaren Energiegehalt frei. Bisher war der Netto-Energiegehalt mit 64,6 kWh angegeben. 600 Wattstunden mehr Energiegehalt machen bei einem WLTP-Verbrauch von etwa 16 kWh/100km allerdings nur 3,75 Kilometer mehr Normreichweite aus.









Der Reichweiten-Zugewinn ist aber insgesamt deutlich größer, die Effizienz-Maßnahmen wie die SiC-Inverter und die neuen Radlager haben also den größeren Effekt. Beim Countryman E sind jetzt bis zu 501 Kilometer nach WLTP möglich, zur Weltpremiere wurden noch 462 WLTP-Kilometer genannt. Und der Allradler Countryman SE ALL4 steht künftig statt mit 433 Kilometern mit 467 Kilometern im Datenblatt. Am Ladeverhalten der Batterie ändert sich aber nichts: An einem Schnelllader kommt der Countryman unter idealen Bedingungen in weniger als 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent Ladestand.
Neue Leistungsdaten der Antriebe erwähnt BMW nicht, es bleibt also alles beim Alten: Der Countryman E leistet mit einem Elektromotor an der Vorderachse 150 kW und 250 Nm Drehmoment, während der Allradler auf 230 kW Systemleistung und 494 Nm kommt.
Optisch ist der neue Modelljahrgang kaum zu erkennen, BMW spricht lediglich von „spezifischen Designelementen und aerodynamischen Optimierungen“. „Ein besonders ausdrucksstarkes Beispiel hierfür ist der exklusive Favoured Trim, der das Modell mit stilvollen Akzenten im Farbton Vibrant Silver präsentiert“, heißt es in der Mitteilung. „In Kombination mit der Wagenfarbe Blazing Blue, dem Fahrzeugdach und Spiegelkappen in Vibrant Silver als auch den 20-Zoll-Leichtmetallfelgen im Windmill Spoke Design verleiht er dem Mini Countryman einen dynamischen und modernen Auftritt.“ Mit einem cW-Wert von 0,26 trage das Design „maßgeblich zur Effizienz und Reichweite“ bei.
Auch neue Preise werden nicht kommuniziert, es dürfte also keine große Änderung geben. In Deutschland ist der Countryman E ab 38.120 Euro verfügbar, der Countryman SE ALL4 kann ab 43.320 Euro konfiguriert werden.
Quelle: Info per E-Mail




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