Alpitronic stellt neue Generation des Hypercharger HYC400 vor
Das zentrale Merkmal der neuen Generation ist ein frontal ausgerichteter und tiefer positionierter Bildschirm. Dieser wuchs zudem von bisher 15,6 auf jetzt 22 Zoll und ist als Touchscreen ausgeführt. Darunter befinden sich weiterhin vier physische Tasten. Mit dem neuen Display hat Alpitronic auch die Benutzeroberfläche überarbeitet.
Beim bisherigen HYC400 ist der Bildschirm (kein Touchscreen) auf der linken Seite des Gehäuses platziert – also links von den Ladekabeln. Jetzt ist die Bedieneinheit auf der gleichen Gehäuseseite wie die Ladekabel. Ein weiterer Unterschied: Bisher saß das Bezahlterminal rechts neben dem Display. Beim HYC400 Series 2 ist es unterhalb des Touchscreens angebracht. Auf gleicher Höhe befinden sich links und rechts oder je nach Konfiguration auch nur auf einer Seite die Ladestecker. Ergänzt wird das System durch eine Bodenbeleuchtung unterhalb des Bezahlterminals, die den Bereich vor der Ladesäule ausleuchtet. Integrierte Sensoren sollen die Helligkeit von Display und Beleuchtung automatisch anpassen.
Mit der neuen Generation seines High Power Chargers richtet Alpitronic sein Portfolio also stärker auf Barrierefreiheit aus. Das wird auch an einem weiteren Detail im Datenblatt deutlich: Der HYC400 Series 2 ermöglicht laut Hersteller einen barrierefreien Zugang zu den Bedienelementen gemäß DIN 18040-3. Beim bisherigen HYC400 bietet Alpitronic lediglich optional eine barrierefreie Ausführung der Bedienelemente und Stecker hinsichtlich der Installationshöhe von jeweils 1.050 Millimetern an, ebenfalls nach DIN 18040-3.
Bisherige Einschränkungen sollen wegfallen
„Im öffentlichen Betrieb entscheidet nicht allein die Ladeleistung in Kilowatt, sondern vor allem eine zuverlässige und intuitive Nutzerführung“, sagt Philipp Senoner, CEO von Alpitronic. „Mit der HYC400 Series 2 haben wir den Fokus noch stärker auf eine einfache, selbsterklärende Bedienung gelegt. Das verbessert das Ladeerlebnis für alle Fahrer und macht den Betrieb gleichzeitig effizienter.“
In der Praxis zeigen sich die Einschränkungen beim bisherigen HYC400 wie folgt: Wird dieser etwa mittig zwischen zwei Parkplätzen aufgestellt, können Rollstuhlfahrer den Ladevorgang über das Display nicht starten, wenn auf dieser Seite bereits ein anderes Elektroauto steht. Mit dem HYC400 Series 2 könnte dieses Problem der Vergangenheit angehören. Schwieriger bleibt die Situation jedoch, wenn die Ladesäule mittig hinter zwei Fahrzeugen positioniert ist und der Platz zwischen ihnen nicht ausreicht, um die Bedienelemente zu erreichen. In diesem Fall wäre auch der HYC400 Series 2 nicht des Rätsels Lösung. Damit barrierefreier Zugang tatsächlich gewährleistet werden kann, sind vor allem die Betreiber der Ladeinfrastruktur gefragt. Mit dem HYC400 Series 2 bietet Alpitronic zumindest eine weitere Ausführung seines High Power Chargers an, die stärker auf Zugänglichkeit ausgelegt ist.
Nahezu keine Änderung gibt es hingegen bei den technischen Daten. Die neue Generation des HYC400 kommt mit 2185 × 732 × 663 mm auf die gleichen Abmessungen wie die bisher bekannte Variante. Dafür hat die Series 2 mit „< 100 Watt“ einen höheren Stand-by-Verbrauch als der bisherige HYC400, der mit 43 Watt angegeben wird. Während der HYC400 noch mit einem 3,5 und fünf Meter langen Ladekabeln angeboten wird, bietet Alpitronic für den HYC400 Series 2 nur Kabel mit fünf Metern Länge an.
Bei der maximal verfügbaren Ladeleistung bleibt es bei den 400 kW, die weiterhin in 50-kW-Schritten auf beide Ladepunkte verteilt werden können. Die Leistung liefern bis zu vier Leistungsmodule, die jeweils 100 kW bereitstellen. Zum Einsatz kommt nun jedoch die neue Generation der Siliziumkarbid-Power-Stacks (SiC-Stack Gen 2), die bereits beim dezentralen Megawatt-Ladesystem HYC1000 verwendet wird. Zu den genauen Vorteilen macht Alpitronic aber keine Angaben. Der Wirkungsgrad bleibt mit 97,5 Prozent auf dem bekannten hohen Niveau der bisherigen Alpitronic-Schnelllader.
Während der bisher angebotene HYC400 weiterhin bei einem maximalen Ausgangsstrom von 500 Ampere (dauerhaft) und 600 Ampere (Boost) bleibt, liegt der Wert bei dem Hypercharger HYC400 Series 2 jetzt bei kontinuierlichen 600 Ampere. Bei beiden liegt der Spannungsbereich zwischen 150 und 1.000 Volt.
Die neue Generation des Hyperchargers löst das bisher bekannte Modell aber nicht ab. Beide Versionen bleiben europaweit parallel im Portfolio verfügbar, teilt Alpitronic mit. Betreiber können je nach Standortanforderung zwischen HYC400 und HYC400 Series 2 wählen.
Quelle: Info per E-Mail, alpitronic.it





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